Mittwoch, August 16, 2017

Jackie Paisley + Nicole Bass --- 2 Todesfälle, leider keine Hochzeit

Wie war das mit dem alten Soldatenspruch? "Die Besten sterben jung" - aber wer will das? Nun, wenn ich mir manchmal die Todesfälle im Bodybuilding ansehe, beschleicht mich schon der Eindruck, dass mancher es darauf anlegt. Aber das vergeht dann, wenn ich mir diejenigen ansehe, die bis ins oder im Alter noch äußerst aktiv und beneidenswert muskulös sind.

Egal wie - in diesem Jahr hat der Kerl mit der Sense schon wieder zwei Muskelmaedels weggerissen, die in den 1980er und 1990er Jahren für Aufsehen gesorgt haben. Und ich komme leider jetzt erst dazu, die bereits seit Frühjahr vorbereiteten Texte durchzusehen und zu veröffentlichen.

Nicole Bass (1964-2017)
Zum einen ist da Nicole Bass. Sie galt als eine der gewaltigsten Bodybuilderinnen überhaupt, kein Wunder: 1,88 Meter groß und in ihren besten Zeiten angeblich 110 Kilo schwer. Nun, ihre aktive Karriere begann Mitte der 1980er und lief mit Unterbrechungen bis zum Ende der 1990er Jahre. Sie betätigte sich auch intensiv in Wrestling-Organisationen wie Extreme Championship Wrestling,World Wrestling Federation und XPW. Und so richtig berühmt (als B-Promi) wurde sie über die Show des US-Skandalshowmasters Howard Stern. Seit den 1980er Jahren mit einem Mann namens Bob Fuchs verheiratet, lebte sich nach dem Tode ihres Gatten im Jahr 2013 mit ihrer Managerin zusammen. Gesundheitliche Probleme hatte sie schon länger - vor gut zehn Jahren verbreitete sich die Information, sie leide an einer (steroidbedingten?) Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Zum Ende ihres Lebens verlor sie etwas an Halt, hatte wegen Ladendiebstahls Probleme und wirkte auch äußerlich wie ein Schatten ihres einstigen sportlichen Selbst, da stark aufgedunsen. Bekannt für ihre herzliche Art, starb Nicole Bass laut Mitteilung ihrer Lebensgefährtin wohl schon im Februar infolge eines Herzinfarktes - sie wurde demnach nur 52 Jahre alt. 

Jackie Paisley (1963-2017)

Zum zweiten ist da Jackie Paisley. In den 1980ern gehört die im Vergleich zu Bass wesentliche zierlichere damalige Mittzwanzigerin zu den dominierenden Bodybuilderinnen, bekannt für ihre herausragende Muskeldichte bei gleichzeitiger Super-Symmetrie. Zwischen 1985 und 1991 absolvierte sie diverse Wettkämpfe wie NPC National, Ms. International, Ms. O und World Pro Championships. Sie beendete 1991 ihre aktive Karriere, wurde Mutter eines Jungen, blieb aber dem Fitness-Lifestyle verbunden, startete in Phoenix, Arizona eine Karriere als Trainerin und Choreographin.

Und Jahre später ging es dann los: "Es fing damit an, dass ich müde wurde und Kopfschmerzen bekam. Und in der Folge wurde bei mir eine Silikonvergiftung diagnostiziert, verursacht durch ein Implantatenleck ... es hieß, ich hätte nur noch Monate zu leben", sagte Paisley, nachdem sie sieben quälende Jahre überstanden hatte, darunter eine Sieben-Stunden-Operation mit der Entnahme der defekten Brustimplantate, die sie sich wie viele andere FBB hatte zur Verbesserung der äußeren Erscheinung hatte einsetzen lassen. Bei dem medizinischen Eingriff verlor sie auch acht Lymphknoten. All das versursachte zudem einen enormen Schuldenberg, der sich aber dank der Solidarität von anderen FBB wie Rachel McLish, Collin Rhodes, Debbie Bramwell und einigen Fans abtragen ließ. Doch schließlich forderte die Vergiftung ihren Tribut und als Folge verstarb Jackie Paisley am 17. März. Sie hinterlässt ihren zwölfjährigen Sohn und ihren Bruder.   

Freitag, August 04, 2017

Läuft gerade: Tampa Pro 2017 (mit Update zum Ergebnis, hängt untendran)


Sie läuft gerade: Die Tampa Pro 2017, ein in den USA als Gradanzeiger dienender Wettkampf, der zunehmend für die starken Maedels wichtig ist, so wie auch die WoS-Wettkämpfe, etwa im September in Texas. 

(Einschub: Man mag wie immer von dem ganzen Drumherum halten, was man will, und mag auch manches Geklüngelt-Organisatorische bemängeln: Aber wenigstens ist das hier ein Wettkampf auch für die Super-Muskelmaedels, auch hier wieder wie vor drei Wochen bei der Ms International mit Blick aufs Globale, um das Interesse am FBB wieder zu erhöhen. Hier geht es im Folgenden um die Super-Muskelmaedels.) 

Oben sehen wir unter anderem aus drei Perspektiven: Janeen Lankowski, Virginia Sanchez, Sheila Bleck, Pauline Nelson und Jacqueline Fuchs. Auch dabei ist Lisa Cross, trainiert von der unvergleichlichen Alina Popa - die zwei kommen jetzt separat:


Dann hätten wir noch Victoria Sanchez aus Spanien --- man achte unbedingt auf diese wie gemeißelt aussehenden Bizepsklötze. Und Rücken hat sie auch: Hammer! Was würde ich da gern einmal beim Einölen helfen ...



