Freitag, April 15, 2011

Muskelmaedels im Film - die Liste

So. Es kann und muss nicht jeder zur FIBO fahren (vielleicht mache ich das noch am Wochenende). Aber ich kann jetzt endlich die seit diesem Zeitpunkt und an dieser Stelle versprochene Liste zum Thema sportlich-muskulöser Frauen im Spielfilm einstellen.

Achtung: Die Liste ist durchaus länger.

Dass Action-Rollen für Frauen nicht nur etwas von heute sind, das zeigte das Kino schon von jeher. Derlei gab es schon zu Stummfilmzeiten, etwa mit der heute völlig vergessenen Westernstummfilmheldin Texas Guinan. Aber mit Muskeln hatte all das nichts zu tun. Dass körperliche Fitness auch schon früher eine Frauenrolle beim Film gespielt hat, das zeigten nicht nur athletische Schwimmerinnen wie Esther Williams, sondern auch die ein oder andere Action-Sache (oder zumindest das, was man damals unter diesen Oberbegriff gefallen wäre).

Dazu gehörte in den 1950ern Jean Peters in dem Piratenstreifen "Anne of the Indies" – sie hatte sich die, etwa für die Fechtszenen nötige, behende Sportlichkeit augenscheinlich antrainiert: toller Hintern, tolle Beine. Schon 1949 präsentierte sich Hedy Lamarr in "Samson and Delilah" mit offensichtlich trainiertem Bauch. Und auch (die später als Stripperin tätige) Denise Darcel zeigte 1951 in "Westward the women" ("Karawane der Frauen") einen durchaus kraftvollen, gesund-athletischen Look. Muskeln in unserem Sinne hatte jedoch keine dieser Damen - aber es sind die Vorläuferinnen all der Frauen, die sich in Action-Rollen präsentieren.

Natürlich gab und gibt es auch in Hollywood und dem Kino der restlichen Welt richtig starke, fitte Frauen. Die aber machen selten vor der Kamera mit Großaufnahmen Karriere, sondern als Stuntwoman. Muskeln spielen dabei selten eine Rolle, auch wenn die ein oder andere Stuntfrau einen Body zum Niederknien aufwies/aufweist. Es geht ums Reiten, Fechten, Kämpfen oder das Herabstürzen aus großen Höhen - das alles verlangt Sportlichkeit, aber keine Superheldinnen-Physis.   

Doch manchmal schafft es die ein oder andere dieser wirklichen Action-Heldinnen auch in eine Hauptrolle. So etwa die Neuseeländerin Zoe Bell, die lange als Double bei Xena gearbeitet hat und 2007 mit "Death Proof" von Quentin Tarrantino auch eine tragende Rolle hatte - als eine von mehreren Stuntladies, die es mit dem Mörder Stuntman Mike aufnehmen. Abgesehen von ihrem handfesten Body ist Zoe Bell eine sehr hübsche - die will man öfter sehen.

Sonderfall Fernsehen (hier nur kurz mit willkürlich Gewähltem angerissen): Die Serie "Xena" mit Lucy Lawless in der Hauptrolle zeigte mit Renée O'Connor in der Rolle der Gabrielle eine duchtrainierte, sportliche und kräftige Schauspielerin, der man von der Physis her die Action viel mehr abgenommen hätte als der Hauptdarstellerin (die aber dafür wunderbar heroisch gucken konnte).

In "Hercules" mit Kevin Sorbo war Cory Everson öfters zu sehen. Etwas, das sie gar nicht mal schlecht absolviert hat. Und "Sex in the City" zeigte mit Sarah Jessica Parker eine Frau, die immer noch sehr sportlich ist, aber vor einigen Jahren noch deutlich mehr Muskeln hatte. Das mit der Glotze ist aber mal ein anderes Thema.

Jetzt aber: hier ist sie, die Liste.

















Aliens (Aliens - Die Rückkehr, 1986). SciFi-Horrorklassiker von James Cameron, in der (eine im Vergleich zu ihren sonstigen Rollen deutlich athletischere) Sigourney Weaver wieder in den Kampf gegen die Außerirdischen zieht. In ihrer Begleitung einige hartgesottene Soldaten, darunter die Soldatin Vasquez, gespielt von Jenette Goldstein. Und die beschloss, ihre Nebenrolle so auszulegen, dass man sich das merkt - als muskulöse Frau, die ihre Arme in Form von Klimmzügen trainiert und die ihre Kurzhaarfrisur mit einem roten Tuch bändigt. Hinzu kam auch noch all das Cameron-übliche Geballer ... eine echte Kultrolle. Wie "Terminator 2" zeigt, hat Cameron wohl durchaus etwas übrig für muskulöse, kampflustige Frauen.

A Low Down Dirty Shame (1994). Es geht mal wieder um einen Polizisten (hier:Drogenfahndung), der zu Unrecht verdächtigt worden ist und sich nun rehabilitiert. Die in Alaska ansässige und in den 1980ern sehr erfolgreiche FBB (und Striptease-Tänzerin) Pillow in einer Minirolle als Bodybuilderin. Wer mehr von ihr sehen will, besorge sich die DVD Pillow, The She Beast“. Pillow heißt bürgerlich natürlich nicht „Kissen“, sondern Theresa Jean Bell; sie war eine der wichtigsten FBB der frühen 1980er Jahre, extrem muskulös und bei alldem sehr biegsam und zudem sexy. Inzwischen ist sie 54 Jahre alt ...

Aces: Iron Eagles III (Die Asse der stählernen Adler, 1992): Endlich - ein Film mit einer gut austrainierten Bodybuilderin in einer positiven Hauptrolle, und das so, dass man auch die Muskeln gut sieht.
      Rachel McLish als Beschützerin ausgebeuteter Lateinamerikaner spielt eine der wenigen Sprech- und Action-Hauptrollen für richtige Muskelmaedels - und zudem eine, in der sie auch ihren Body und ihre Bizeps prominent in Szene setzen kann. Der Body der schwarzhaarigen Schönheit aus Texas kommt auch gut rüber, da in vielen Szenen in Fetzen-Jeans und engem Feinripp-Unterhemd lecker verschwitzt-ölig dargeboten. Und für eine Anfängerin im Schauspiel-Beruf absolviert Rachel McLish auch das "acting" sehr gut.
      Der Film ist spannend, Action-reich, aber Oscar-verdächtig sind weder Plot noch Kamera noch Schauspiel. Daran können auch Horst Buchholz und Lou Gossett jr. nichts ändern. Aber manchmal will man sich einfach nur unterhalten - und die Aufgabe erfüllt der Film tipptopp: good clean American fun.















