Sonntag, August 30, 2009

Neues von Milena Tevilova ...






















... das ist die mit Muckis bepackte Dame hier im Bild, die - das darf man mir glauben - auch so stark ist, wie sie aussieht. Das aus Bulgarien stammende Muskelmaedel habe ich kurzerhand einmal angemailt, nachdem an diversen Plätzen im Web zu lesen war, Milenas Seite sei abgeschaltet und Vermutungen aufkamen, sie habe sich aus dem Sport verabschiedet. Also habe ich bei ihr nachgefragt.

Und nach ein paar Tagen auch freundlich Antwort bekommen. Zuerst bedankte sie sich für die Fan-Mail aus Deutschland. Dann erklärte sie: Nein, die Seite sei nicht dauerhaft vom Netz, sie werde lediglich zur Zeit umgebaut. Na, dann warten wir mal, was da alles an schönen Dingen noch auf uns zukommt.
Sobald ich mehr weiß, werde ich es vermelden.

Samstag, August 15, 2009

My little China (muscle-) girl

Nicht erst seit David Bowie weiß die Welt: Asiatinnen sind stets freundlich und leise, dazu meistens schlank und biegsam. Zudem geht ihnen das traditionelle, von Unterwürfigkeit geprägte Rollenverhalten über alles. Ihre ausgefeilten Sexualtechniken verheißen auch solchen Trotteln wie mit allerhöchsten Genuss (immerhin kommt ja das Kamasutra aus Fernost). Und idealerweise sehen sie zudem noch so umwerfend sexy, geheimnisvoll und dabei fröhlich aus wie Lucy Liu (inklusive der Sommersprossen).

Oder?

Mag sein. Doch (mit Ausnahme meiner Aussage über die zum Niederknien entzückende Lucy Liu) sei das alles leise angezweifelt.

Nun, Bodybuilderinnen mit at least zum Teil asiatischen Wurzeln kennt die westliche Welt reichlich. Dafür sprechen so vertraute Namen wie Mah-Ann Mendoza (U.S.-philip- pinisch, hier im Bild), Juliette Bergmann (indonesisch-holländisch), Denise Paglia (U.S.-japa- nisch-italienisch), Paula Suzuki (japanisch-hawaiianisch), Dawn Riehl (U.S.-koreanisch), Marie Louise Mahabir (indisch-französisch), Brenda Raganot (U.S.-philippinisch) und andere mehr.

Doch handelt es sich bei dieser Personengruppe um Athletinnen, die fast alle zumindest seit ihrer Kindheit in Europa und Amerika leben oder gleich dort geboren sind. Und so sind sie natürlich mehr oder minder passend zu ihrem Umfeld geprägt („sozialisiert“ sagt der wie irre mit Fremdwörtern um sich werfende Fachmann, um so seinen Status als „Experte“ zu untermauern ...).

Doch trotz ihrer unübersehbaren asiatischen Gesichtszüge sind diese Damen wegen ihrer Erziehung und ihres Lebensweges weit davon entfernt, typische Vertreter der asiatischen Bodybuilding-Welt zu sein. Eben, weil sie nicht da aufgewachsen sind und/oder nicht dort leben.
Wer also sind die asiatischen Muskelmaedels? Gibt’s die überhaupt?

Aber hallo!

In Zeiten, in denen die Hauptwirtschaftskraft sich zusehends nach Fernost verlagert hat, trifft das Klischee von der typisch unterwürfigen Asiatin nicht mehr so ganz zu. Denn auch immer mehr Chinesinnen, Japanerinnen, Philippinas oder Koreanerinnen entdecken im Gefolge dieser ökonomischen Veränderungen, dass sie nunmehr auch ganz gut ihren persönlichen Lebensstil nach ihren Wünschen, sagen wir einmal, modifizieren können.

Das Ergebnis? Nun, auch aus Fernost kommen zusehends Maedels, deren Oberschenkel vor Kraft bersten. Und deren harte und voluminöse Bizeps-Muskeln in Ländern mit einer meistens wohl eher zierlichen Bevölkerung auffallen dürften wie rote Haare und grüne Augen.

Um mit Michiko Nishiwaki zu beginnen: Die Japanerin, 1957 geboren, war eine der Pionierinnen des FBB in Fernost. Sie gilt als erste japanische Power- lifterin. Sie buildete ihre Muskeln, wenn auch auf ein nicht so massives Maß, wie es heute üblich ist. Sie arbeitete nach ihrer Entdeckung durch Jackie Chan als Schauspielerin: So spielte sie in diversenFilem oft die Femme Fatale und zeigte auch einmal dämonisch-stolz ihre schwellenden Bizeps. Es folgte eine Karriere als Stuntwoman und -koordinatorin, unter anderem in: Blade, Man on the Moon, Drei Engel für Charlie, Rush Hour 2, The Scorpion King, Kill Bill 1 und 2, Memoirs of a Geisha and Resident Evil: Extinction.

Beispiel Aki Nishimoto: Die gertenschlanke Japanerin wirkt auf den ersten Blick sicher nicht gerade wie die fernöstliche Version einer Tina Lockwood. Aber sie ist in Wettkampfverfassung extrem hart und zudem sehr symmetrisch. Aki Nishimoto zählt nicht nur im japanischen Bodybuilding schon gleichsam zum Inventar. Und sie hat seit Ende der 1990er Jahre so ziemlich alles an Titeln eingefahren, was die asiatische Welt zu vergeben hat.

Beispiel Rowena Marcaida: Unge- achtet ihres ur-sächsischen Vornamens stammt diese Sportlerin von den Philip- pinen. Im vergan- genen Juni gewann sie die „NABBA Asia Pacific Championships“ als Gesamt- siegerin (der Frauenklassen, logisch – noch treten ja nicht der beste Mann und die beste Frau gegeneinander an). An diesem Wettkampf beteiligten sich Athletinnen aus dem gesamten asiatisch-australisch-pazifischen Raum, also inklusive den Philippinen, Neuseeland und Indien. Und an diesem Wochenende dürfte sie in Pattaya für die diesjährigen asiatischen Bodybuilding und Fitness-Meisterschaften auf der Bühne stehen oder wenigstens im Zuschauerraum zu finden sein. Sie hat ihre eigene Website.


Beispiel Mi-Hee Yu: Die Koreanerin nahm laut eigenem Bekunden nach der Geburt ihrer Tochter über Gebühr zu. Daraufhin begann sie mit Bodybuilding. Das Ergebnis sieht man hier – all das verteilt auf gut 1,57 Meter Körpergröße. Heute arbeitet sie als Aerobic-Lehrerin. Allerdings, so erzählte sie in einem Zei- tungsinterview, seien FBB in Korea immer noch schwer im Nachteil. Weder seien sie allgemein akzeptiert, noch könnten sie bei sportlichen Erfolgen Geld vom Staat bekommen, wie es der Fall bei den Männern sei.

Beispiel Jung Young Ji: Ebenfalls eine Koreanerin, aber eine, die es im Wettkampf auf eine wie gemeißelt wirkende Form bringt, verteilt auf zirka 58 Kilo. Sie gewann 2007 bei der Asienmeister- schaft im Frauen- bodybuilding den ersten Platz in eben dieser Ge- wichtsklasse. Ihr dürfte es in ihrem Heimatland nicht viel anders gehen als Mi-Hee Yu.