 Und noch mal was von hinten (Sanchez, Cross, Bleck, Nelson):


 

Sie hatte wohl den weitesten Weg: Kahla Bullemor, die Australierin. Auch sie mit Super-Bizeps und jemand, der nicht an den vielbeschworenen Untergang des FBB glaubt: Sie hat schon 2014 gesagt, dass es zur Zeit mehr FBB, aber weniger Wettkämpfe gibt, und dass der Sport in ein paar Jahren zurückommen wird - ihr Wort in Gottes Gehörgang:



Ja, und dann steht auf der Teilnehmerliste doch wahrhaftig Michelle Brent, alten Knackern wie mir auch noch bekannt als Michelle Ivers - wenn ich richtig gerechnet habe, ist sie inzwischen zarte 60 Jahre alt oder so (ohne mit der Altersangabe uncharmant wirken zu wollen): Damit wäre sie sicher eine der ältesten Profi-Bodybuilderinnen. Ihre Form ist durch die Jahre immer respekteinflößend und neiderregend geblieben, das zeigt der Vergleich von jetzt mit einst:


Ach ja, die Medaillen:



Und die Wertungsliste mit den Teilnehmerinnen (noch ohne Punkte und Platzierungen) - mal abwarten, wie's ausgeht: 


 


+++UPDATE+++UPDATE+++UPDATE+++UPDATE
Alina Popa gratuliert der von ihr trainierten Britin und insgesamt bestplatzierten Euro-Lady Lisa Cross zum aus meiner Sicht verdienten zweiten Platz -- ich habe mir die Bilder angesehen und Cross war symmetrischer und definierter als ein Gutteil der Konkurrenz, namentlich auch in den Beinen. Und für Alina ist es ein Erfolg mehr in ihrer Karriere als Trainerin (zumal die von ihr ebenfalls trainierte rumänische Landsfrau Elena Oana Hreapca vor drei Wochen ja erst in Chicago gewonnen hat): Gratulation an Lisa und Alina.


Und nach der gebürtigen Rumänin und ehemaligen Wahl-Schweizerin Alina Popa noch eine gebürtige Eidgenossin: Jay Fuchs landete in Tampa auf Platz fünf:


Dieselbe Dame, aber jetzt ein anderes schickes Gewand am sensationellen Body:



Und mit Cristina Franzoso aus Bella Italia landete die neben Cross, Sanchez und Fuchs vierte der vier teilnehmenden Europäerinnen auf Platz zehn --- hier beim Posen auffem Mopped (tolles Bein, starker Arm):
 


Ach, ja, wer hat die "IFBB Tampa Pro Women's Bodybuilding Championships" denn nun gewonnen? Nun, das war erwartungsgemäß das Muskelmaedel mit dem ansteckenden Lächeln --- die hier sehr konzentriert blickende Sheila Bleck (trainiert von Dave Palumbo), die den Sieg bei der Tampa Pro damit zum dritten Mal in Folge geschafft hat.



Die Platzierungen der besten sechs Muskelmaedels (interessanterweise sind das auch gleich die, die auf den drei ganz oben stehenden und von mir ausgewählten Fotos schon zusammen zu sehen sind):

1. Sheila Bleck
2. Lisa Cross
3. Pauline Nelson
4. Virginia Sanchez
5. Jacqueline Fuchs
6. Janeen Lankowski


Zum Abschluss der Blick auf die Scorecard und damit die offizielle Wertung --- ein bisschen sehr schade ist es freilich, dass es für die verdiente und unermüdliche Veteranin Michelle Brent nur für den 16. und damit den ersten Platz von hinten gereicht hat:



Sonntag, Juli 30, 2017

Super-Session - oder: Schmoe-Ferien mit einem Muskelmaedel



Über "Female Muscle Worship Sessions" habe ich ja schon einiges geschrieben (siehe rechts in der Label-Leiste das Feld "Sessions", unter dem auch dieser Post subsummiert ist).  Ich habe darüber geschrieben, was ich erlebt habe, und darüber, wie so etwas abläuft, was - je nach Absprache - stattfindet, was man erwarten kann und was nicht. Auch habe ich mich darüber ausgelassen, dass solch eine Veranstaltung üblicherweise um eine Stunde herum dauert und was man dafür finanziell ungefähr veranschlagen kann. Etcetera pp.

So weit, so gut.

Dann erreichte mich vor einigen Wochen die im Folgenden zu lesende Mail, auf die ich aus privaten und beruflichen Gründen nicht gleich reagieren konnte. Jetzt aber: Geschrieben hat sie "Martin Kohl", der freilich nicht so heißt und daher auch kein mehr oder minder naher Verwandter eines ehemaligen deutschen Bundeskanzlers ist, aber laut eigenem Bekunden "FBB-Hardcore-Fan". Und "Martin Kohl" berichtet dankenswerterweise von einer ganz besonderen Session - nämlich einer, die nicht eine Stunde, nicht einmal einen Tag, sondern gleich vier Tage lang gedauert hat.

Doch, richtig gelesen:

Vier Tage!
Vier Tage mit einem Muskelmaedel!
Vier Tage, ganz nah ...

Um es mal Comic-mäßig zu sagen: Schluck, schwitz, träum ...



 

An der Stelle aber ergießt sich gleich aufs erhitzt-erregte, äh, Gemüt eine eiskalte Dusche, ehe hier jemand völlig falsche, weil illusorische Ideen entwickelt: Nix da mit Liebe, das Ganze basiert auf finanzieller Transaktion. Auch kam (und kommt) es bei der ganzen Super-Session mit dem fraglichen Muskelmaedel Kristyna "Lyra" T. eben nicht zu dem zwecks Arterhaltung unverzichtbaren Äußersten, da sich diese Bodybuilderin als Athletin sieht und definitiv nicht als Liebesdienerin. Aber, so "Martin Kohl", Dinge wie "'An-den-Muskel-Rubbeln' sind möglich, und ich hatte den Eindruck, sie genießt diese Form der Verehrung."