Alienator (1990, Alienator - Der Vollstrecker aus dem All) Mit Teagan Clive, der Ex-Leibwächterin des Musikers David Lee Roth von der Band Van Halen in der - man glaubt es kaum - Titelrolle. Allerdings heißt das nicht unbedingt, dass sie auch die wichtigste Sprech- oder Charakterrolle hat. Es geht um einen Raumfahrer-Bösewicht, der hingerichtet werden soll, aber stattdessen Richtung USA ausbüchst. Und dort trifft der interstellare Verbrecher einige andere Leutchen. Sie alle versuchen, nicht umgebracht zu werden vom Alienator - einem unüberwindlichen, auf Töten gepolten Androiden weiblichen Geschlechts, mit Wahnsinns-Panorama-Brille, weißer, Weizenfeld-hoher Tina-Turner-Gedächtnisfrisur und extremer Supersexymuskulatur - eben Teagan Clive. Finden sich im Plot Anleihen an „Terminator“? Aber sicher doch.
American Angels. Wrestlerinnen-Film von 1989 mit der ehemaligen Weltmeisterin im Vollkontakt-Karate und Wrestlerin, Mimi Lesseos, in einer der Hauptrollen.
Armed and Dangerous (Zwei unter Volldampf. 1986). Mit Meg Ryan. Die FBB Teagan Clive, Susie Jaso und Tina Plackinger tummeln sich in Nebenrollen.
Avenging Quartet, The (Avenging Angels, 1992). Polizistin kämpft zusammen mit Kung-Fu-Meisterin gegen zwei Gangsterinnen, die ein teures Bild klauen wollen. Mit Michiko Nishiwaki, einer der ersten auch im Westen bekannten Bodybuilderinnen aus Japan. Ein Plot, der unter Aufsicht eines ambitionierten Regisseurs sicher toll geworden wäre --- man beachte den Konjunktiv!
At Work with Knights (1993, Cyborg Warriors). Trashfilm-König Albert Pyun (u.a. bekannt von den Nemesis-Filmen, siehe unten) inszeniert Kickbox-Weltmeisterin Kathy Long in einem Endzeit-Drama, bei dem eine Kickboxerin und ein Roboter gegen Cyborgs revoltieren. Immerhin spielen Kino- und Bühnen-Größen wie Lance Henriksen und Kris Kristoffersen mit. Jeder braucht mal Geld, warum soll es denen anders gehen als mir ...
Beautiful (2000). Schönheitsköniginnen-Film mit der Ex-Wrestlerin und Bodybuilderin Spice Williams-Crosby, der Schwiegertochter von US-Hollywoodstar Bing Crosby, in der Nebenrolle einer Knastinsassin.




















Beyond Fear (1993). Action-Film. Mimi Lesseos in der Rolle einer Ex-Kampfsportlerin, die jetzt als Wildnisführerin arbeitet und ihre Touri-Gruppe gegen Gangster verteidigen muss. Vom Plot her erinnert das durchaus an "Mörderischer Vorsprung" (1988) mit Tom Berenger, Sidney Poitier, Kirstie Alley und Clancy Brown. Aber die haben sich nicht so dekorativ-lässig mit den Bösewichtern geprügelt ...


 Blade: Trinity (2004) Vampirjäger Blade (Wesley Snipes) begleitet von einer durchaus athletischen Jessica Biel - die Arme der Guten sind göttlich.

















Blacktop (Road Trip in die Hülle, 2000). Thriller mit Rock-Legende Meat Loaf. Die kanadische Fitness-Therapeutin und Aktrice Victoria Pratt spielt auch mit.
Bookwars (2000). Schräger Film über New Yorker Sraßenverkäufer von Büchern. Margueritte als Strong Woman.
Cell, The (2000) Klassischer Fantasy-Krimi mit Jennifer Lopez, ihrem tollen Popo sowie Vincent d’Onofrio und Vince Vaughn. In dem Streifen geht es darum, wie eine Psychotherapeutin riskanterweise in den gefährlich-kranken Geist eines im Koma liegenden Gewaltverbrechers eindringt, um eine von ihm in einer Zelle eingesperrte, entführte Frau zu retten. Muskellegende Kim Chizevsky hat einen kleinen, aber entscheidenden Auftritt.

Cherokee Kid, The. Fernsehwesternkomödie von 1996 mit Sinbad in der Hauptrolle, Burt Reynolds in als skurriler texanischer Trapper und Spice Williams in einer Minirolle als Mrs. Marjorie.
CIA II: Target Alexia (C.I.A.: Codename Viper). TV-Thriller von 1996 mit Lorenzo Lamas. Die aus den 1980ern bekannte Bodybuilderin (englisch: female body builder, abgekürzt: FBB) und spätere American Gladiatrix Lori Fetrick als Lana.


Conan the Barbarian (Conan der Barbar, 1982): John Milius verfilmte nach den Geschichten des texanischen Autors Robert E. Howard die Story des Barbaren, der nach seiner Herkunft ebenso wie nach Rache und Ruhm sucht. Arnold Schwarzenegger spielte die Hauptrolle des Kimmeriers im Kampf gegen den Bösewicht Thulsa Doom. Für den Österreicher war das bekanntlich der cinematographische Durchbruch.
      Als seine große Liebe, die draufgängerische Schwertkämpferin Valeria, brilliert Sandahl Bergmann, auch bekannt aus "Getting Physical" (siehe unten).
      Warum man die blonde Dame aber danach nicht mehr in Action-Rollen gesehen hat, ist mir ein Rätsel: Die Frau war (ist, sie lebt ja noch) groß, hatte ein markant-hübsches, ja kühnes Gesicht und brachte als ausgebildetete Tänzerin genug körperliche Agilität mit wie auch einen nachgerade sensationellen Body: geschmeidig, kraftvoll und für die damalige Zeit sehr muskulös. Einfach nur schade, dass das nichts geworden ist mit weiteren Action-Rollen ...

Cyber Bandits (1995). SciFi-Krimi-Abentuer-Mix, die Ex Cheerleaderin Kiana Tom in einer Nebenrolle.

Dangerous Affection (Im Netz des Todes, 1987). Eine schwangere Mutter, von einem Mörder gejagt. TV-Krimi. Spice Williams agiert in einer Nebenrolle als Detective Martindale.

Day of the Warrrior (Power Ladies - Auf Biegen und Brechen, 1996). Ein Titel, der glatt von mir sein könnte. Ein sehr skurriler, teils unterirdischer Krimi um eine Geheimorganisation, welche ein Verbrecher-Superhirn jagt und dabei auch Agentinnen in die Softpornowelt schleust. Was denen natürlich die Chance bietet, sich oben rum mal frei zu machen. Die blonde Bodybuilding-Bombe Raye Hollitt spielt eine Agentin namens Kym. Filmfans kennen Hollitt aus der Blake-Edwards-Erotik-Komödie "Skin Deep - Männer haben’s auch nicht leicht" (1989) - dazu unten mehr .

Delta Pi (Die Schlamm-Babies, 1985). Studentinnen geraten aus Geldnot in Las Vegas zum Schlamm-Catchen und jagen dann ihrer Knete hinterher. Die FBB Pillow in der Nebenrolle einer Dame namens "Fang".

Descent, The (Abgrund des Grauens, 2005) Horrorfilm, in der eine Gruppe sportlicher junger Frauen bei einem Trip in ein Höhle auf finstere Figuren à la predator stoßen. U.a. mit Shauna Macdonald, Natalie Jackson Mendoza, Alex Reid.