Beispiel Xin Li Cao alias Lili: 1981 ge- boren, ist sie Mongo- lin; ihre Heimat- stadt heißt Urumqi, die schöne Weide – heute lebt sie in New York (deswegen hat sie wie die meisten übrigen U.S.-FBB auch eine Website). Seit dem Alter von 12 Jahren als Judoka tätig, begann sie als 15jährige mit dem Gewichtheben und als 17jährige mit dem Bodybuilding. Seit 2000 hat sie sieben Titel und zudem mehrere Platzierungen unter den ersten dreien eingefahren.

Also – rabenschwarze, seidig schimmernde Haare, dazu mandelförmige, schwarze Augen in Kombination mit prallen, harte, straffen, sexy Muckis: Doch, das geht ...

Mittwoch, August 12, 2009

Neue Story: Neulich, im Pump Room

Sie waren alle nur noch extrem spärlich bekleidet, an den Füßen hochhackige Lackschuhe und am Leib je einen wie gelackt glänzenden Bikini. Dessen Stoffmenge hätte nicht mal für ein Taschentuch gereicht und wurde nur von einigen dünnen Kordeln zusammengehalten.

Eine dieser Kordeln sah ich infolge meiner kauernden Haltung direkt vor mir. In einer Distanz kürzer, als mein Unterarm lang ist: Sie lief zwischen zwei Pobacken hindurch – die zwei straffsten, rundesten, härtesten, weiblichsten Pobacken, die ich je gesehen hatte. Es wäre gelogen, würde ich sagen, dass ich da gleichgültig geblieben wäre. Ich glotzte und stierte und spürte, wie meine Hose immer unbequemer wurde. Schon wieder.

Zumal das nicht der einzige perfekte Knack-Po war – die gab es hier im Überangebot: Ich brauchte nur den Kopf zu drehen und konnte mir eine regelrechte Parade davon anschauen. Superhintern, die zu einer ganz speziellen Kategorie von Frauen gehörten. Muskelmaedels, Bodybuilderinnen und Kraftsportlerinnen bei der Wettkampfvorbereitung.

Beim Einüben von Posen, beim Herrichten der Frisuren und dem Auftragen eines durchaus grellen Bühnen-Make-ups. Beim Ölen und Cremen der superstarken und extrem ausgeprägten Muskeln. Und beim letzten Training vor dem Auftritt draußen auf der Bühne. 


Es roch nach Kokosöl und Franzbranntwein, nach Haarspray und Parfüm, nach Schweiß und Frau. Gleichzeitig murmelten Dutzende von Stimmen, blitzten und klickten zig Kameras. Zudem erklang aus jeder Ecke heraus jenes leise Klirren, das von den aneinander stoßenden Hantelscheiben auf den Eisenstangen herrührte. Im ersten Moment hatte mich das an jenes Geräusch erinnert, wie es beim Stapeln und Wegräumen von Porzellan entsteht.

In dem ganzen kahlen, aber wegen all dieser ganzen Aktivität tropisch-schwülen Raum verteilt fanden sich konzentriert blickende Athletinnen. Sie schwangen Hanteln, zogen Expander oder machten Freiübungen. Direkt neben mir eine, die in rasantem Tempo eine unglaubliche Zahl von Liegestützen absolvierte. Dabei stützte sie sich nicht auf dem Boden, sondern auf zwei Kurzhanteln ab. Sie musste also nicht nur ihren Körper hochdrücken, sondern gleichzeitig mit der Kraft ihrer Hände und Unterarme die Hanteln am Wegrollen hindern. Angesichts all der Adern, die sich dabei auf der stählernen Brust und den kantigen Armen abzeichneten, konnte ich mir ausrechnen, wie anstrengend das sein musste. Zeichen von Müdigkeit ließ die Muckidame aber nicht erkennen. Denn ich hörte, wie eine Freundin mitzählte. Als sie die Zahl »sechsundfünzig« ansagte, geschah zweierlei:

Der pralle Hammer-Popo vor mir bewegte sich. Seine Besitzerin drehte ihren muskelbepackten Rücken mit den ausladenden Schultern etwas, neigte ihren Kopf und fragte mit mahnendem, aber durchaus humorvollem Unterton: »He Kleiner, hallo! Bist du schon wieder erstarrt, oder was? Nun mach mal hinne damit!«

Das »hinne damit« bezog sich auf die Tube Bräunungscreme in meinen von Latexhandschuhen geschützten Händen. Und den Umstand, dass ich den Inhalt der Tube auf ihrer Haut verteilen sollte. Auf der samtigen Haut über diesem unglaublich prallen und gleichzeitig festen Doppelmuskel und auf dem Rest ihres vor sehnigen Muskeln nur so berstenden Körpers.

Ich schluckte, wollte sagen, dass ich eigentlich gar nichts mit diesem Trubel hier zu tun habe. Da sah ich plötzlich durch den Raum hindurch an all diesen herrlichen Gesäßen, an all diesen flachen Taillen, an diesen Mini-Höschen und an diesen klotzigen Oberschenkeln vorbei aus dem Augenwinkel den glasäugigen Albaner mit dem weißen Anzug im Türrahmen stehen. Und direkt dahinter seinen schweigsamen Schläger mit der Lederjacke, dem Schießeisen unter der Achsel und dem bleigefüllten Lederbeutel in der Tasche.

In dem Moment zog ich meinen Kopf hinter den Popo vor mir zurück. Ich ging gleichsam in Deckung hinter diesem massiven Zeugnis weiblicher Kraft. Und sagte »’tschuldigung – jetzt aber«, drückte einen Streifen Creme in meine latexbewehrte Handinnenfläche und begann zu reiben und zu verteilen.

Denn ich musste in Sekundenschnelle zweierlei gegeneinander abwägen. Was war schlimmer – wenn diese Muskelmaedels herausfänden, dass ich hier eigentlich nichts verloren hätte? Oder wenn ich in die Fänge des Albaners geriet und er oder sein Kompagnon diesen Lederbeutel an mir ausprobierten?
Oder mich gar als Ziel für Schießübungen nutzten?

So schnell, wie mein Gehirn diese Fragen formuliert und das Dilemma erkannt hatte, so schnell hatte es auch darauf geantwortet. Es gab die Anweisung: Frage eins lässt sich nicht sicher beantworten, wohl aber Frage zwei. Da gab es nur eine Lösung: Bleib, wo du bist.

Das alles hatte in der Nacht am Abend zuvor begonnen. Bei einem illegalen Pokerspiel in dem mit lauter Euro-Paletten gefüllten und mit schier undurchdringlichem Tabakrauch geschwängerten Lagerraum einer Spedition. Hatte angefangen, als ich nach mehreren Stunden auf der Piste schließlich dort in einer wodkatrinkenden Runde landete. Zu der gehörte neben diversen anderen Halbweltgestalten eben auch der Glasäugige. 


Und es hatte damit begonnen, dass der glasäugige Albaner beim Aufdecken ein spezielles Blatt präsentierte. Und damit, dass er zuletzt die Herz Neun hinlegte. Und damit, dass das ein offensichtliches Falschspiel war. Denn eben die Herz Neun hatte ich vorher in der Hoffnung auf einen schwarzen Straight abgeworfen.

Nun, ein Wort gab das andere. Daraufhin hielten zwei der anwesenden Halbweltgestalten den glasäugigen Albaner vom Tisch fern. Gleichzeitig kontrollierte der dritte die abgeworfenen Karten. Und siehe da: Auch da gab es eine Herz Neun.