Also, damit ist diese Grenze auch ganz klar abgesteckt..
 

Aber auch ohne das erscheint mir diese Geschichte noch außerordentlich genug. Weswegen nun das Wort an "Martin Kohl" übergeben sei:

Bodybuilding-Ferien mit Kristyna “Lyra” T.

Bodybuilding-Ferien: So nenne ich seit vielen Jahren meine Lieblingsart, wie ich Sessions mit Bodybuilderinnen verbringe. BB-Ferien bedeutet, dass ich eine Bodybuilderin für vier Tage am Stück buche und mit ihr zusammen 24x4 Stunden in einer Wohnung verbringe.





Kürzlich buchte ich die tschechische Bodybuilderin Kristyna „Lyra“ T.
 

Ich entlohnte sie mit 55.000 Kronen. Das entspricht rund 2000 Euro. Pro Tag sind das 500 Euro – in meinen Augen ein extrem geringer Betrag, wenn man bedenkt, dass viele Bodybuilderinnen das gleiche Geld pro Stunde kassieren. Ich buchte eine 40qm große Wohnung in Prag. Kosten: 200 Euro. Dazu kommt die An- und Abreise. Vielleicht, weil's außerhalb der Saison war. Aber generell sind die Preise in Tschechien sehr billig im Vergleich zu Deutschland. 25.000 Kronen musste ich ihr als Vorauszahlung senden. Aber weil sie mich seit Jahren kennt (und hoffentlich schätzt), war das okay für mich.

Soweit zu den Rahmenbedingungen von Bodybuilding-Ferien.

Kristy wog an meinem Ankunftstag 68 Kilo. Geringer Körperfettanteil, aber auch nicht „shreddered“. Weil sie konsequent sehr „clean“ isst und jede Menge „Fettburner“ zu sich nimmt.

Der Vorteil von Bodybuilding-Ferien ist, dass der wahre Fan von FBBs in diesen vier Tagen den verrückten Lifestyle hautnah erleben kann. Und in der Beziehung ist Kristyna unschlagbar.

Im Rahmen der Ferien hab ich quasi unbegrenzten Zugang zu ihren Muskeln: Einölen, Massagen, Adernnuggeln, Adernstreicheln, Muskelküsse, Muskelknuddeln, privates Posing, narzisstisches Vor-dem-Spiegel- Posing, all das, was man in einer 1-Stunden-Session so macht, nur in der Extended Version von 4 Tagen.

Kristy genießt es, wenn ich ihr bei Workouts im Studio zusehe. Wenn ich ihr assistiere, aber dabei die Klappe halte. Tatsächlich: Sie liebt es, sich zu schinden und dabei von einem (ihrem) Fan beobachtet zu werden. Es ist unglaublich. Das wirkte für Außenstehende (sprich: die Disco-Pumper) bestimmt verwunderlich: Mr. Durchschnitt assistiert Ms. Wuchtig-Drahtig, reicht ihr Wasser und das Handtuch, kurze Small-Talks bei Atemlosigkeit. Mein Ego stemmt das locker!

Das Witzige bei Kristyna ist, dass sie Bodybuilder nicht ausstehen kann! Sie steht auf Normalos wie mich. Solange der Normalo nur Selbstbewußtsein ausstrahlt.

In der Öffentlichkeit zeigt sie ihre Arme ungeniert. Sie trägt ausschließlich enge Stretch-Hosen, was ihre kurvigen Muskelbeine und ihren muskulös hervorstehenden Hintern unübersehbar macht. Stichwort "unübersehbar": Stretch-Oberteile lassen ihren breiten, nach vorn gewölbten Brustkorb und die Pecs, sowie am Rücken die Lats in typischer Bodybuilderinnen-Manier hervorstechen.

Sie mag es sogar, Hand in Hand durch die Stadt zu laufen, geradeso, als sei ich ihr fester Freund.


 



Gaffer, Starrer, Sabberer überall. Ständig drehen sich Köpfe um. Als wenn man mit einer Alien-Frau durch die Stadt läuft.

Und ausgerechnet die dicksten und hässlichsten Frauen reagieren bei ihrem Anblick am Negativsten!

Sobald sie einem mal vertraut, wird sie äußerst freundlich. Lächelt ständig. Verhält sich gar unterwürfig. Beispiel? Ich fragte sie, ob sie mir zuliebe in Unterwäsche den Boden der Wohnung aufwischen würde. Gesagt – getan! Bodybuilding-Urlaub eben, lol.

Tatsächlich gehört Lyra zur (seltenen) Kategorie der unterwürfigen Bodybuilderinnen. Sie widmete MIR ihre volle Aufmerksamkeit, vier Tage lang. Ihr Charakter ist schon Spitzenklasse!

Niemand sollte von ihr erwarten, dass sie als Domina auftritt. Sie mag noch nicht mal Wrestling! Ich auch nicht.



Wir redeten übrigens Englisch miteinander.

Jetzt mag vielleicht der ein oder andere Leser denken, vier Tage am Stück mit einer Bodybuilderin werden langweilig, weil die Frau ja nichts anderes tut, als Essen-Trainieren-Schlafen.

Aber dieses Verhalten liebe ich! Bodybuilderinnen sind so wunderbar einfach vorherzusagen.

Lyra wäre auch mit mir ins Kino gegangen. Oder in die Oper. Oder zu Sparta Prag ins Stadion. Sie macht einfach alles möglich. Ich als eingefleischter Hardcore-Fan bevorzuge es aber, sie nur im Bodybuilding zu fordern und zu fördern.

Fazit: Bodybuilding-Ferien sind die perfekte Art, den Muskelfetisch auszuleben! Und Lyra ist die absolut ideale Mittelgewichtsbodybuilderin dafür.

PS. Ich würde mal vermuten, Kristy bietet auch 1-Tages- oder 2-Tages-Urlaube an. Wäre mir nur zu kurz.