Dimensional Warrior Spielban (Japanischer Film von 1986, Original-Titel Jiku Senshi Spilban). Mit FBB Michiko Nishiwaki.

Dirty Pair 4: Revenge of the Muscle Lady (TV-Episode aus einer Manga-Comic-Serie.) Hier geht’s um Ermittlungen in der Cage-Fight-Welt.

Double Deception (Mörderische Affäre, 1993). Eine ehemalige Hure sucht über einen Privatermittler ihren Ex. Furchtbarer Film, der durch Bodybuilderin Erika Andersch in einer Nebenrolle minimal entschädigt.

















Double Impact (Geballte Ladung, 1991). Jean Claude van Damme in einer Doppelrolle. Und Cory Everson als mörderische Muskelfrau Kara ganz in bösem Schwarz und mit dunklem Haar. Hat was, Cory hätte noch ein, zwei solcher Schurkenrollen spielen und sie etwas tiefer anlegen sollen. Da hätte sich uU eine anständige Actionesse-Karriere geboten. Im Bild hat sie Jean-Claude van Damme fast dort, wo ich auch gern mal gewesen wäre ...


Edge if Hell auch: The Face of Hell und Rock and Roll Nightmare (1987), Trashfilm um eine Rockband, ein mysteriöses Haus und das Böse. Teresa Simpson, die schon drei Jahre zuvor eine Bodybuilderin in "Atomic Hero" gegeben hat,wirkt auch mit.
Even Hitler had a Girlfriend. (1992). Sehr spezieller Film um einen Spanner mit merkwürdigen Vorlieben und Problemen. Cindy Radiff als Bodybuilderin.




















Elektra (2005) Jennifer Garner als im Kampf erprobte Kriegerin, die als Mietmörderin arbeitet, aber mit ihren Dolchen ihre beiden aktuellen Opfer schützt. Eine Comic-Verfilmung. Hauptdarstellerin Jennifer Garner wirkt zwar nicht ultramuskulös, aber extrem fit mit hohem Muskeltonus.


Felony (Die CIA-Verschwörung, 1995). Thriller. Cory Everson in Nebenrolle.
Final Approach (Flug ins Dunkel 1991). Thriller um einen Airforce-Testpiloten, der sein Gedächtnis verloren hat und nun seine Erinnerung wiederfinden will. Wobei sich fragt, ob der aus diesem Behuf hinzugezogene Psychiater ihm helfen oder vor allem sein Wissen um ein Spezialprojekt auskundschaften will ... Cameo Kneuer, die Schwester von Cory Everson und preisgekrönte Fitness-Athletin, spielt die Frau des Piloten. Kneuer hat inzwischen eine mindestens so große TV-Karriere wie ihre Schwester hingelegt.

Final Impact (1992), Action-Teil aus der Kickbox-Welt. Mit Mimi Lesseos, wieder in einem Film mit Lorenzo Lamas und dessen damaliger Frau Kathleen Kinmont.

Fist of Justice oder Ballistic (1995). Cory Everson in einer größeren Nebenrolle in einem Film um eine rächende verdeckte Ermittlerin, die infolge des Todes einer Zeugin und ihrer Partnerin aus dem Dienst gedrängt wird und sich nun rehabilitieren will.
















Getting Physical (Fit fürs Leben, 1984). Da ist er : Der bis heute meines Wissens einzige Spielfim, der das Frauenbodybuilding als Thema hat. Es geht um eine junge Frau, die sich nach einem Überfall zu stählen beginnt. Es geht dann um diese Bodybuilderin-in-spe und die Widerstände, die sie überwinden muss, bis sie auf der Bühne steht. Hauptrolle: Alexandra Paul, dem ein oder anderen noch bekannt als Rettungsschwimmerin Lieutenant Stephanie Holden in "Baywatch". Für damalige Verhältnisse war Miss Paul durchaus muskulös, sportlich ist sie auch heute noch als Endvierzigerin.
         In den Nebenrollen gibt es aber die richtigen Muskeln, mit Rachel McLish, Lisa Lyon und der verstorbenen Candy Csencsits. Und Sandahl Bergmann (bekannt aus "Conan der Barbar" - im hier gezeigten Filmausschnitt am Seilzug) spielt eine Athletin, deren Karriere zu Ende geht. Kein Film, über den man jemals so etwas sagt wie "And the Oscar goes to ...". Aber: 1984 war das Frauenbodybuilding etwas Neues und zumeist böse Gescholtenes. Dieser Spielfilm widmet sich dem Thema nun so, dass er die Motive der im Film dargestellten Muskelmaedels nachvollzieht und sie eben nicht in Bausch und Bogen lächerlich macht. Das ist durchaus mutig und gegen den Trend.















G.I. Jane (1997, Die Akte Jane): Militär-Drama. Demi Moore als Marine-Leutnant Jordan O’Neil, die als erste Frau die zermürbende Ausbildung der Navy Seals (= U.S.-Eliteverband) durchläuft. Natürlich hat sie zudem jede Menge weitere Widerstände zu überwinden. Demi Moore extrem fit, der Haarschnitt ratzkurz, die intensiv getrimmten Muskeln gern geölt und prominent in die Kamera gehalten. Sie absolviert durchaus Beeindruckendes wie einarmige Liegestütze. Meiner Meinung nach sah Demi Moore da klasse aus.


Girlfight (Auf eigene Faust, 2000): Die junge Diana Guzman (Michelle Rodriguez) beginnt sich nach dem  Suizid ihrer Mutter zu prügeln. Ihr Bruder Tiny bringt sie zum Boxen. Ihr Selbstbewusstsein wächst ebenso wie ihre Gefühlöe für einen anderen Boxer. Es komt zu einem Boxkampf der beiden, den sie gewinnt. Und wenn sie nicht gestorben sind ... 
        Eine Variation des Brünhilde-Themas aus dem Nibelungenlied, so mutet das fast schon an. Die Rolle war Rodriguez' Durchbruch, die in den Jahren darauf das spielte, was die Amerikaner "tough chick" nennen und was sich nur unzureichend mit "hartes Huhn" übersetzen lässt. Ein auf der Straße und im Ghetto aufgewachsenes und entsprechend abgebrühtes Mädchen ist gemeint. Rodriguez spielt derlei super. Aber so muskulös wie hier war sie wohl nicht mehr.

Gladiator Cop. Action-Fantasy-Krimi von '95 um einen Polizisten (Lorenzo Lamas), der ein mysteriöses Kämpf-bis-zum Tod-Wettkampfkomplott aufdecken will und sich schließlich in demselben wiederfindet - mit dem Schwert von Alexander dem Großen in der Arena. FBB Astrid Falconi in einer Minirolle als "Muscle Woman".
The Guyver (Mutronics - Invasion der Supermutanten, 1991). Wieder ein preisverdächtiger Trashfilm-Titel. Es geht um geheimnisvolle Gerätschaften, mittels derer man Superkräfte entwickelt, aber auch jede Menge gefährlicher Computer-Maschinen-Mensch-Mischlinge auf den Plan ruft. Spice Williams in einer größeren Nebenrolle.