Dann begann der Tumult. Denn irgendwie konnte der glasäugige Albaner ein Signal nach draußen geben; ich nehme an, mit seinem Handy. Das hatte er wie beiläufig in die Hand genommen, als ich ihn beschuldigt hatte. Jedenfalls flog unmittelbar darauf die Tür auf. Und sein Leibwächter (oder was auch immer er war) stürmte in den Raum, seine Pistole unter der Achsel hervorziehend und dem Albaner das ominöse Ledersäckchen reichend.

Während der Leibwächter die anderen mit der Pistole in Schach hielt, drängte er, ohne ein Wort zu sagen, diese Leute nach hinten in den Lagerraum weg. Der Glasäugige aber schlug das Ledersäckchen erst in die linke Handfläche und dann mit Schmackes auf den Tisch. Es klatschte dumpf. Die Karten, die Gläser und das Geld hüpften hoch. Und man sah an der trägen Bewegung des Beutels, wie schwer er war.

»Bleistaub unn Sand«, sagte der Albaner und lächelte unfreundlich. Dann begann er um den Tisch herumzugehen. In meine Richtung. Und sagte ganz leise, so dass nur ich es hören konnte: »Dich mach ich alle. Das sacht niemann su mir, hörssu? Niemann!«

Ich warf den Tisch um. Der Albaner versuchte auszuweichen, stolperte und fiel hin. Darauf sprang ich über den Tisch, trat ihm auf die Schulter und katapultierte mich von da regelrecht in Richtung Tür. Und ging stiften.

Freilich hatte ich sie im Nu an den Hacken. Den glasäugigen Albaner. Den schweigsamen Leibwächter. Und noch ein paar andere.

Um es kurz zu machen: Sie hetzten mir nach. Ich schlug Haken, um sie abzuhängen. Zwei, dreimal glaubte ich, sie abgeschüttelt zu haben. Doch jedes Mal tauchten sie ein paar Sekunden später wieder auf. Ich rannte weiter durch die Nacht und die dank reichlicher Niederschläge feuchten und glatten Straßen. Wurde pitschnass, durch den Regen und durch meinen Schweiß.

Jagte immer weiter, hatte Seitenstiche wie verrückt. Bog um eine Ecke und schlug wieder einen Haken --- und sah plötzlich auf Bürgersteighöhe ein offenes Kellerfenster und dahinter Schwarz. Ohne lang zu überlegen, ging ich zu Boden, schob mich durch, schickte ein Stoßgebet ab und ließ mich ins Dunkel gleiten. Ich fiel nicht, sondern landete direkt auf den Füßen. Eine Sekunde später hatte ich das Fenster zugedrückt. Ich sah durch das auf dem Glas ablaufende Regenwasser,  wie draußen einige schemenartige Figuren vorbeihetzten.

Da verriegelte ich ganz sacht und leise das Fenster und ließ mich zu Boden sinken. Ich wartete. Nichts. Schaute ein paar Mal raus. Jedes Mal nichts. Da beschloss ich, vorläufig zu bleiben, wo ich war. Am besten bis zum Morgengrauen. Das sollte, so dachte ich, gut auszuhalten sein. Denn überraschenderweise war es in dem Raum nicht gerade kühl, sondern recht warm. Mir troff davon sowie von all dem Wodka und dem Gerenne und der Aufregung her der Schweiß nur so herunter.

Ich setzte mich in eine dunkle Ecke auf eine Bank, um mich zu beruhigen. Langsam gewöhnten sich meine Augen an das Dunkel. Meine Pulse sanken. Der Schweißfluss versiegte. Das schien ein anderer Lagerraum zu sein – nein, vielmehr das Nebenzimmer einer Turnhalle oder einer Mehrzweckhalle. Das erkannte ich an einer Reihe Spinde. Und Turnmatten. Prima, dachte ich, da hau ich mich bis zur Dämmerung hin. Gesagt, getan.

Ich weiß nicht, wie lange ich da geschlafen habe. Meine Uhr lag zuhause auf dem Nachttisch. Das Handy war aus; ich hatte vergessen, den Akku zu laden. Aber auch ohne meine Zeitmesser wusste ich, dass ich ganz bestimmt viel zu lange geknackt hatte. Jedenfalls war es draußen schon richtig hell, als ich endlich wach wurde. Und als mir die Sonne durchs Fenster ins Gesicht schien, schoss ich hoch. Ich schaute mich um, bis ich die Tür entdeckt hatte. Ich ging hin und prüfte das Schloss. Unverriegelt. Vorsichtig öffnete ich die Tür, steckte den Kopf raus – und zog ihn sofort wieder zurück.

Draußen war eine etwas größere Halle. Und in der tummelten sich bestimmt ein Dutzend Leute in und Arbeits- und Sportklamotten. Räumten Kurzhanteln, Hantelstangen, Scheiben und ein paar von diesen gepolsterten Stahlbänken ein, wie es sie in jedem Fitnessstudio gibt. Ich hatte keine Ahnung, was die Leute damit vorhatten – ich sah nur, dass ich jetzt nicht hinaus konnte. Sachte schloss ich die Tür und drehte den Schlüssel um.

Tja, was nun? Rausgehen und meine Geschichte erzählen? Ich lachte kurz und bitter, weil mir die garantiert niemand abnehmen würde. Und mich dann wegen Einbruch drankriegen lassen? Keine gute Idee. Also hieß es erst einmal zu warten.

Und dann fiel mein Blick in den Spiegel neben der Tür. Ich erschrak: Mein Jackett war völlig verdreckt und verknittert, mein Gesicht schmutzig und meine Haare standen ab, als hätte ich einen Stromschlag bekommen. Mit einemmal fühlte ich mich auch völlig verklebt. Nur meiner schwarzen Jeans, der sah man keine Spuren der nächtlichen Action an, jedenfalls nicht von weitem nicht.

Damit war eh klar, was ich als erstes zu tun hatte: Ich musste mich erst mal herrichten. Gott sei dank gab es einen Nebenraum mit Toilette, die ich sofort benutzte. Dann ging's retour zu meinem Turnmattenstapel. Neben dem befand sich nämlich ein Waschbecken mit vollem Seifenspender, ein Automat für Papierhandtücher und ein zweiter für Stoffhandtuchrollen. Also verriegelte ich vorsichtig die Tür von innen und wusch mich sorgsam. Dabei achtete ich darauf, möglichst wenig Wasser laufen zu lassen und es nicht groß rauschen und plätschern zu lassen. Die feuchten Haare kämmte ich mit den Fingern. Die Zähne putzte ich mit dem Papier aus dem Automaten. Als ich mich wieder für vorzeigbar hielt, steckte ich den Finger durch die Garderobenschlaufe am Sakko-Kragen und warf es lässig über die Schulter. Ich atmete ich durch und öffnete erneut die Tür.

Noch mehr Leute.
Noch mehr Sportgeräte.
Das sah wie etwas Größeres aus.
Wie eine Veranstaltung, geplant für den heutigen Tag.
Verdammt.
Tür wieder zu.

Und gleich wieder auf. Denn ich hatte etwas entdeckt: Viele der Leute da draußen trugen schwarze T-Shirts mit irgendeinem bunten Logo auf dem Rücken und einer großen weißen Schrift darüber. Und genau von diesen T-Shirts lag ein Stapel direkt neben meiner Tür auf dem Stuhl, jedes noch in seiner durchsichtigen Nylon-Folie.