Hier noch ein Link:

http://wb270.com/eur/lyraCZ.htm




Freitag, Juli 28, 2017

Pause ... obwohl ich gar nicht will...


Sodele, der ein oder andere hat's ja wohl schon gemerkt: Derzeit kann ich hier nicht so walten, wie ich das will. Ich bin nämlich beruflich und auch sonst derartig stark eingespannt, dass mir für diese liebste Nebensache momentan nur wenig Zeit bleibt. Ich habe allerdings einige Texte in Vorbereitung, die ich demnächst auch einmal einstellen will --- stay tuned, please.

Samstag, Juni 24, 2017

Frauenbodybuilding im Abwärtstrend?
Dazu einige Thesen ...


Als sei ich das diesbezügliche Orakel von Delphi, werde ich - was mich ehrt - immer wieder mal gefragt: "Ist eigentlich das Female Body Building / Frauenbodybuilding im Abwärtstrend? Und wenn ja, warum ist das so?"

Also liste ich mal zwecks etwaiger und gern gesehener Diskussion einige Thesen auf, die in dem Zusammenhang oft genannt werden - der geneigte Leser wird feststellen, dass das hier und da in der Summe der Aussagen widersprüchlich ist. Aber das liegt daran, dass es eben aus verschiedenen Ecken zusammengetragene Ansichten sind - nicht unbedingt meine:

  1. These: Das Female Body Building, abgekürzt FBB, ist in der Downspirale. Grund: Die internationalen, prestigeträchtigen Wettkämpfe à la Miss Olympia und Miss International sind "rasiert", abgesehen von der Wings of Strength-Geschichte. Die Miss I seit 2013, die Miss O ist durch die neu eingeführten Klassen (Bikini über Figure bis Physique) verwässert worden, nach 2014 wurde die Miss O dann vom Olympia-Wochenende gestrichen. Letzte Siegerin in beiden Klassen: Iris Kyle, die zweifelsfrei dominierende Wettkampf-Bodybuilderin der vergangenen 15 Jahre. Und jemand, der infolge prinzipiell ehrenhafter, persönlicher Bescheidenheit, vielleicht gar Schüchternheit mitunter das eigene Licht zu arg unter dem sprichwörtlichen Scheffel gehalten hat. Respektive, den man von interessierter Seite klein gehalten hat, um den Nachwuchs in dieser Sparte niedrig zu halten.
2. These: FBB ist nicht attraktiv für den Mainstream und damit schlecht für die Besucherquoten, so die bislang dominierenden Verbände NPC und IFBB. Dies die gern verkündete Ansicht vieler Verbandsoffizieller, die vor allem die Kasse und damit ihre Pfründe im Auge haben. Also, so die Denke in diesen Kreisen, weg mit dem FBB als Wettkampfart. (Nachtrag: Das bezieht sich vor allem auf die IFBB, bei den Verbänden NABBA, NAC, WBBF "ist die welt noch in ordnung...", wie mr gerade der mitlesende Christian Wenzel mitgeteilt hat).
3. These: Als Folge der gestrichenenen Wettkämpfe sinkt die Zahl der FBB. Wozu sich entsprechend im Training sportlich schinden, sich beim Essen kasteien, wenn die Plattform zur Darbietung und zum sportlichen Wettkampfvergleich fehlt?
4. These:  Insgesamt gibt es von jeher und damit per se im BB von jeher weniger Wettkämpferinnen als Wettkämpfer.
 
Soweit die Ansichten, die für die eingangs genannte These sprechen. Jetzt die dagegen stehenden: 

5. These: Guckt man ins Internet, entsteht der Eindruck, dass es NICHT weniger Muskelmaedels gibt, sondern mehr als in den Jahren zuvor.
6. These: "Strong is the new sexy", "strong is the new skinny" - mit solchen Slogans werben immer muskulöse Frauen für ihr Äußeres. Auch der Mainstream steigt ganz allmählich ein: Eine Rachel McLish, eine Carla Dunlap oder eine (leider kürzlich verstorbene) Lynn Conkwright würden anders als in den 1980er Jahren heute nicht mehr für heftige Debatten und die Frage nach "Ist das noch weiblich?" sorgen. Die heutigen Super Hardcore Girls sind freilich eine andere Kategorie. Aber, noch mal: Weibliche Muckis finden mehr Akzeptanz als früher.
7. These: Frauenmuskeln sind auch bei verhältnismäßig neuen Sportarten wie Crossfit gefragt.
8. These: Der Annahme folgend, dass es immer mehr Frauenmuskeln gibt, gibt es auch immer mehr Fans. Die aber interessieren sich auch für längst inaktive FBB und damit die Historie und Entwicklung dieses Sports. Und sie vergleichen auch das heutige "Angebot" mit dem gestrigen. Sie wissen also über die Entwicklung Bescheid und missbilligen das Vorgehen der Verbandsoberen. Die Fans würden sicher eine entsprechende Ergänzung des Wettkampfangebots bzw. eine Rückkehr zum alten Status Quo begrüßen.
9. These: Es gibt FBB, die gar nicht mehr in die Wettkämpfe gehen und/oder diese nur am Rande streifen und die dennoch mit Super-Duper-Muckis aufwarten. Ihr Antrieb bildet das Feedback der Fans, namentlich via Internet (Social Media, Video-Plattformen, u.ä.m.)
10. These: Der Begriff "Female Body Building" an sich bezieht sich in der gesamten Diskussion auf eine Wettkampfkategorie, nämlich die der sportlich in Wettkämpfen agierenden Muskelmaedels mit extrem ausgebildetem Body. Das Verschwinden dieser Wettkampfklasse heißt nun nicht, dass auch die Super-Muckimaedels deswegen verschwinden. Wie in der zuvor genannten These angeführt, scheint das Gegenteil der Fall zu sein.
11. These: Um beim Thema Wettkampfklassen zu bleiben: Gleichgültig, wie man die Klasse fürs "maximal Gewünschte" auch nennt, es werden auch da über kurz oder lang Maedels mit extremer Muskulatur auftauchen. Und dann können sich die Verbandsoberen wieder von Neuem aufregen - gut so, zeigt es doch, dass die Muskelmaedels und ihre Fans es wollen! 
12. These: Die Möglichkeit zu Super-Muckis auch für Frauen ist nunmehr seit gut 40 Jahren in der Welt. Auch gibt es eine feste (und ich wage zu sagen: stetig wachsende) Fan-Gemeinde. Also wird es diese Art von Athletinnen auch künftig geben.