Hardbodies (1984, Komödie.) Drei Herren mittleren Alters fahren nach Kalifornien, um die Sau rauszulassen, wobei sie sich der Hilfe eines Studenten versichern, der darob Ärger mit seiner Freundin hat. Schließlich geht alles gut aus. FBB Dee Anderson in einer Mini-Rolle, wie auch diverse Fitness-Maedels. Mit dem geölten Torso einer fitten jungen Frau warb auch das dazugehörige Plakat.

Hard Drive (1994), Mix zwischen SciFi und Thriller; es geht um eine Bekanntschaft von Mann und Frau via Computer, um Erpressung und eine Domina und so fort. Spice Williams in Nebenrolle als Catcherin.



Hard Ticket To Hawaii (1987). Mit der in den 80er Jahren wegen ihrer sensationellen Beine (insbesondere ihrer noch sensationelleren Waden) populären FBB Lori Walkup-Green als Lory Green in einer Nebenrolle: Sie war das Titelmädchen der ersten Ausgabe von "Womens Physique World"; die älteren unter meinen Lesern werden sich noch an diese dem Frauenbodybuilding gewidmete Zeitschrift erinnern ...
      Im Film geht es um Transportfliegerinnen, tätig in Hawaii, diverse Verwicklungen, um irregeleitete Diamanten, um Killer-Frisbees und um eine Schlange, die infolge von Kontakt mit giftigem Müll extra-gefährlich ist. Und um die Bodybuilderin als Foltermeisterin. Es gibt eine Szene von ihr, in der sie mit Nuntschakos trainiert, im Badenanzug.

      Ein Film mit fitten Maedels, die mit großen Kanonen ballern und diverse Kerle in den Allerwertesten treten - wenn’s nur ein bisschen sorgfältiger und straffer und mit etwas mehr Gefühl für die (zumindest unterschwellige) sexuelle Komponente des Frau-vertrimmt-Mann-Themas inszeniert wäre: Herz, was willst du mehr? Quentin Tarrantino sollte das mögen ...


Hitler Tapes, The (1994, Fortsetzung von Even Hitler had a Girlfriend). Es dreht sich wieder um den Spanner und seine Sexual-Probleme. Ein echter B-Film. Wieder mit Cindy Radiff als FBB.
Hollywood Hot Tubs 2: Educating Crystal, 1990 - deutsch: Der turbogeile Sauna-Club. (Ähm, ja. In meinem nächsten Leben werde ich auch Filmtitelausdenker.) Mit Spice Williams in einer Nebenrolle. Es geht um einen Ölscheich, der ins Sauna-Business will. Ähem, ja. Wenn der Drehbuchautor meint.

Hustler of Muscle Beach, The (1980) Die FBB-Ahninnen Lisa Lyon und Stacey Bentley spielen sich selber ("cameo role" heißt das im Kino-Duktus). Der Film handelt von der Karriere eines Bodybuilders und von einem schmierigen Promoter. Auch einige bekannte Muskel-Herren tauchen auf, Frank Zane und Franco Colombu etwa.




















Interzone (1987): SciFi-Action mit platinblonder Teagan Clive als Bandenanführerin in einem Italo-Mad-Max-Verschnitt. Sie ist sehr sexy gekleidet in Schwarz, alles wichtige liegt frei und ist gut geölt. Davon abgesehen ist der Streifen für die Tonne.


Iron Virgin Jun. 1992, japanischer Animationsfilm im Manga-Stil, wohl auch mit Bodybuilderinnen?
It’s Alive III: Island of the Alive (Die Wiege des Schreckens, 1987). Es geht um Mutantenbabies, die man auf einer Insel deponiert. Der erste Teil der Reihe stammt aus den 70ern, da ging es noch um eine Frau, die ein abgrundtief bösartiges Etwas zur Welt bringt. In diesem dritten Teil dieser Reihe spielt die Ex- und Dann-Doch-Wieder-Frau von Jean-Claude van Damme, die schöne dunkelhaarige Bodybuilderin Gladys Portugues, eine Kellnerin. Ausgerechnet. Die gute ist - oh Schreck - inzwischen auch schon 53 Jahre alt ...

Jumping Jack Flash (1986) Erfolgreicher Whoopi-Goldberg-Film aus der Prä-Internet-Zeit, in der eine Bankangestellte durch den Computer per Zufall in eine Spionage-Affäre gerät. Teagan Clive spielt eine russische Trainerin. Yummy. Aber nur kurz. Übrigens: Heute arbeitet sie als Drehbuchautorin.

Last Hour, The (1991) Film, in dem Michael Paré als Ex-US-Marineinfanterist seine Ex-Frau retten muss, weil deren neuer Scheich was mit der Mafia verbockt hat. Wenn’s irgendwen an „Stirb Langsam“ erinnert - ich könnt’s verstehen. Raye Hollitt in einer Nebenrolle.

Last Riders, The (1992), Biker-Film mit Erik Estrada in der Haupt- und Mimi Lesseos als "Feather" in einer Nebenrolle.

Legacy (Tödlicher Einsatz in Maina, 1998). David "The Hoff" Haselhoff als Kriegsfotograf, der einem schnuckeligen Mädchen zu helfen versucht. Vicky Pratt in Nebenrolle.

Letters From a Killer (1998). Film mit dem zu früh verstorbenen Patrick Swayze. Der aus "Die rote Flut", also dem Film, der in allen politisch-korrekten deutschen Nachrufen auf Swayze nicht genannt wurde - hier schon!!. Also: Swayze gibt einen zu Unrecht verknackten Mann, der seinen Ruf retten und klären will, warum man ihm all das eingebrockt hat. Mit der Bodybuilderin Raye Hollitt als --- Reporterin. Das ist dann der Moment, in dem man sich fragt, wie man eigentlich Casting-Agent wird.

Magic Cop (Qu Mo jing cha, 1990). Krimi. Ein Polizist ermittelt in Hongkong in einer Reihe auffälliger Morde. Und FBB Michiko Nishiwaki spielt eine geheimnisvolle Frau.

Man on the Moon (Der Mondmann, 1999). Biographie des verstorbenen US-Komikers Andy Kaufman, dessen Komik sich unter anderem aus seinen Mixed-Wrestling-Kämpfen und aus seinem Talent, das Publikum wieder und wieder zu foppen, speiste. Jim Carrey spielt die Titelrolle, FBB Michiko Nishiwaki erscheint als Karate-Kämpferin, aber ohne in der Stabliste des Films genannt zu sein.

Maximum Surge (1996). Film zu einem Computerspiel, mit "Enterprise"-Star Walter Koenig (= Navigator Pavel Chekov). Spice Williams spielt eine Amazone. Im Web streitet man sich, ob das Video zum Spiel je offiziell veröffentlicht wurde.