Das war die Chance!
Tür wieder auf.
Ein Blick in die Runde.
Niemand schaute her.
Ich atmete tief ein, und dann halb wieder aus.
Da ging ich den einen Schritt zum T-Shirt-Stapel.
Ich bückte mich und sah wie erhofft und somit sehr erleichtert: Die Größen der Shirts standen auf der Folie. Und gleich das dritte von oben hatte meine Größe. Ich nahm es und ging retour in »meine« Kammer. Folie aufreißen und mein Hemd gegen das Shirt tauschen, das war eins. Dann noch das Hemd und das Sakko ordentlich zu einem Bündel falten und verschwinden, das war zwei.


Zumindest dachte ich das.

Ich ging aus dem Raum und ging mit möglichst gleichmäßiger Miene die Tür raus --- nur um nach drei Schritten von hinten angerufen, ja fast schon angepfiffen zu werden: »He, du da! Meister, ja du! Der blonde Schlaks! Wie wär’s, wenn du mal mit angreifst?«

Tja, und so drehte ich mich um, legte mein Bündel auf die Holzablage einer Garderobe und griff mit an. Ich fiel gar nicht auf. Anscheinend hatte man die Leute von überall her angeheuert, ohne dass die einander kannten. Und so stellte ich diese Hantelbänke auf. Ich legte Hantelstangen auf die dazugehörigen Ablagen. Ich schleppte ein paar hundert Kilo Eisenscheiben von einem LKW in die Halle und auf eine große Bühne direkt davor.

Hier ging es wohl um eine Sportveranstaltung. Die hieß »FS&M«, wie ich lesen konnte, wie auf meinem Shirt im Halbrund über dem bunten Logo mit einer Sportlerin stand. Aber ich hatte keine große Zeit und Lust, zu erkunden, was die Abkürzung bedeutete und um was es da genau ging. Da lief ich ja Gefahr, mich zu verraten und mir so womöglich Ärger einzuhandeln.

Wenigstens musste ich nicht hungern und dürsten: Überall standen Schüsseln mit Bananen und Äpfeln sowie Studentenfutter. Es gab massenhaft von diesen Proteinriegeln, wie man sie im Reformhaus bekommt. Und ein Automat, an dem jemand Milchshakes mit Muskelpulver in allen Geschmacksrichtungen mixte, der fehlte auch nicht. Mir wären zwar nach der harten Nacht ein dicker, fetter Burger mit Extra-Käse und ein doppelter Espresso lieber gewesen. Aber man kann ja nicht alles haben. Es war alles soweit ganz prima, nur: Ich kam nicht weg. Nichts zu machen. Immer wollte jemand was von mir. Und wie gerade gesagt: Ich wollte bloß nicht auffallen.

Dann kamen die Leute, für die wir das alles aufgebaut hatten.
Aber was war das denn?
Ich war völlig baff!
Das waren keine Männer, sondern --- Frauen.

Sie trugen zwar alle normale Straßenkleidung oder Sportklamotten, aber man sah allen an, dass etwas Besonderes anlag. Jede von ihnen hatte viel Zeit beim Friseur verbracht und trug toll zurechtgemachte Haare. Und angesichts so manchen Gesichts fragte ich mich, ob die Ladies alle direkt von einem kalifornischen oder italienischen Strand kämen. Die Damen waren alle unglaublich braun. Na, abgesehen von den drei Farbigen, die zu der Truppe gehörten und deren Teint ja von Natur aus keine künstliche dunkle Tönung benötigte.

Die Maedels packten ihre Taschen in die Ecken, wobei ihnen (soweit vorhanden) ihre Freunde oder Begleiter halfen. Ja, und dann kam der Moment, an dem ich anfing, Bauklötze zu staunen. Ich fragte einfach einen meiner Kollegen, was denn noch mal »FS&M« hieße. Und der sagte: »Female Strength and Muscle«.

Also! Ich schluckte. Es ging hier nämlich um eine Vorführung von Kraft und Muskeln – aber um ihre Kraft und um ihre Muskeln. Die Damen waren samt und sonders versierte Bodybuilderinnen und bestens trainierte Kraftsportlerinnen. Und es stand an dem Tag zweierlei auf dem Programm: Die Maedels sollten ihre Muskeln auf der Bühne zeigen. Und sie sollten sich bei diversen Kraftvergleichs-Übungen miteinander und untereinander messen.

Ich staunte, staunte und staunte. Von so etwas hatte ich gehört, aber es bisher nie weiter verfolgt. Nun sah ich es erstmals direkt vor mir. Und mein Staunen verwandelte sich in schieres Gaffen, als die Maedels ablegten. Und das bis auf einen Restbestand an Kleidung, der in jedem Fall zur Kategorie »supersexy« gehörte: Die einen trugen alte zerrissene und äußerst knappe Jeans-Shorts und ein ebenso knappes Top. Die anderen einteilige, bein- und armfreie sowie immer hautenge Trainings-Klamotten aus glänzendem Spandex. Und die nächsten Bikinis, deren Stoffmenge sich allenfalls mit der Lupe feststellen ließ. Gemeinsam war den meisten aber eins: Ihre Füße schlüpften nicht in Sportschuhe, sondern in Badelatschen.

Doch die spärlichen, männermordenden Hüllen waren nur das eine. Das andere, wesentliche Spektakulärere lag in dem Umstand, was da für Körper zum Vorschein kamen! Breite, sich weit spannende Schultern. Harte, vorgewölbte und ausgeprägte Brustmuskeln über meist kleinen und festen Brüsten. Rücken in der Form eines riesigen, auf der Spitze stehenden Dreiecks. Bauchmuskeln, bei denen man beim Atmen jede Kontur erkennen konnte. Gesäßbacken in fester und praller Rundung. Oberschenkel, die sich nach außen in einem weiten Bogen wölbten. Die auch innen dick und fest bepackt waren und deren Muskelteilung sich bei jeder Bewegung unter der Haut abzeichnete. Mächtige Waden, breit, hart und kantig.

Und dann die Arme! Venenüberzogene Unterarme, die bei jeder Bewegung zuckten und vibrierten. Oberarme, die in gestrecktem Zustand unten bogenförmig, sich dick nach außen wölbende Stränge aufwiesen. Dagegen wuchsen bei jeder Beugung oben diese unglaublichen Bizepsmuskeln in die Höhe – imposante Muskeln, die nur so vor Kraft strotzten.

Im ersten Moment war ich erschrocken. Auf Damen mit solchen Muskelbergen war ich in keiner Weise vorbereitet. Das schien mir auch überhaupt nicht zusammenzupassen: Oben der Kopf eines bildhübschen Maedels oder einer sehr attraktiv wirkenden Frau. Und dann darunter dieser gigantische Körperbau, der denjenigen eines normalen Mannes bei weitem übertraf.

Ich fühlte mich völlig verunsichert. Das stimmte mit dem allgemein üblichen Rollenbild nicht überein. Ein Rollenbild, das natürlich auch ich verinnerlicht hatte. Oder nur zu verinnerlicht haben schien? Denn noch mehr als über diese nunmehr in Badelatschen und Rest-Bekleidung einherwandelnden Kraftpakete staunte ich über meine Reaktion darauf. Genauer gesagt: Ich entsetzte mich über das, was ich bei diesem Anblick fühlte. Ich ekelte mich nämlich nicht davor. Überhaupt nicht. Es gefiel mir. Es gefiel mir sogar sehr: Es war so einschüchternd, wie es gleichzeitig erregend war.