Unter anderen: Theresa, Alina, Margie, Helle, Aleesha,alle
in roten (und hier sehr kleidsamen) WoS-Shirts.
 
Übersicht zu WoS-Events, darunter auch FBB.
Merke: Es muss nicht immer IFBB sein ...

Jenseits dieser 12 aus diversen Texten, Web-Postings und Foren-Diskussionen abgeleiteten Thesen, jenseits der vielleicht zu selten genutzten Option des Verbandswechsels, jenseits der Bemühungen etwa der Organisatoren rund um die Events à la "Wings of Strength" (kurz: WoS)  ist es meine feste Meinung, dass die Bodybuilderinnen endlich ihren eigenen Wettkampf organisieren sollten, dies unter frühzeitiger Bekanntmachung unter den Fans, eventuell auch mit frühzeitig anzuleierndem Web-Kartenverkauf, um so die entsprechende Resonanz noch früh genug zum eventuellen Gegensteuern erfassen zu können. Und um den von weiter anreisenden Besuchern auch die Chance zu geben, Hotels zu buchen, und überhaupt, um gegebenenfalls Urlaub planen zu können. Einziges Problem für mich als Europäer: Das wird vor allem erst einmal in den USA über die Bühne gehen; man wartet auf eine Veranstaltung in der Alten Welt.

Zu dem Vorgehen diverser Verbandsfunktionäre die unmissverständliche Ansicht von Aleesha Young, die nun eindeutig in die Klasse der Super-Muskelmaedels gehört:

Die einzigartige Aleesha Young
"Das Feedback der Kampfrichter war: Verliere 20 Pfund an Muskeln und du fängst an, höher platziert zu werden .. (ist nicht passiert). Bei meinem letzten Check war das noch Bodybuilding, nicht Body Starving [to starve: hungern, verhungern, darben, Anm. v. mattmuscle] ... Ich mache gerade so weiter mit dem, was ich tue, und sie [die Kampfrichter, A.v.mm.] sind zu ihrer Meinung berechtigt. Ich bin im Begriff, von der Bühne zu gehen, aber ihr, alle echten Muskel-Fans, macht euch bereit und passt auf, denn dieses Muskelmaedel ist bereit zu wachsen und die beste Version von sich selbst zu werden."

(hier das Original für alle, die meinen Übersetzungskünsten misstrauen:)
"Feed back from the judges loose 20lbs of muscle and you'll start placing higher .. (not gonna happen) last time I checked this was bodybuilding not body starving ... I'm just going to keep doing what I do and they are entitled to their opinion... I'm going to step away from the stage but all you real muscle fans get ready and stay tuned because this girl is ready to grow and be the best version of myself."

Mein Fazit:

Mittwoch, Mai 24, 2017

Was gibts mehr: Muscle Worship bei Maedels oder Männern? Wovon will ich mehr, na?


Neulich, da habe ich mal wieder von einem meiner noch vorhandenen Leser Elektropost bekommen. Der Inhalt des Briefes in meinen Worten:

"Glaubt man den ganzen Einträgen im Internet, gibt es zig Tausende von Typen, die in jeder freien Minute davon tagträumen, wie es wohl wäre, die Muskeln dieser oder jener Bodybuilderin zu befühlen und zu bewundern. Typen also, die vollständig davon begeistert, ja besessen sind. Nur, glaubt man ebenfalls dem Internet, dann gibt es fast keine Frau, die in dieser Weise für Muskelkerle empfindet. Wenn das so wäre, hätte ich gern gewusst, warum es so ist."


Hm. Da ich kein Psychologe bin und auch sonst die das Seelische betreffende Weisheit leider nicht mit Löffeln zu mir genommen habe, kann ich das zu meinem Bedauern nicht  beantworten. Bloß dass ich das nicht glaube. Und das kann ich directissime beweisen. Man gebe einmal Begriffe wie "female muscle worship", "mann bewundert muskeln bei frau", "man admiring female muscle" in der üblichen monopolistischen Suchmaschine ein und harre der Dinge.


Was wird man bekommen? Nun, jede Menge nicht zur Frage gehörendes Zeug, einiges an Homo-Kram (nichts dagegen, bloß überhaupt nicht meine Sache), Bilder von Frauen, die die kräftigen Körper von Männern bewundern. Und recht wenig Bilder von Männern, die muskulöse Frauen bestaunen. Das aber stellt etwas dar, für das ich gern eine Erklärung gefunden hätte.

Denn in früheren Zeiten, als ich mein Faible, meine Macke oder meinen Fetisch so richtig ausgebildet habe, da gab es noch ganze underground-Firmen, die entsprechende Filme hergestellt haben. Filme, in denen muskulöse Frauen Männer jeden Typs und jeden Alters im Zweikampf  besiegen, sei es beim Armdrücken, sei es beim Balgen, sei es in den Action-Szenen von fiktiven Geschichten. Und es gab dabei auch immer Film- und Bildmaterial, die die Burschen dann beim Bewundern ihrer Muckis zeigten.