Million Dollar Baby (2004) Eins der Meisterwerke des alten Clint Eastwood. Es geht um eine junge Frau, die unbedingt Boxerin werden will und sich dazu einen alten, erfahrenen Trainer (Eastwood) und seinen Kompagnon (Morgan Freeman, wie stets brillant) sucht. Gegen deren anfängliche Widerstände macht sie sich auf ihren Weg nach oben, bis ein Unfall mit furchtbaren Folgen passiert. 
      Hauptdarstellerin Hillary Swank ist von jeher sportlich. Sie hat für diesen Film Monate entsprechend trainiert und gegessen, um zehn Kilo austrainierte Muskeln auf ihre schlanken Figur zu bekommen und wie eine fitte Boxerin auszusehen. Okay, nach dem Film war sie wohl froh, die Schinderei abstellen zu können. Aber es sah klasse aus - richtig klasse. Und noch eins: In dem Film gab es reichlich Nebenrollen für muskulöse Athletinnen. Kein Wunder bei einem Film, der sich ums Frauenboxen dreht.


Mob Boss (Eine Familie zum (Er)schießen, 1990) Mafia-Komödie: Es geht um einen dämlichen Nachwuchs-Paten, der glaubt, dass man zum Geldwaschen auch Waschmittel braucht (!!!). Teagan Clive taucht in einer Kleinstrolle auf.
Morning After, The (Der Morgen danach. 1986). Krimi mit Jeff Bridges und Jane Fonda. Gedreht von Sidney Lumet, dessen Tochter Amy Lumet übrigens auch eine Bodybuilderin geworden ist. Hanoi-Jane als Alkoholikerin, die morgens neben einem offensichtlich ermordeten Mann wach wird, sich an nichts mehr erinnern kann und erst mal alle Spuren beseitigt. Jeff Bridges als gerade trockener alkoholkranker Polizist hilft bei der Klärung des Vorfalls. Das Mordopfer hatte einen (für die Handlung aber leider ziemlich unerheblichen) Spleen für Mucki-Maedels, weswegen man auch mal ganz kurz Gladys Portugues und Cory Everson sieht.

My Lucky Stars (Tokio Powerman, 1985) Hongkong-Film über zwei Polizisten in Tokio und einen Diamantendiebstahl. Michiko Nishiwaki als japanische Kämpferin.

Naked Truth, The (Blöd und Blöder, 1993) Komödie um zwei Trottel namens Frank, die per Zufall an einen Koffer voller Mafia-Unterlagen geraten und sich daraufhin als Teilnehmerinnen eines Schönheitswettbewerbs verkleiden. Der gesamte Plot ist vom Marylin-Monroe- und Tony-Curtis-Klassiker "Manche mögens heiß" geklaut. Das war ein guter Film, der bis heute berühmt ist. Zu dem hier von mir kein Urteil, der deutsche Titel ist jedenfalls übler als der dämlichste Pornofilm-Titel. Spice Williams als "Sam" im Statisten-Cast.



Nemesis 2, 3, 4 (1996). Filmreihe von SciFi-Trash-Fachman Albert Pyun, dessen - meist mit Einsfuffzich-Budget-gedrehte - Filme sehr oft direkt in der Videothek landen. In Nemesis von 1993 spielte Olivier Gruner die Hauptrolle. Es geht Pyun-mäßig um Endzeit-Chaos und Cyborgs. "Predator", "Guyver" und "Terminator" lassen grüßen.














Ab Nemesis 2: Nebula (Nemesis 2: Die Vergeltung) spielt die Bodybuilderin Sue Price die Hauptrolle.


Die Handlung knüpft an "Nemesis" an: 73 Jahre danach verliert die Menschheit ihren großen Kampf gegen die Cyborgs und wird von diesen versklavt. Doch schaffen Wissenschaftler einen neuen Super-DNA-Strang und injizieren den einer Freiwilligen. Was die Cyborgs natürlich spitzkriegen. Daraufhin geht die unbefleckt-werdende Mama stiften - und zwar rückwärts in der Zeit bis ins Jahr 1980 und zudem noch nach Ostafrika. Hier stirbt sie. Ihr Töchterchen mit Namen Alex wächst daher bei den Eingeborenen auf. Als sie erwachsen und zudem extrem ansehnlich bemuskelt ist, kommt Nebula, die Killermaschine der Cyborgs, und es geht rund ...
       Nun zu Nemesis 3: Time Lapse (Nemesis 3: Die Entscheidung): Alex immer noch auf der Flucht, aber ihrem verlorenen Gedächtnis hinterherjagend und im Kampf gegen allerlei böse Leute und sonstiges Umgemach, all das mit reichlich (leider wirren) Flashbacks garniert. In Nebenrollen sieht man die FBB-Kolleginnen Debbi Muggli und Sharon Bruneau.
       Nun zu Nemesis 4: Cry of Angels (Nemesis IV: Engel des Todes): Immer noch mit Sue Price, aber nun ohne das Wüstenkampf-Outfit und die Rastalocken der beiden vorangegangenen Teile, statt dessen mit blonder Wallemähne und oft nackt (ich mach’s kurz: für Schmoes wie mich der Hauptschauwert des Films). Abgesehen von der Hauptakteurin, ihrem Film-Vornamen und Pyuns Cyborg-Dauerthema hat das inhaltlich aber nichts mit Nemesis 2 und 3 zu tun.


So: Das ist nun die Filmreihe, in der eine wirklich muskulöse Frau die Hauptrolle spielt und in der auch andere Muskelmaedels auftreten. Da stellt sich die Frage, wie das nun so ist mit der Schauspielkunst.
       Also: Physisch ist Sue Price erste Sahne. Sie rennt, springt, kämpft und wirkt in ihrem originellen Wüstenoutfit mit Rastafrisur durchaus glaubwürdig.
      
Jedoch hapert es beim psychologischen Teil der Schauspielkunst - die Nuancen des Gefühlslebens vermitteln zu können und somit einen Charakter glaubwürdig darstellen zu können, also das "In-die-Rolle-Schlüpfen" - das ist etwas, was man können muss. Sue Price war keine gelernte Schauspielerin, das sieht man - doch eingedenk ihrer Vorgeschichte spielt sie gar nicht mal schlecht. 














Die in Nebenrollen besetzten Muskelmaedels Sharon Bruneau und Debbi Muggli sehen mit ihren knappen Hosen und den weißen Perücken umwerfend aus, ihre Rollenvorgabe aber reduziert die beiden zu einem volldämlichen Duo.
     
Ansonsten sind diese Filme echter Pyun: Endzeit-Stoff, in irgendwelchen Bauruinen gedreht mit zum Teil extrem billigen Spezialeffekten. Die aber mitunter sehr originell daherkommen. Die Kameraführung ist angesichts des Minibudgets gut. Handlungsführung und Dramaturgie aber werden von Teil 2 zu 3 zu 4 jedesmal schlechter. Merke: Maedels mit Muskeln allein sehen klasse aus, machen aber noch keinen guten Film. Leider. Jedoch haben diese drei Filme ihre Fangemeinde unter den Fans von Trashfilmen.