Wie sie sich allein schon bewegten! So selbstsicher! Und dennoch mit so weiblichen Gesten wie dem Nach-Hinten-Werfen der Haare, dem Abwinkeln der Hände oder dem Ablegen der Pullovers, indem die Hände ihn unten am Saum über Kreuz erfassten und dann nach oben zogen. Wie sie gingen! Die Muskeln in Rücken und Schultern sorgten oberhalb der Taille für eine extrem gerade, stolz wirkende und breit gereckte Haltung. Die der Oberschenkel bewirkten, dass sie regelrecht schritten. Jedenfalls kam mir das so vor. Zudem schwang die ein oder andere ihre Hüften, dass eine Sexbombe wie Marilyn Monroe blass geworden wäre.

Und dann diese Beweise ihrer überlegenen Kraft! Hier absolvierte ein Maedel erst eine Unzahl an Kniebeugen, um dann noch eine einbeinige Variante vorzuführen. Zuerst mit links, dann mit rechts und das jeweils nicht benutzte Bein gerade ausgestreckt! Da machte die nächste Klimmzüge – ich hörte bei fünfzehn auf zu zählen, weil mich da einer der Organisatoren rief, um ihm zur Hand zu gehen.

Als ich dann mal wieder etwas durch die Halle trug, kam ich an einem blonden Maedel vorbei, das in den Spagat ging – aber wie! Mit der Grazie einer Tempeltänzerin sank sie zu Boden und stützte ihre Handflächen auf. Und dann drückte sie ihren Unterkörper vom Boden ab, so dass ihr ganzes Gewicht auf den Händen ruhte. Nur auf den Händen! Ihre Oberschenkel bewegten sich nun mit unendlicher Ruhe aufeinander zu, während ihre Trizepsmuskeln unter der Belastung immer mehr anschwollen. Als ihre Oberschenkel aneinander lagen, senkte sie den Unterkörper --- und steckte die Beine zwischen den Armen nach vorn hindurch. Dann ging sie in den Spagat, mit einer Leichtigkeit, als würde sie sich nur auf einen Stuhl setzen. Und drückte ein paar Mal ihren Schritt nur durch Anspannen der Oberschenkel vom Boden ab.

Als wäre das noch nicht genug, stützte sie erneut ihre Hände auf. Sie ging in den Handstand, ohne dabei mit etwas anderem als den Handflächen den Boden zu berühren. Dann senkte sie sich erneut langsam und kontrolliert ab. Noch in der Luft spreizte sie ihre Beine weit auseinander. Becken und Beine kippten nach vorn ab. Als sich nun ihr Popo dem Boden bis auf wenige Zentimeter näherte, lagen die Knieinnenseiten an den Außenseiten der Arme an. Bei alldem berührten wieder nur ihre Handflächen den Boden. All das vollzog sich nicht etwa schnell, sondern in aufreizendem Zeitlupentempo – so dass man erst recht einen Eindruck davon bekam, wie stark sie war.

Ja, und die ganzen Hanteln, all die Expander und Thera-Gymnastikbänder! Die Maedels zogen das Gummi- und Latexzeug mit den Armen auseinander. Sie schwangen Hanteln mit beiden Armen. Sie drückten sie über den Kopf hoch. Legten sie sich auf die Schultern und beugten die Knie oder zogen sie bis zum Kinn hoch – all das viele Male.

Richtig schlucken musste ich, als ich dann sah, wie sie mit den Hanteln loslegten. Und nicht mit den leichten. Ich weiß noch, dass ich beim Einräumen dieser Geräte für manche eisenbeladene Kurzhantel zwei Hände gebraucht hatte. Natürlich hatte ich mich da gefragt, was man um Himmels willen mit so einem extremen Gewicht anfinge. Nun bekam ich die Antwort.

Da lag eine auf so einer kunstlederbekleideten Bank, die dicken Brüste unübersehbar nach oben gereckt, das Kreuz hohl, während sie mit abgewinkelten Armen in jeder Hand zwei mit einer Unzahl von Scheiben
kolossal beladene Kurzhanteln hielt. Während sie die nun mit der Kraft ihrer Brust, ihrer Schultern und ihrer Arme auf und ab drückte, zählte ich die bunt lackierten Scheiben auf den zwei Stangen: Das waren jeweils zehn – kurz überschlagen: Fünfzig Kilo pro Hantel, machte hundert Kilo insgesamt. Mir wurde heiß und kalt.

Oder dann direkt vor mir eine Dame mit afrikanisch-schwarzer Haut, der ich als nächstes zusah: Die farbige Athletin griff sich ein Paar monströser Kurzhanteln, auf deren Seite in Weiß mit Schablone der Schriftzug »28 kg« aufgespritzt war. Nun stellte sich dieses Muskelmaedel mit dem riesigen Afro und den großen dünnen Goldohrringen gerade hin, die Hände auf Hüfthöhe, in jeder eins von diesen Eisenungetümen.

Und dann hob sie Unterarme und senkte sie wieder. Hob und senkte, hob und senkte, ihr Atem kam in Stößen und sie begann zu schwitzen, aber sie behielt die Kontrolle über die Hanteln. An ihren Unterarme trat das Aderngeflecht unter der Haut noch prägnanter hervor, und ihre Bizeps-Muskeln schienen anzuschwellen, immer weiter und mehr, bis ...

»He, Meister, du bist nicht hier zum Glotzen!«, dröhnte es da in meinem Ohr. Ich schrak zusammen. Einer der Organisatoren stand neben mir. Ich hatte ihn gar nicht kommen hören. Kein Wunder: Es klirrte und schepperte um mich herum. Und mittlerweile dröhnte aus jeder Ecke mehr oder weniger laut Musik von Klassik bis Pop, zu deren Melodie und Rhythmus die Damen die einzelnen Muskeln anspannten – ich verstand: das war wohl der Probelauf für die Bühnenshow. Dem Organisator war das aber momentan egal. Er fuchtelte mit den Armen und raunzte mich an: »Mach dich nützlich. Hilf beim Pumpen und beim Ölen und so! Los, hopp, hopp!«

Pumpen und Ölen?

Was war das denn für ein Text? Hörte sich ja an wie auf einer Bohrstation in der Nordsee! Doch blieb ich nicht lange im Unklaren. Denn da zupfte mich etwas an meinem T-Shirt. Ich drehte mich um und sah in ein paar schöner grüner Augen unter einer feuerroten Haarpracht, die ihre Trägerin in einen dicken Zopf geflochten hatte. Sie wischte sich den Schweiß von der Stirn und lächelte mich von oben herunter an, da sie ungefähr eine halbe Handbreit größer war als ich.