Liebe Muskelmaedels: Das ist dann schon etwas, das Kerlchen wie mich anmacht. Es wäre daher durchaus lobenswert, wenn man sich da bei den entsprechenden Bilderchen und Filmchen etwas einfallen lassen könnte. Klar, es gibt nun einige Portale, die derlei anbieten, selbiges kommerziell und sehr oft oft auch voll porno. Aber wenn die eingangs wiedergegebene These stimmt, dass es im Querschnitt mehr Männer gibt, die extrem und superstark ausgebildete Frauenmuskeln mögen als umgekehrt, dann ist der Ausstoß an - es sei betont: einfach zugänglichen, nicht unbedingt bis zumvollen Exzess gehenden - Fundstellen auf entsprechende Anfragen in den Suchmaschinen sicher nicht repräsentativ. Und daher nehme ich das auch als Indiz dafür, dass der Bedarf An Bildern und ähnlichem noch längst nicht abgedeckt ist.

Also, liebe Muckimaedels, worauf wartet ihr?

   

Sonntag, April 23, 2017

Altes Musikvideo mit Muskelmaedel:
"Reach" von "Martini Ranch"

Todesfälle gab's in diesem Jahr auch in unserer kleinen Welt schon wieder zu viele - das gilt für die in den 80er Jahren zur Bodybuilding-Legende avancierte Jackie Paisley, die wohl an durch ihre Brustimplantate hervorgerufenen Spätfolgen  verstorben ist. Oder für Nicole Bass, die hünenhafte Bodybuilderin, die es in den USA zur zeitweiligen Skandal-C-Prominenz brachte und auch als Wrestlerin Karriere machte: sie das Opfer einer Herzattacke (oder je nach Quelle) eines Schlaganfalls. Wie der auf dem OP-Tisch bei einer Herz-OP verstorbene Bill Paxton.

Bill Paxton in dem Video "Reach" seiner Band "Martini
Ranch" von 1988, das sehr aufwändig mit Spielhandlung 
gemacht war und das es damals in Deutschland nur
einmal zu sehen gab.
Moment. Bill Paxton (hier im Bild). Ist das nicht ein Mann? Nur, was hat das mit Muskelmaedels zu tun. Bitte etwas Geduld, einen Moment, die Antwort kommt gleich. Es hat was mit dem gerade in der Bildzeile oben drüber genannten Musikvideo "Reach" zu tun.

Paxton auf dem Motorrad - wer sich an "Terminator"
erinnert fühlt: der Regisseur des Videos und des Films
war ein- und derselbe...

Also, Bill Paxton. Aus Texas. Ein vielseitiger, sehr zu Recht fachlich geschätzter Hollywood-Schauspieler, ein wohl völlig bodenständiger und allseits beliebter Mensch, der seinen Durchbruch hatte mit dem Thriller "One False Move". Bekannt durch Filme wie die Agentenkomödie "True Lies" mit Arnold Schwarzenegger (der Paxton auch sehr gemocht hat) und Jamie Lee Curtis, durch Western wie den vorzüglich ausgestatteten Kinofilm "Tombstone" und die preisgekrönte TV-Miniserie "Hatfields & McCoys". Ruhm durch Katastrophenfilme wie den kultigen Action-Reißer "Twister". Durch den Science-Fiction-Klassiker "Aliens - die Rückkehr" und natürlich durch "Titanic" von 1996, die Mutter aller Schatzsucher-meets-Katastrophen-Filme kombiniert mit einer der längst klassischen Hollywood-Liebesgeschichten und das alles im Super-Blockbuster-Format. 

Das war das erste Bild, das jeden Muskelmaedel-Liebhaber
beim Betrachten dieses Music Clips in Bann schlug (die
Qualität der Screenshots ist nicht besonders, weil ich
keine hochauflösende Vorlage des Clips gefunden
habe - wenn jemand da weiterhelfen kann: danke!)
Genau diese beiden zuletzt aufgezählten Filme entstanden unter der Regie des unter Cineasten inzwischen wie eine Ikone verehrten James Cameron, mit dem Paxton seit seinen Anfängen als Handlanger beim Film zu tun hatte und mit dem er befreundet war. Doch exakt das führt uns wieder zu unserem Thema - den Muskelmaedels. Und das erklärt die Aufnahme Paxtons in diese Liste mit den Todesfällen aus unserer Szene. Jetzt jedoch ganz ruhig eins nach dem anderen.



Tolle Beine unter kurzem Leder mit Schlitz ...
Bill Paxton war nicht nur Schauspieler und Filmproduzent, sondern auch seit Mitte der 1980er Jahre ein Mitglied der New Wave-Band "Martini Ranch", einige Jahre zuvor gegründet von dem Musiker Andrew Todd Rosenthal. Paxton betätigte sich so schließlich auch als Sänger und als Songschreiber. Aber zuerst brachte er sein filmisches Know how ein, namentlich bei den Musikvideos. Und zu diesem Wissensschatz gehörten natürlich auch seine Kontakte nach Hollywood. Das wiederum schlug sich nieder bei dem Video "Reach" von 1988. Und um das geht es nun. Wer will, sieht es hier bei Youtube, ebendort zu finden unter dem Titel: "Martini Ranch / "Reach" (Official Video) Bill Paxton-Andrew Todd-Director James Cameron".

... dann gleitet die Kamera über den Mini nach oben.

Folglich entstand das in staubigem, hitzeflirrenden Wild-West-Wüstensetting mit dem damals so modischen Endzeit-Touch gedrehte Musikvideo unter der Regie des erwähnten James Cameron. Und da geht es um einen "Mad Max"- und "Terminator"-artig gekleideten, mit allerlei Stich- und Schießgerät mehr als reichlich bewaffneten Motorradfahrer (Paxton), den es in eine vom Zerfall gezeichnete Wüstenstadt verschlägt. Unter dem Klang von Italo-Western-artigen E-Gitarrenklängen rollt er langsam in die Stadt, vorbei an einem Kuhschädel mit daraus hervorkrauchender Schlange, vorbei an zwei Steampunk-artigen Sargmachern, vorbei an einem Typen mit dem Kopf im Holzpranger, an diversen Wracks (menschlichen wie KFZ-mäßigen). 