Number One With a Bullet (Der Berserker, 1987). Thriller aus dem Milieu der Drogenfahndung, immer wieder gern genommen. Spice Williams findet sich als Schlammcatcherin wieder. Allen Muckis zum Trotz - tragende Rollen sehen anders aus.
Once a Thief: Family Business (TV-Serie von Action-Regisseur John Woo. Vicky Pratt in Nebenrolle.



Opponent, The (2000): Ex-Baywatch-Rettungsnixe Erika Eleniak als Patty, eine Frau, die sich nach einer üblen Beziehung dem - immer wieder gern genommenen - Boxen zuwendet. Auch wenn sie beim Training wie einst Rocky im grauen Trainingsanzug Treppen hochläuft - dies ist eher ein Selbstfindungs-Drama als ein Action-Film. Und für einen B-Film gar nicht einmal so übel. Zudem kann man sich Erika Eleniak lange genug angucken, auch beim Training ihrer überraschend imposant-erektiven Bizeps - das ist ja schon ein Schauwert für sich. Nicht ganz so muskulös, aber durchaus fit war sie auch 1994 in der Komödie Chasers (Zu sexy für den Knast).


Ordinary Average Guys (2011) - Rachel McLish in einer Gangsterkomödie als - nomen est omen - Tiger Lil. Näheres zu ihrer Rolle zZ noch nicht bekannt.
Quietfire (1991) Vietnam-Veteran gegen seinen Ex-Kommandeur, der nun ein korrupter Politiker ist. Mix aus "Rambo", "Leathal Weapon" und "Die Hard". Die FBB Laura Vukov, Tami Stark und Dorothy Herndon wirken auch mit. Allem Dafürhalten nach spielen zumindest Vukov und Herndon ein Killerpärchen - genaueres weiß ich nicht, da ich den Film nicht gesehen habe.
Penitentiary III (1987) Knast-Kampffilm mit dem üblichen "Ich bin aber unschuldig"-Thema. Raye Hollitt mal passenderweise als Boxerin besetzt.

Personal Vendetta (1995) TV-Film mit - man glaubt es kaum - Mimi Lesseos in einer Hauptrolle: Erst eine misshandelte Hausfrau, die dann ihren Schlägergatten loswird und Polizistin wird. Schauwerte gibt es auch: Frau Lesseos beim Kampf in der Unterwäsche.
Pool Days
(1993) Im Fitness-Milieu angesiedelter Kurzfilm über einen Jungen, der sich selber finden muss. In Nebenrollen daher diverse Leutchen beiderlei Geschlechts beim Pumpen.



Pushed to the Limit (1992) Mimi Lesseos als das, was sie ist: eine brillante Kampfsportlerin. In diesem Film spielt sie eine, die einen  mächtigen Unterweltboss zur Strecke bringen will, nachdem ihr Geliebter verwundet und ihr Bruder totgeschossen wurde. Doch kommt sie an den Bandenboss nur ran, wenn sie "Kumite" lernt - einen illegalen Kampfsport, bei dem es um Leben und Tod geht. Der Rache-Plot ist so ausgelutscht wie Opas dritte Zähne, zumal das ganze als Action-Film langatmig und daher mäßig spannend daherkommt. Für Mimi-Lesseos-Fans ist es freilich ein Muss.


Pushing Tin (Turbulenzen - und andere Katastrophen, 1999). Drama aus dem Flughafen-Milieu mit Billy-Bob Thornton. Die blonde Fitness-Athletin Amanda Delaney als Fitness Athletin.
Rage and Honor
(1992) Action-Teil mit Kampfsport-Legende Cynthia Rothrock in der Hauptrolle.



Raven Hawk (Lautlos und tödlich, 1996) TV-Film von Albert Pyun. Es geht hier um eine Indianerin, deren Eltern umgebracht wurden, als sie ein Kind war. Etwas, das man ihr angehängt hat. Doch beginnt sie noch als Kind im Heim mit Krafttraining. Als junge Frau reißt sie aus, um sich zu rächen. Was folgt, ist eine Rachegeschichte mit der wiederum sehr ansehnlichen Rachel McLish als Indianerin (die texanische Latina ist da glaubwürdig besetzt, auch wenn sie als Enddreißigerin einen Hauch zu alt für die von ihr dargestellte Figur wirkt).
     
Der Film ist okay und weder vom Spiel, noch vom Stil oder von der Geschichte her revolutionär neu. Pyun-Fans dürften den Touch ihres Meisters vermissen - ganz ohne Endzeit, und auf Cyborgs wartet man vergebens. Das war für Pyun bestimmt eine "Ich war pleite und brauchte das Geld"-Geschichte. Immerhin lässt er es sich nicht entgehen, die Muckis von Rachel McLish auch mal besonders schön ins Bild zu rücken.

Red Sonja (1985): Von den Conan-Stories beeinflusster Film, der sich an den Erfolg der beiden Schwarzenegger-Movies anhängen wollte. Er konzentrierte sich auf die Amazone Red Sonja. (Das war - und ist - eine Comicfigur, die wiederum inspiriert war von einer Figur aus einer Story von Conan-"Erfinder" Robert E. Howard - da hieß das aber noch Red Sonya, also mit "y".) Mit Richard Fleischer gab es auch einen action-erprobtem Regisseur ("Die Wikinger").
      
Doch das Manko war die Hauptdarstellerin: Das dänische Fotomodell Brigitte Nielsen hatte eigentlich nur als Kurz-Freundin von Sylvester Stallone und durch ein paar schauspielerisch unwesentliche Kleinauftritte auf sich aufmerksam gemacht, aber nicht als Akteurin in einer wichtigen Hauptrolle. Und anscheinend hat ihr niemand gesagt, dass ein hoher, kraftvoller Wuchs und ein ebenmäßiges Gesicht für eine Titelrolle nicht ausreichen. Die Folge: Physisch war die damals richtig fitte, große Schönheit klasse, schauspielerisch eher weniger.
     Der Film wird seitens der Kritiker immer verrissen. Er ist aber nicht ganz so schlecht, wie allgemein dargestellt. Auch die Conan-Filme ernteten zuerst nur Häme. Der erste aber gilt heute als Klassiker. Vor einigen Jahren war eine Neuverfilmung angekündigt; auf die warte ich und damit der Rest der Welt aber immer noch. Ach ja - eine Frage hätte ich noch zu der Nielsen-Version von Red Sonja: Wo ist der sexy Kettenhemd-Bikini, den man von der Comic-Figur kennt???