»Du könntest mir helfen.« Eine rauchige, warme Stimme, wie ich trotz der ohrenbetäubenden Klangkulisse um uns herum hören konnte. Rauchig und warm und mit einer ähnlichen Wirkung wie eine Frauenhand in deiner Hose. Ich verscheuchte den Gedanken und neigte meinen Kopf mit einer Hand am Ohr zu ihr hin. Wie in der Disco. Sie sagte: »Meine Leute haben angerufen. Autopanne. Brauchen bestimmt noch drei Stunden. Gedehnt und aufgewärmt bin ich schon, ich muss daher jetzt unbedingt weitermachen. Also?«

Ich schluckte. Denn die Rothaarige war nicht nur sehr attraktiv, sondern auch groß. Und breit. Eckige massive Arme, deren Konturen dank des Schweißes extrem klar zu erkennen waren. Sie wirkten schon in entspanntem Zustand voluminös und massig. Auch ihr Oberkörper schien regelrecht titanisch zu sein, soweit ich das unter dem Sweatshirt mit den abgerissenen Ärmeln sehen konnte. Unwillkürlich glotzte ich schon wieder.

Dann fiel mir wieder der Albaner ein, meine Flucht und mein Einbruch. Da schluckte ich den Kloß im Hals runter, überwand mich und sagte: »Klar, was kann ich tun?«

»Mir beim Pumpen helfen«, sagte sie. Als sie meinen fragenden Blick bemerkte, erklärte sie es. Pumpen war nichts anderes als ein spezielles Training. Es kam darauf an, die Muskeln schwellen, an Volumen und Kontur gewinnen zu lassen. Noch mehr? Noch dicker? Ich schluckte wieder. Fand die Vorstellung spannend, aus nächste Nähe zu sehen, wie das vonstatten ging. Dann erschrak ich. Denn allein schon der Gedanke an diese Vorstellung führte bei mir zu einer entsprechenden Reaktion. Eine, die auch was mit Muskeln, Blut und Anschwellen zu tun hatte. Und ich fragte mich völlig erschüttert, wieso denn ausgerechnet mir so etwas gefiele und ...

Doch diese Grillen verscheuchten sich flugs. Denn sie erklärte sofort das ominöse »Pumpen«. Sie hob eine Hantelstange auf, setzte sich hin und legte die Stange in ihren Schoß. Dann erklärte sie mir das Prinzip: Ich müsse ihr helfen, wenn sie das sage. Entweder müsse ich das Gewicht leicht anheben, sagte sie, oder sacht drauf drücken. Das erste, um ihr pro Übung noch mehr Wiederholungen zu ermöglichen. Das zweite, um die Übung im richtigen Moment und ohne Unterbrechung um den benötigten Tick zu erschweren.

Es gehe dabei, sagte sie, nicht darum, ihr das Gewicht zu erleichtern oder mit aller Kraft draufzudrücken. Statt dessen solle ich nur ganz leicht durch bloßes Anlegen der Finger und der Hände helfen. Ich verstand: Das alles war schlichtweg nur Psychologie, um ihren Kopf und das »Ich-kann-nicht-mehr-Gefühl« auszutricksen. Richtig zupacken und unterstützen müsse ich nur, wenn sie das deutlich sagen würde.

Nach dieser theoretischen Kurzeinweisung folgte der praktische Teil, indem sie mir mit den Fingerspitzen demonstrierte, wieviel oder besser wie wenig Druck ich ausüben solle. Allein schon diese Berührung elektrisierte mich regelrecht. Ihre schlanken, aber starken Hände mit den knallroten Fingernägeln atmeten soviel animalische Kraft, ihre sachten Bewegungen und der leise Druck ein solches Gefühl für Sinnlichkeit aus, wie ich es noch bei keiner Frau erlebt hatte: Ich hatte das Gefühl, mir müsse gleich die Hose in Stücke gesprengt vom Leib wegfliegen.

Dann legte sie die Stange weg und begann: Für mich, dessen Sport sich auf gelegentliches Laufen beschränkte, war diese Art von Training total heftig – für sie war es etwas »mit leichten Gewichten und vielen Wiederholungen«.

Sie absolvierte Klimmzüge, wobei sie die Stange breit ergriff. Aber das sah anders aus als bei meinen kümmerlichen Versuchen seinerzeit in der Schule. Nichts da mit Hochwuchten, Beineschlenkern und kraftlosem Runtersinken. Sie zog sich mit abgewinkelten Beinen geruhsam hoch und ließ sich ganz ruhig und kontrolliert wieder absinken. Und rauf und runter, rauf und runter — bis sie dann ein »Jetzt!« hervorstieß und ich ihr mit meinen Fingerspitzen an den Schienbeinen noch dreimal hochhalf.

Danach kam die Brust an die Reihe: Sie absolvierte eine Runde Bankdrücken mit »leichten« vierzig Kilogramm — das aber hundertmal. Dann hundertmal fünfundzwanzig Kilog für den Nacken. Die Schultern trainierte sie, indem sie ihre Arme ausstreckte, die Fäuste ballte und mich dann aufforderte, meine Hände auf ihren Handrücken zu legen und zu drücken.

Für die Oberarme gab es
»Bizeps-Curls« - ich lernte die Begriffe dieser Welt schnell kennen. Aber statt Hanteln benutzte sie ein Handtuch. Es wurde in eine Schlinge gelegt, die sie in die Hand nahm. Ich hielt mit meinen Händen die beiden Enden. Dann begann sie gegen meinen Widerstand zu ziehen — also mit einem Arm gegen meine zwei. Und schon bald schienen meine Arme in Flammen zu stehen, während sie unverdrossen mit schier endloser Ausdauer zog und zog: Jeder ihre Arme war einzeln stärker als meiner, besser ausgeprägt sowieso, wie ihre stetig praller werdenden Bizeps-Muckis zeigten.

Ja, und dann kamen die Beine an die Reihe. Sie machte »Squats«, wie sie das nannte. Auch das Wort kannte ich noch nicht. Aber ich sah rasch, dass das nur der Szene-Ausdruck für Kniebeugen war. Freilich nicht die Ordinäre aus dem Sportunterricht, sondern die mit Gewicht. Sie schnallte sich einen mächtigen Ledergurt um die schmale Taille und gab mir auch einen. Dann legte sich eine Hantelstange mit ungemütlich aussehenden Eisenplatten auf den Nacken und sagte: »Du hilfst mir wie gehabt, wenn ich's sage.«
Ich schaute fragend, den Gurt in der Hand.
Darauf sie: »Schnall das um. Sicherheitshalber. Besser fürs Kreuz. So. Stell dich hinter mich und halte die Hände in der Nähe der Hantel. Du musst mit der Bewegung mitgehen und hilfst mir wie gehabt. Und musst halten und beim Ablegen helfen, wenn was schiefgeht.«

Ich stellte mich hinter sie.
Mit Sicherheitsabstand, Sie verstehen.
Sie sagte: »Näher ran, sonst hast du keine Kontrolle.«
Ich ging näher ran.
Körperkontakt.
Und sie sagte: »Oh, oh, das Training wirkt. Ich spüre schon, wie alle Muskeln schwellen.«
Und lachte laut.
Dann absolvierte sie ihre Kniebeugen, wieder hundert Stück.