Und schon sieht man ihn, den starken
Arm einer starken Frau ...
Schnitt, Szenenwechsel. Die Kamera wechselt auf die örtliche Schmiedin(!), die im dekorativen Ambiente einer zerfallenden Scheune und im mindestens ebenso dekorativen Sexy-Minimal-Outfit (klar, ist ja auch warm da ...) am Amboss ein Brandzeichen zurechthämmert, es dann in die Esse schiebt und es gerade abschreckt, als der Motorradfahrer vorbeirollt und zu ihr hinübersieht. Wieder Szenenwechsel: Ein Wildwest-Bordell-Szenario mit heruntergekommenen Banditentypen und Huren in Minimalbekleidung. Unser Motorradfahrer kettet (!) sein Motorrad an so einer in jedem alten (und neuen) Western zu sehenden Querstange zum Pferdeanbinden fest, greift sich eine der Liebesdienerinnen und geht nach drinnen. Draußen aber kommt ein Schwung Spaghetti-Western-mäßig angezogener Kopfgeldjägerinnen, die ihn, den flüchtigen Räuber, suchen ...   

Starke Frau schwingt schweren Hammer ...
Der Filmregisseur James Cameron hat oder hatte - so darf man vermuten - wenigstens zeitweilig ein Auge auf oder ein Faible für außerordentlich muskulöse und/oder starke Frauen: Im zweiten Teil der "Terminator"-Reihe durfte sich so die an und für sich zierliche Linda Hamilton ordentlich aufmuskeln, in "Aliens - die Rückkehr" sind die Weltraum-Soldaten weithin großmäulige Möchtegern-Machos, während die Rolle der klaglosen und tapferen Heldin von Sigourney Weaver gegeben wird. Eine Frauenrolle, die sich der dramaturgischen Verdeutlichung halber im Auftritt einer Klimmzüge absolvierenden, ihr beeindruckendes Bizepspaar zeigenden Jenette Goldstein in der Rolle der Soldatin "Private Vasquez" fortsetzt.
 

Ich weiß nun nicht, wer für das Casting des genannten "Reach"-Videos von "Martini Ranch" verantwortlich zeichnete. So traten in dem Video außer dem Band-Gründer Todd Rosenthal und Bill Paxton samt seiner frisch angetrauten, zwoten Frau Louise noch auf: Die zeitweise mit Cameron liierte Filmregisseurin Kathryn Bigelow (unter anderem bekannt für "Blue Steel"mit Jamie Lee Curtis  - auch ein Starke-Frau-Film), der Schauspieler und Musiker Bud Cort (bekannt aus dem Klassiker "Harold and Maude"), Jenette Goldstein (da isse wieder, hier als Piratenkopftuch-tragende Messerschwingerin und noch mit ihren Muckis!), Lance Henriksen (Schauspieler, wie Goldstein ebenfalls bekannt aus diversen Cameron-Filmen), Adrian Pasdar (hatte im Vorjahr in einem Film von Kathryn Bigelow gespielt), Judge Reinhold (spielte u.a. in den "Beverly Hills Cop"-Filmen mit), Paul Reiser (u.a. "Beverly Hills Cop II"), Mark Rolston (u.a. "Aliens")  und Brian Thompson  auf. Ja, und Dorothy Herndon - doch, doch, die Bodybuilderin.

Im "Reach"-Video: Jenette Goldstein mit Umhang und
Kopftuch und Messer (die Schießeisen werden von
anderen Händen als den ihren gehalten).

Nicht aus dem "Reach"-Video, sondern aus "Aliens - die
Rückkehr": Jenette Goldstein als "Private Vasquez" zeigt
beim Klimmzüge-Machen ihre tollen Muskeln.
PFC Vasquez mit schwerem Gerät in den
starken Händen (
leider hat Jenette Goldstein
aus Sicht aller Fans ihrer Muckis zu schnell
wieder mit dem Eisensport aufgehört)
.
Und Dorothy Herndons Traumbody wird in diesem Music Clip nachgerade so inszeniert, als habe da mal ein filmkundiger Schmoe für Ausstattung, Inszenierung und Kamera gesorgt: Die Kamera geht nah an Dorothy heran. Nah, näher, ganz nah. Gleitet von unten nach oben über Dorothys geölte Muskeln in all ihrer stählernen Prallheit. Wie die streichelnden Hände eines Muskelmaedelfans. Eine Dorothy, die mit wilden 80er-Jahre-Blondlocken und im geschlitzten schwarzen Fetisch-Ledermini in einer licht- und staubdurchfluteten Scheunenwerkstatt beim Schmieden am Amboss steht. Was neben dramatischem Hammergeklirre natürlich auch die Gelegenheit gibt, ihren gewaltigen Bizeps in Action zu zeigen. Später darf sie kaltlächelnd den Motorradfahrer am Schlafittchen packen und mit einem ihrer gut zu sehenden, nachgerade gewaltigen Arme cool lächelnd anlüften. Zum Abschluss sprengt sie gar die Haltekette vom Bike des besagten Motorradfahrers und folgt den Kopfgeldjägerinnen aus der Stadt in die Wüste ...    