Restraining Order (Der Todfeind, 1999) US-Krimi mit Hannes Jaenicke als Mörder, der einen Freund eines Anwalts umbringt. Worauf dieser zu ermitteln anfängt und über große böse Dinge stolpert. Spice Williams fährt mal kurz Taxi.
Ring of Fire 2 (Bloodfist Fighter 4, 1993) Kampfsport-Film mit Don "The Dragon" Wilson. Wie das von Teil 2 in den USA zu Teil 4 im deutschen Vertrieb werden konnte, wissen wohl nur die Götter des Video-Verleihs. Die Super-Mucki-Kampfsport-Legende Leilani Dalumpines wirkt in einer Nebenrolle mit. Aber viel zu kurz. Wer mehr von ihr sehen will, muss sich das alte Underground-Video "Ms Loo - Lady of the Dragon" beschaffen: eine Verfilmung des gleichnamigen Underground-Comic, als Film jedoch dank des allenfalls unter dem Mikroskop erkennbaren Budgets und mangels professioneller Schauspieler unterirdisch. Immerhin stiefelt Leilani voll aufgepumpt und mit bitterbösem Blick im Nimbus ihrer Unbesiegbarkeit einher - das stelle man sich mal als Hauptrolle für einen Blockbuster vor ....

Romy and Michelle’s High School Reunion (Romy und Michele 1997) Komödie. Zwei Frauen, die zehn Jahre zuvor als Schülerinnen immer auf der Verliererseite gestanden haben, gehen zum Klassentreffen. Dort präsentieren sie sich - nicht ganz der Wahrheit gemäß - als extrem erfolgreiche Geschäftsfrauen. Kickbox-Meisterin Kathy Long als Kickbox-Lehrerin.

Scary Movie (2000) Komödie: Ein Jahr, nachdem ein Trupp dämlicher Teenager jemanden versehentlich umgebracht hat, tritt auf einmal ein Serienmörder auf den Plan. Komödie mit durchaus rüden Einlagen, blutig und auch sonst. Die FBB Jayne Trcka alias Cassie Kavanaugh spielt eine Figur namens Miss Mann. Nicht ihr einziger Auftritt. Die ebenso muskulöse wie starke Frau hat seither auch in Filmen wie "National Lampoon Presents Cattle Call" (2006) sowie in diversen Underground-Streifen mitgewirkt.

Sexbomb (1989) Komödie um einen Trashfilm-Produzenten, dessen Frau die Dreharbeiten zu seinen neuesten Machwerken nutzen will, um ihn final loszuwerden. Spice Williams in Minirolle als "Sabina".














Sinbad of the Seven Seas (Sindbad - Herr der sieben Meere, 1989). Fantasy-Film mit BB Lou "The Hulk" Ferrigno in Top-Form als Titelheld. Es geht um das übliche: Sindbad und seine Jungs müssen übers Wasser und auf diverse Inseln, um Jungfrauen zu retten und heilige Steine zu finden ("Indiana Jones" Teil zwo lässt grüßen). Teagan Clive spielt die Gehilfin eines Magiers, hat aber physisch wenig zu tun. Ein Jammer, man hätte ihre Muskeln schon mal gern in Aktion gesehen, zumal in diesem schwarzem, knapp bemessenem Einteiler. Nun ja. Ein Kinderfilm, wofür auch die Rahmenhandlung mit Peter Falk (Inspektor Colombo) als Vorleser für seinen Enkel spricht. Teagan Clive (und ihrem nicht jugendfreien Outfit) zum Trotz - der mit US-Beteiligung von einem Italo-Team unter dem Regie-Veteranen Enzo G. Castellari heruntergekurbelte Film hält keinen Vergleich zu den Klassikern aus. Allem voran gilt das für "Sindbad’s 7. Reise" von 1958, zu dem kein Geringerer als Hitchcock-Komponist Bernard Herrmann die Musik lieferte und Trickfilm-König Ray Harryhausen die Spezialeffekte.














Skin Deep (Skin Deep - Männer haben’s auch nicht leicht, 1989). Spritzige und erfolgreiche Komödie des 2010 verstorbenen Blake Edwards (Der rosarote Panther) um einen Mann und seine Frauenprobleme. Remake eines Films mit Burt Reynolds. FBB Raye Hollitt spielt mit überraschend viel Geschick eine liebenswerte Bodybuilderin namens Lonnie Jones (hier ein Bild aus der berühmten Sequenz, in der sie post). Lonnie Jones landet auch für eine Nacht mit der von John Ritter verkörperten Hauptfigur Zach im Bett. 
     Legendär der Dialog zwischen den beiden - der aber immer nur halb zitiert wird und daher den zweiten Gag auslässt. Im Original "hört" sich das so an (den Ton muss man sich denken): 
Lonnie: "Look at it this way, Zach. I’ve worked 5 years, 52 weeks a year, five days a week, 3 hours a day, to build this body."
[Sie zieht ihren Bademantel aus und präsentiert ihren Muskelbody in einem Bikini.] 

Lonnie: "And for one night, this night, it’s all yours."
[Sie spannt ihre Muskeln in diversen Posen an.] 
Lonnie: "How do you feel about that?" 
Zach: "Like Mrs. Arnold Schwarzenegger." 
[Sie lacht] 
Lonnie: "I love your sense of humor."
Zach: "And it loves you." 
Lonnie: "Do you always try to joke your way out of a tight spot?" 
Zach: "Not always. Occasionally, I’m too frightened to make my lips move." 
Lonnie: "I hope you’re not frightened now, Zach." 
Zach: "I’m not, but fortunately my cock is scared stiff." 
      Sprich: Der zuletzt zitierte Satz kommt zwar als Macho-Gag seitens Zach rüber - verrät aber ganz klar, dass ihre Muskeln ihn hinlänglich erregt haben.



















Star Trek V: The Final Frontier (Star Trek V: Am Rande des Universums): Captain Kirk gegen Spocks Halbbruder. Spice Williams in etwas größerer Rolle also üblich: Als Klingonin Vixis, deren Muskeln durchaus das Gefallen der Crew-Mitglieder Chekov und Sulu finden.


The Stranger (Stranger - Wüste der Gesetzlosen, 1995) Thriller mit dem standardmäßigen Rachemotiv: Kathy Long als Bikerbraut, welche in einer Wüstenstadt eine Rockergang aufmischt. Karate-Champ Kathy Long ist nun nicht gerade so muskulös wie weiland Lailani Dalumpines, sieht aber extrem sexy aus in ihrem Lederoutfit und ihrer rotblonden Lockenmähne. Außerdem ist es schlicht geil, wenn sie alles vermöbelt. Und das Video-Titelbild ist der Hammer, wie sie da lässig in ihrem weißen Unterhemd, in superknappen Ledershorts und Stiefeln auf dem Motorrad sitzt, eine mächtige Pumpgun in der Hand. Doch, Kathy Long hätte definitiv mehr solcher Action-betonten Rollen spielen müssen, die sehenswerte Physis dafür hatte sie.


Streets of Rage (1994) Mimi Lesseos als kampfsportaffine Reporterin, die einen Kinderprostitutionsring aufmischt. Das dazugehörige Poster verkündet "Sie ist eine perfekte Waffe" und zeigt sie in zwei Kampfstellungen - eine davon hätte ich gern in Groß, um das Bild an die Wand zu hängen.
      Hier gilt im übrigen dasselbe wie bei Kathy Long: Eine ideale Action-Darstellerin, der nur die richtig guten Sachen gefehlt haben. Und die ihre Schauwerte durchaus hätte zu Markte tragen sollen (ich rede jetzt vom Body in entsprechender Kleidung, nicht von Nacktszenen - zum Nur-Zugucken ist das auf Dauer öde. Wie sagte der Erfinder des Bikini? "Nur nackt ist wie ein Geschenk ohne Verpackung". Aber ich schweife ab.) 