Damit beendete sie ihr Aufwärmprogramm und sagte, jetzt käme das Einölen. Sie reichte mir aus ihrer Tasche eine Tube mit einer speziellen Bräunungscreme, zwei Latexhandschuhe und eine Dose Haarspray: »Die Handschuhe brauchst du, sonst versaust du dir die Finger. Und das Haarspray kommt zum Schluss überall drauf, damit die Haut schön glänzt und man meine Muskeln richtig schön sieht. Hach!«

Dann zog sie mich am Ärmel von dem Kniebeugen-Bereich hinüber in eine Ecke. Dort ließ sich schon eine Reihe anderer Muskelmaedels den stählernen Body salben und ölen. Hier war es womöglich noch lauter, weil die Ladies immer wieder ihre Posen durchgingen. Und mit einem Grinsen der Sorte, für das man im Wörterbuch einen Begriff wie »maliziös« findet, rief sie mir ins Ohr: »Glaubst du, Kleiner, dass du das ohne größeren Unfall aushältst?«

Ich schluckte, versuchte souverän zu schauen und nicht zu stieren (was mir sicher nicht gelang) und sagte: »Sicher, ich habe schon mal eine Frau gesehen. Auch ohne alles.«
Das boshafte Grinsen verstärkte sich: »Na, wenn's so ist, dann kann ja nichts passieren.«
Mit den Worten schlängelte sie sich aus ihrer Fetzenjeans, zog ihr ärmelloses Sweat-Shirt über den Kopf. Dann schaute sie mich genau an und prustete los — Gott sei Dank ging das in all dem Radau unter.

Denn nun stand sie vor mir. In einem Nichts von schneeweißen Bikini aus einem glänzenden
und mit Strasssteinchen lederartigen Material. Das Höschen und die zwei Teile des Oberteils jeweils nicht größer als ein Suppenlöffel, all das zusammengehalten von einem trickreichen System von Schnüren um den Hals, am Rumpf und durch den Schritt.

Und nun stelle man sie sich vor — dieses Muskelmaedel. Dessen Body war nicht nur in perfekter Symmetrie austrainiert, er atmete auch aus jeder Faser eine schier unüberwindliche Kraft. Zudem ging all das mit weiblicher Körperwärme und mit einladender Haut und ihrem persönlichen, sehr angenehmen Geruch einher.

Ich glotzte. Und glotzte.
Sie lachte — dann legte sie mir die Hand auf den Arm und sagte: »Okay, okay. Meine Verfassung scheint ja echt top zu sein. Wenn die Kampfrichter nachher auch so reagieren, habe ich das Ding im Sack. Nun hör auf zu drücken, Blondie, und schmier das Zeug drauf.«

»Das Zeug« war die braune Hautcreme. Und »drücken«, das war das, was ich gerade während meines Stierens getan hatte. Nämlich die Bräunungscremetube fast zur Hälfte auszuleeren, ohne es auch nur zu bemerken.  Ich bückte mich und begann sie einzureiben. Von den Füßen an aufwärts über ihre Waden, die bei jeder Anspannung unter der Haut zu klotzigen Gebilden in Form umgekehrter Herzen mit eckiger Kontur anschwollen. Über ihre Oberschenkel! Deren Volumen und Härte erinnerte mich an Baumstämme, während die glatte Haut darüber zu endlosem Streicheln einlud — mit Müh und Not konnte ich mich beherrschen.

Ja, und dann sollte ihr Popo an die Reihe kommen. Ich hatte ihn direkt vor mir. Die ganze ausladende Pracht dieser straffen und festen Backen, die bei jedem Zucken höchst einladend auf und ab sanken. Ich war drauf und dran, jede Vorsicht fahren zu lassen und diese Herrlichkeit mit Küssen einzudecken.

Doch genau da musste ich etwas zur Seite rücken, als die Athletin neben mir zu Boden ging und mit Liegestützen begann. Mit einem Ohr hörte ich, wie ihre Freundin die Zahl der Liegestütze zählte. Und schaute entgeistert zu. Bei Nummer sechsundfünfzig geschah, wie eingangs beschrieben, zweierlei:

Erstens forderte meine Rothaarige mich auf, »hinne zu machen«.
Und zweitens sah ich den glasäugigen Albaner. Und seinen schweigsamen Adlatus. Den mit dem ganzen Mordwerkzeug unter der Achsel und in der Tasche.
Das ernüchterte mich auf einen Schlag.

Ich ging hinter ihrem Po in Deckung und schmierte mit zitternden Händen. So, als ob mich all das nichts anginge. Doch leider nutzte das alles nichts. Denn zweierlei war gegen mich: Erstens das Licht direkt über mir. Und zweitens meine Haare. Die sind hellblond und sehr dicht; ich trage sie recht lang. Eigentlich mein ganzer Stolz, aber eben auch extrem auffällig. So auffällig, dass der Albaner wohl trotz meines Wegduckens einen Blick darauf erhaschte und sofort eins und eins zusammenzählte. Und eh ich mich versah, stürmte er samt seinem Helfer quer durch die Halle.

Niemand kümmerte sich um ihn.
Alle waren beschäftigt.
Und ich wie gelähmt.
Binnen Sekunden stand er vor mir.
Funkelte auf mich herab, sein noch intaktes Auge vor Wut lodernd, während er die Hand nach hinten zu seinem Schergen hin aufhielt. Der platzierte darin wieder den bereits beschriebenen Ledersack. Der Albaner ließ den erneut in die Handfläche klatschen — wegen all der Musik hörte ich zwar nichts, die Geste wirkte aber genauso bedrohlich wie gestern Nacht. Dann streckte er den Finger aus und rief: »Du! Jetz' bissu fällick!«

Das war der Moment, wo alles anders wurde. Denn mein Muskelmaedel hatte die kleine Szene mitbekommen, das ging ja gar nicht anders. Sie rief mit hochgezogenen Augenbrauen: »Hey, hey — was wird das denn?«
Und ohne sich groß zu bewegen, streckte sie einfach ihren Arm aus und packte des Albaners Hand, die mit dem bleischweren Ledersäckchen.
Sie drückte blitzartig zu.
Sehr, sehr fest, wie das Zucken ihres mächtigen Armes zeigte.
Das tat dem Albaner wohl sehr, sehr weh.
Er ließ das Säckchen fahren, sank wie vom Blitz getroffen in die Knie und schaute mit schmerzverzerrtem Gesicht zu ihr auf, die sie hoch gereckt und breitbeinig und stolz vor ihm stand, mit einer Hand drückend und die andere lässig in der Hüfte.

Sie hatte die Lage völlig unter Kontrolle — doch nur einen Moment: Da hatte der Schweigsame seinen Schreck abgeschüttelt und zückte mit Blitzestempo seine Pistole. Ein glitzerndes Ding, versilbert, vernickelt oder rostfrei, was weiß ich, aber in einem ganz dicken Kaliber, das mir so groß vorkam wie der Durchmesser von einem Abflussrohr: Er hielt mir das Instrument mit der Mündung genau vor die Augen.

Und zum ersten Mal hörte ich ihn etwas sagen oder besser rufen: »Lass los! Oder der da ist Matsch.«
Sie hörte es und tat nichts.
Einen Moment lang war alles wie eingefroren.
Dann sah ich, wie sich sein Zeigefinger krümmte.
Ich schloss mit dem Leben ab.

könnte ich all das ja nun nicht erzählen wenn der Schweigsame vollends abgedrückt hätte. Denn plötzlich tauchte ein anderer Arm auf. Ein sehr muskulöser Arm. Er schob sich mit rascher, entschlossener Bewegung unter dem Arm des Schweigsamen mit der Pistole durch, stieß bis zu der Waffe vor – und dann sah ich, wie ein kräftiger schokoladenfarbiger Zeigefinger mit knallgrüner Nagellackierung punktgenau auf einem Hebel landete und den hochdrückte.