Dorothy Herndon - damals: wow!
Und heute: auch wow!
Dorothy Herndon war eine der gewaltigsten Bodybuilderinnen ihrer Epoche, in ihrer Muskelmasse ihrer Zeit voraus und dazu mit einer warmen, freundlichen Ausstrahlung. Sie erinnerte mich immer an die Holländerin Hannie van Aken, war aber wohl um einiges größer. Bekannt geworden mit blonder Haarpracht, war sie aber wohl tatsächlich brünett. Sie stieg nach einem Vorfall aus dem FBB aus, infolgedessen sie es unmittelbar vor dem Turnier mit der Dehydrierung wie seinerzeit so manch anderer übertrieb und dann an den Folgen beinahe gestorben wäre. Dem Vernehmen nach war dieses traumatische Erlebnis des Beinahe-Todes nicht nur das Ende ihrer Aktivenzeit, sondern auch ihres Engagements im Eisensport an sich. Verständlich. Aber aus Sicht der Fans schade - wie gesagt: Sie sah aus wie der Traum jedes Schmoes!

Dorothys Wettkämpfbilanz stellt sich wie folgt dar:

- 1986: USA Championships - NPC, Schwergewicht, 12. Platz
- 1987: Ironmaiden - NPC, Gesamtsieg
- 1988: US-Meisterschaften - NPC, HeavyWeight, 1. Platz.

            USA Championships - NPC, Gesamtsieg
- 1989: Ms International - IFBB, 9. Platz

            Ms
 Olympia - IFBB, 14. Platz

            World Pro Championships - IFBB, 3. Platz
- 1990: Ms. Olympia - IFBB, 16. Platz
- 1992: Jan Tana Pro Classic - IFBB, 7. Platz
- 1993: Jan Tana Pro Classic - IFBB, 13. Platz.


Dorothy Herndon: Klasse-Rücken, Klasse-
Arme, Klasse-Popo, Klasse-Beine ...
Übrigens: Wer nun in Filmdatenbanken nach dem "Martini-Ranch"-Video sucht, wird leider nur allzu oft genug nicht Dorothy Herndons Namen unter der Liste der Mitwirkenden finden, trotz ihrer prominenten Rolle. 

Crista Videriksen mit sichtlich unterlegenem Typen.
Noch mal übrigens: Wer in "Reach" genau hinsieht, stellt fest, dass Dorothy Herndon nicht die einzige Bodybuilderin in dem Clip war (Goldstein als Schauspielerein lasse ich jetzt mal außen vor). Da war noch eine weitere blonde Muskelhünin zu sehen, und dann noch ein Muskelmaedel.  Bei der blonden Hünin mit dem weißen Cowboy-Hut handelte es sich um Crista Videriksen (hinter der man ganz links eine lachende Dorothy Herndon sieht), heute als Crista Videriksen Worthy Herausgeberin eines Flugmagazins und immer noch richtig muskulös. Die dritte hieß Val Streit (von der lässt sich kein Bild finden). Und die kamen dem Vernehmen nach zu diesem Video, weil Bill Paxton sie aus seinem Fitness-Studio kannte: Kann es sein, dass der wie sein Buddy James Cameron zumindest interessiert war am Thema der Muskelmaedels?  Jedenfalls leisteten sie mit dem Clip Pionierarbeit, indem sie muskulöse Maedels groß in Szene setzten und das nicht nur als die üblichen entarteten weiblichen Bösewichte.

Crista Videriksen Worthy heute - immer noch Muskeln,
hat sie nach dem  Studium erfolgreich eine
Karriere als Journalistin im Luftfahrt-Feld eingeschlagen.  
Ich kann mich noch genau daran erinnern, als ich dieses Musikvideo bei der deutschen Erstausstrahlung gesehen habe. Oder, wie ich besser sagen/schreiben sollte, bei der deutschen Einmalausstrahlung. Jeder, den ich damals dazu befragt habe, fand das klasse, weil es (auch unabhängig von den ganzen Muskelmaedels und den dominanten Frauen) toll gemacht war und dazu witzig mit diesen gegen den Strich gebürsteten Klischees. Und man hätte "Reach" gern noch ein zweites oder drittes Mal gesehen, um auch die Details mitzubekommen, die einem beim Erstdurchlauf entgangen waren. Aber damals zeigte man halt lieber das neueste Video von Knallchargen wie Rick Astley noch mal und noch mal und noch mal - es hätte sich ja auch gern statt dessen öfter mal der Music Clip zu "California Girls" von David Lee Roth angeboten, ebenfalls 1988 gedreht, mit dabei: Kay Baxter. Aber mich hat ja keiner gefragt.
 

Dorothy liftet Paxton ...
Eins noch: Oben habe ich den Film "Twister" genannt, einen tollen Action-Kracher, in dem Paxton einen Wirbelsturm-Jäger spielt. Das Script dazu stammt von dem zwischenzeitlich verstorbenen Schriftsteller Michael Crichton (richtig: der mit "Jurassic Park") und seiner Frau Anne-Marie Martin, die seinerzeit a) durch die Serie "Sledge Hammer!" in der Rolle der Dori Doreau zu Bekanntheit kam und b) infolge ihres Ballettrainings über ein Paar der erektivsten Waden der damaligen TV-Zeit verfügte. 

Zufall, dass in ihrem Skript eine von Helen Hunt gespielte, starke Frauenrolle auftauchte? Hm. Wer die Bücher von Michael Crichton liest, findet darin überraschend viele aktive oft dezidiert als muskulös beschriebene Frauencharaktere, die es dann aber in der da beschriebenen physischen Form so leider nie auf die Leinwand geschafft haben. Ich verweise dazu auf dieses alte Posting von niemand anderem als mir selber. Sind schon alles Zufälle, dass sich Paxton und Cameron zum einen und Paxton und Crichton da zum anderen zusammengefunden haben und dass da lauter muskulöse Frauen mit am Start waren...

Was ich damit der Welt und anderen Muskelmaedel-Liebhabern mitteilen will? Nun, das was ein alter Schlagertitel sagt: "Du bist nicht allein ..." 


Lange her: Dorothy beim Pumpen ihrer "Guns" ...