Superweib, Das (1996). Bildschirm-Schreck Veronika Ferres in der Hauptrolle, Katrin Fröhlich und Deborah Schober als Fitness-Maedels.


Terminator 2: Judgement Day (Terminator 2 - Tag der Abrechnung, 1991): Arnold Schwarzenegger kommt wieder aus der Zukunft ins Jetzt - inklusive Titanskelett, Motorrad und Winchester-Flinte, jetzt aber, um Sarah Hamiltons Sohn zu retten. Und Linda Hamilton verbrachte zur Vorbereitung auf ihre Rolle als Sarah Connor Monate am Eisen, so dass sie ihre Muskeln in der legendären Klimmzugszene im Irrenhaus auch eindrucksvoll vorführen konnte: Neben Raye Hollitts "Skin Deep"-Auftritt wohl eine der berühmtesten Frauenmucki-Szenen des Kinos. Seither ist in Erfolgsfilmen leider nicht viel dazugekommen ...

T-Force (Dark Force - Aliens in Black, 1994.) Einer der üblichen "In der Zukunft geht es gegen die Roboter"-Filme. Spice Williams in nicht im Abspann aufgeführter Winz-Nebenrolle als Terroristin.



Tornado Run (1995). Thriller um eine Fernbedienung, mittels derer man versteckte Sprengsätze in den Autos wichtiger Leute auslösen kann. Das soll ein Trupp Elitesoldaten verhindern. Noch einer der Filme, von denen es kaum einer weiß: Eine Bodybuilderin in der Hauptrolle, in diesem Fall Sharon Bruneau als Major Theresa Mitchell. Und all der Schönheit dieser indianischstämmigen Athletin aus Kanada zum Trotz - der geringe Bekanntheitsgrad dieses Streifens resultiert aus einem armseligen Drehbuch, das natürlich von einer unerfahrenen und vom Regisseur miserabel geführten Hauptdarstellerin nicht aufzuwerten ist.


Triple Impact (dt. Video-Titel: Death Heroes, 1992).Kampfsportfilm, in einer der Hauptrollen Bridgett Riley. Sie kommt ebenfalls aus der Kickbox-Ecke und hat wie Spice Williams reichliche Erfahrung als Stuntfrau (u.a. Halle Berry in Catwomen). Von ihrem Äußeren her ist sie eher gertenschlank und nicht sehr muskulös.
Under the Gun (Ironfist, 1995) Thriller mit komödiantischen Zügen um einen Nachtclubbesitzer im Kampf gegen die Unterwelt. Kathy Long spielt einer der Hauptrollen.

Un sapore di paura (Rausch der Begierde, 1988). Teagan Clive in einer Schlüsselrolle: Sie spielt ein Fotomodell, die für Underground-Fotografen arbeitet. Als sie ermordet wird, beginnt die eigentliche Thriller-Handlung dieses italienischen Films.
Vamp (1986) Horrorkomödie um Studenten, die auf der Suche nach Stripperinnen an Vampire geraten. In "From Dusk till Dawn" von Tarrantino gibt es ja einen ähnlichen Plot. Die Oberblutsaugerin wird von Grace Jones verkörpert. Und FBB-Pionierin Lisa Lyon agiert in einer Minirolle.
Vice Academy Part 2 (Hot Cops, 1990). Komödie um zwei Polizeianfängerinnen (u.a. Ex-Pornolady Ginger Lynn), die verdeckt als Stripperinnen arbeiten. Ihr Ziel: Ein Komplott aufzudecken, bei dem es darum geht, das Trinkwasser mit Aphrodosiaka zu verseuchen. Teagan Clive spielt die Rolle mit dem schönen Namen Bimbo Cop: eine Art Robocop - "halb Maschine, halb Frau und nur Müll."














What’s Love Got to Do with It? (Tina - What’s Love Got to Do with It?, 1993). Filmbiographie zu der amerikanischen Sängerin Tina Turner, gedreht nach dem Buch "I Tina" von Frau Turner (bürgerlich Anna Mae Bullock) und Kurt Loder. Weil Tina Turner zeitlebens eine straffe Figur mit gutem Muskeltonus hatte, brauchten die Produzenten für die Titelrolle auch eine entsprechende Schauspielerin. Die fanden sie in Angela Bassett. Die sah nicht nur hinreißend aus, sie spielte auch noch sensationell und verdiente sich zu Recht eine Oscar-Nominierung. Und die Mucki-Fans gerieten ganz aus dem Häuschen, weil Angela Bassett Arme mit eckigen, kraftvollen Bizeps präsentierte. Und das bemerkenswerterweise, ohne es groß als etwas Besonderes zu thematisieren - fraglos eine Ausnahme. Ansonsten ist das einfach ein richtig guter Film (nicht nur) für jeden, der die Musik von Ike and Tina respektive von Tina Turner solo mag. Sollen ja nicht ganz wenige sein.


Wild Thing (Asphalt Kid, 1987) Film mit dem Batman-Thema, nur anders: Junge erlebt den Mord an seinen Eltern mit, flüchtet und wächst in den Slums auf. Später hilft er den Einwohnern dieser Ecke gegen allerlei Pack. FBB Sandra Blackie als Sid in einer Nebenrolle.
Wizards of the Demon Sword (1991). Fantasy-Film um ein mythisches Schwert. Es gibt einige Dinosaurier, Straßenräuber sowie Sklavenhändler zu bekämpfen und eine Prinzessin zu retten. FBB Tina Plackinger in einer kleinen Rolle als Haremsdame.


So, wie eingangs gesagt: Das war's. Das ein oder andere mag fehlen. Aber das ist dann halt so.

Kommentare:

  1. Supermario6/5/11

    Gute Liste, vielen Dank für die Arbeit. Unsereins müßte mal die Möglichkeit haben ein Drehbuch zu schreiben und die Schauspielerinnen auszuwählen.

    Sehr auf meiner Wellenlänge auch der Verweis auf den Swayze-Film "Die rote Flut" , ein absoluter Klassiker, zwar reine US-Propaganda, aber sie sind halt "die Guten", auch wenn unsere rote Presse das nicht wahr haben will.

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  3. Hi Mattmuscle ich würde dir Strange Days (1995) http://www.imdb.com/title/tt0114558/ für deine liste ans Herz legen.
    Angela Bassett dürft da noch etwas mehr Muskelmasse als damals im Tina Film auf die Wage bringen und Louise LeCavalier macht als Cindy 'Vita' Minh eine gute Figur http://i.ytimg.com/vi/xyH7yPjQrUw/0.jpg

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  4. Anonym18/6/13

    Es gibt auch eine Folge der Sci-Fi-Serie LeXX - the Dark Zone mit Andrulla Blanchette!

    LG,
    Spoonk

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