Als Folge konnte des Albaners Schützenkönig nun nicht abdrücken. Ehe er nun diesen Hebel abwärts bewegen und so die Pistole wieder aktivieren konnte, packte die schwarze Hand zu. So wie die meiner rothaarigen Lady es mit der des Albaners immer noch tat. Und drückte zu, die Pistole fiel – ich reagierte und fing sie auf. Am Griff, worauf ich nicht wenig stolz bin.

Genau da tauchte ein zweiter, ebenfalls dunkelbrauner Arm auf, so stark wie der erste, die Fingernägel an der Hand ebenfalls grasgrün. Und nun packten diese Hände so richtig zu, griffen den Schläger an der Lederjacke und am Hosenboden, rissen ihn hoch, vom Boden weg und hoch nach oben. Die ehrfurchtgebietenden, mit Adern überzogenen Arme unter der ebenholzfarbenen Haut streckten sich nach oben und das Gesicht ihrer Besitzerin erschien im Lampenlicht.

Es war die starke Afrikanerin, die mit den großen goldenen Ohrringen, die mit der riesigen Haarmähne im
Afro-Stil der Siebzigerjahre, die Dame, die mich — wann? gestern? neulich? vor einer halben Stunde? — durch ihr Training mit den ungeheuren Achtundzwanzig-Kilo-Kurzhanteln so sehr beeindruckt hatte.

Und jemand, der solche Mengen an Eisen bewältigen konnte, schaffte es auch, die zirka achtzig Kilogramm Lebendgewicht dieses Verbrechers in der Höhe zu halten, sich (mit ihm oben zappelnd in der Luft) umzudrehen, uns mit einem perlweißen Gebiss ein strahlendes Lächeln zuzuwerfen und zu sagen: »Bis gleich. Ich bring mal den Müll raus.«

Sprach's und verfrachtete den Schläger in einen fensterlosen Abstellraum, indem sie ihn einfach hineinplumpsen ließ. Ihm folgte auf dem Fuße der glasäugige Albaner, denn das konnte mein rothaariges Muskelmaedel nicht auf sich sitzen lassen: »Ausgerechnet meine stärkste Konkurrentin, das geht gar nicht.« Und so wuchtete sie den Albaner mir nichts, dir nichts hoch, pfefferte ihn hinterher und schloss die Eisentür ab.

Hinterher erfuhr ich, dass die farbige Dame das mit dem Hebel an der Pistole deswegen gewusst hatte, weil sie von Haus aus eine Polizistin war – und die wichtigste Konkurrentin meiner rothaarigen Dame und zugleich eine ihrer besten Freundinnen.

Das war alles hinterher:
als wir alle unsere Aussagen gemacht,
als die Polizei das kriminelle Duo ins Kittchen verfrachtet,
als das rothaarige Muskelmaedel und die dunkle Freundin sich auf der Bühne beim Gewichtestemmen zur Freude des begeistert johlenden Publikums einen Kopf-an-Kopf- Wettkampf geliefert,
als die Kampfrichter sich schließlich auf »unentschieden« geeinigt und das Preisgeld geteilt,
und als wir drei das in einer rauschenden Nacht gebührend gefeiert hatten.

Ja und auch,
als die Rothaarige und uns immer näher gekommen
und
als ich völlig geschafft mit dem Kopf auf ihrer straffen Brust und mit meinem Körper in ihren kraftvollen, warmen Mucki-Armen eingeschlafen war.

Wie gesagt: Hinterher.





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Bildnachweis: Atelier EG, mattmuscle

Mittwoch, August 05, 2009

Superwoman ... mal mit Muckis



















Diese in den unendlichen Weiten des Internet entdeckte und von einem mir unbekannten Gleichgesinnten veredelte Seite stammt aus einem alten Superman-Comic. Den Sprechblasen-Text habe ich übersetzt, auch die von dem namenlosen „Tuner“ eingefügte letzte Passage. Die wiederum habe ich mir erlaubt zu ergänzen.

Die Geschichte hieß „The reversed Super-Powers!“, es geht also darum, dass sich in Metropolis mit einem Mal sich die Verhältnisse umkehren. Nun ist es Supermans Freundin Lois Lane, die mit übernatürlichen Kräften aufwartet, während der Stählerne nur noch über die Kräfte eines durchschnittlichen Mannesverfügt.



















Es gab eigentlich seit 1947 immer wieder Superwomen – als da wären Lois Jeanne Lane, Luma Lynai, Diana, Kristin Wells, Dana Dearden und Lucy Lane, zum Teil handelte es sich da um Damen aus anderen Welten oder aus Nebenuniversen (doch, in den Comics geht so was ganz gut).


















Als Teenager habe ich natürlich auch Superman gelesen und Superhelden gemalt. Und natürlich war da auch die ein oder andere Geschichte, in der jemand anderes Supermans Kräfte hat. Aber diese im März 1961 veröffentlichte Story ist mir nicht untergekommen. Wenig verwunderlich, das war ja nun auch deutlich vor meiner Zeit, da gab es mich nämlich noch gar nicht.

Aber hätte sich Lois schon damals mit solch einem Prachtbody mit so wuchtigen Oberschenkeln und derart mächtigen Bizeps-Muckis dem staunenden Auge dargeboten und hätte ich das Heft ergattern können, dann, ja dann hätte ich diese Ausgabe garantiert bis heute gehegt und gepflegt wie einen Hort Silber!




















Wie die angefügten, neueren Bilder zeigen, fangen die Verlage langsam an, ihren Superheldinnen mehr Muckis zu verpassen --- aber ich finde, da geht noch was!


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Ja, und die versprochene Geschichte, die kommt nächste Woche. Hier schon mal ein Bildausschnitt zum Appetitanregen. Nächste Woche - dann kommt die Story "Neulich, im Pump Room". Und das Bild, das gibt's dann komplett dazu.

Dienstag, August 04, 2009

T*ts for free — oder so ähnlich ...


So. Bin wieder da. Habe im Moment recht viel Stress und daher kaum Zeit, mich um eine meiner liebsten Nebensachen zu kümmern.

Ich will aber demnächst wieder einmal eine Geschichte hochladen. Und auf die Schnelle erst einmal dieses hier:

Dinge gibts ... Jetzt kann man oder besser: frau versuchen, via Internet einen wildfremden (meist männlichen) Mäzen zu finden, der eine Vergrößerung des Busens bezahlt.

Doch, richtig gelesen.

Die Seite heißt: myfreeimplants.com. Hier tummeln sich zumeist amerikanische Frauen, welche einen entsprechend gesonnenen Sponsor suchen. Denen stellen sie sich in Wort und Bild vor. Und manchmal klappt das auch.

Das zeigt das Beispiel von Nicholle Bieber: Chiropraktikerin, mehrfache Mutter und Bodybuilderin (anbei ein Foto aus der "Vorher-Zeit, und hier ist ihr Facebook-Eintrag). Sie hat sich, wie das zur Zeit bei Stern-online zu sehende Video verkündet, auf diese Weise ihren Vorbau optimieren und finanzieren lassen. Sieht gut aus, wie der Rest der blonden Dame.

Wie gesagt: Sachen gibt's.

Für mich käme so eine Aus-Der-Distanz-Spendier-Geschichte nicht in Frage. Wenn ich's schon bezahlen sollte, dann will ich's hinterher auch in Händen halten dürfen ...