Montag, Juli 25, 2011

Was macht eigentlich --- "The Biceps Bombshell"?


Ein Bild aus vergangener Zeit: Da liegt die blonde
Muskelschönheit und trainiert, die Brust gereckt,
die starken Arme sichtlich angespannt ...
Ihr Bild hängt in groß in meiner Wohnung. Ich meine das der blonden Frau in ganz nackt vor schwarzem Hintergrund und mit der Rose in der Faust, deretwegen ein Streifen Blut über ihren Arm läuft. Klingelt’s?


Einer meiner Träume aus den 80ern -
eine Wolke blonder Haare, dazu ein
Traummucki-Body in einem
knappen Supersexy-Einteiler und
dazu nur noch ich - ach ja ...
 
Richtig: Tonya Knight, seinerzeit bekannt als "The Biceps Bombshell". Ende der 1980er war sie DAS Gesicht des modernen Bodybuilding, eine junge, wunderschöne Blondine mit braunen Augen und einem klar geschnittenen, freundlichen Gesicht. Ihr Markenzeichen waren ihre Arme, genauer: ihre Bizeps. Hart, hoch, eckig, offensichtlich sehr fest und derart klar konturiert wie bei kaum jemandem sonst.

Tonya Knight beteiligte sich zwischen 19984 und 1993 an mindestens zehn Bodybuilding-Wettbewerben, platzierte sich auch mehrfach recht weit vorn. 1988 und 1989 gab es dann einen handfesten Skandal: Wie sich hinterher herausstellte, hatte sie bei zweimal ein Double zu den Drogentests geschickt. Als Folge wurde sie zweimal disqualifiziert. In einem dieser Fälle kostete es sie sogar einen Titel, nämlich den der Ms International 1989.

Tonya Knight spannt stolz eins ihrer
beiden "Warenzeichen" an ...
Okay, Miss Knight steckte aber nicht auf und pumpte weiter. Und nach einem Jahr Sabbatical belegte sie 1991 sowohl bei der IFBB Grand Prix in Italien sowie beider Ms International den ersten Platz. 1993 kam dann der letzte BB-Wettkampf. Von 1989 bis 1992 betätigte sie sich zudem bei den American Gladiators. Ihr Kampfname lautete „Gold“. Eine Knieverletzung setzte ihrem leistungs- und profisportlichem Tun ein Ende.


Prall, hart, stark - ein Traum von einem
Muskelmaedel! Das war Tonya Knight,
auch wenn sie heut ein anderes Leben
führt und sich so wohlfühlt, wie sie
heute ist. Das sei ihr gegönnt - aber
mir halt auch mein Traum.
 Und danach? Eine Heirat, die in die Binsen ging. Soll anderen ja auch schon passiert sein. Vor elf, zwölf Jahren kam dann ein Sohn. Sie stoppte das Training. Wo lebt sie? Toto, I’ve a feeling we are in Kansas – um mal den Zauberer von Oz zu verballhornen.

Inzwischen Mitte 40, trainiert sie wieder, aber für sich, nicht für Wettkämpfe. Das wurde Ende 2010 bekannt (ich weiß, ganz aktuell geht anders, aber ich find's immer noch berichtesnwert). Also, Wettkämpfe schließt sie definitiv aus. Sie hat auch nicht mehr diese goldblonde Haarwolke, sondern etwas dunkleres, längeres und inzwischen glattes Haar.

Tonya Knight heute: Immer noch ein Schuss - ey, die Dame
ist Mitte 40! Ihr Arm ist zum Niederknien. Sie lebt in Kansas,
dem Bildambiente nach zuschließen, arbeitet sie in einer Bar
oder einem Restaurant.
Auch ist sie richtig gertenschlank. Sie gefällt sich so auch wohl besser mit ihren langen schlanken Muskeln als mit breitem Kreuz und praller Muckibrust; speziell den FBB-typischen Einschnitt zwischen den Pectoral-Muskeln mag sie überhaupt nicht. Ihre neue Art des Trainings vereinfacht auch den Klamottenkauf, wie sie sagt.

Ihr Training ist auch auf Fettverbrennung ausgerichtet und dauert zwischen 45 und 60 Minuten. Eigentlich sieht sie aus wie eine durchtrainierte Fitness-Wettkämpferin, ja fast wie eine Asketin, das aber mit unübersehbar trainierten, kräftigen Armen.

Überhaupt: ihre Arme. Die sind zwar auch wesentlich schlanker als früher. Sie sind jedoch so, weil sie die so trainiert. Mit entsprechend hohen Wiederholungszahlen (15 bis 20) und sehr kurzen Pausen zwischen den Sätzen. Auch achtet sie klar darauf, dass sie die Übungen sauber ausführt. Sie wollte, so erklärt sie, ihre Arme dünner, aber „ripped and toned“.

Aber ihre Bizeps sind immer noch unglaublich gut definiert und scharf konturiert, mit Adern unter der Belastung und so. Und trotz ihrer Schlankheit wölben sich ihre geflexten Bizeps immer noch unübersehbar weit nach oben. Sie wirken ja allein schon deswegen so imposant, weil Tonya Knight derartig schlank ist. Denn das verstärkt den Effekt ungemein, einfach weil man bei diesem zierlich wirkenden Körperbau nicht mit derartigen Bizepsmuckis rechnet.

Ich als Fan praller, harter Frauenoberarme kann in diesem Fall nur sagen: Die Arme dieser Frau sehen sehr, sehr sexy aus. Und wollte Gott, meine Arme wären SO toll ausgeprägt!

Tonya Knight proudly presents: Aus leichter Untersicht ist
diese Bizepspracht schlichtweg der Hammer - TK ist immer
noch eine Biceps Bombshell, angesichts derer Burschen wie
ich zu fiepen und jiepern beginnen. 

Sonntag, Juli 24, 2011

Katka Kyptova - weg vom BB, hin zur Fitness

Es ist hier in ihrem Blog nachzulesen - Katka Kyptova aus Tschechien geht nach einer letzten Saison (derzeit läuft ihre Vorbereitung für Madrid) aus dem BB raus und wechselt ins Fitness-Lager. Zurück, muss man wohl sagen, denn da kam sie ja her.

Als Gründe nennt sie mancherlei - unter anderem das Doping und das Geld. Sprich: dass ihr Sport zu teuer sei und/oder zu wenig abwürfe. 

Gleichgültig, ob sie nun dunkel oder blond daherkam, die junge Tschechin mit den riesigen Wahnsinns-Gletschereisaugen hat sich in den vergangenen ein, zwei Jahren zu einem der sexysten Muskelmaedels überhaupt entwickelt - auch wegen ihres schönen Gesichts.

Immer gern und zu Recht genommen war Katka Kyptova als DER Beleg dafür, dass sich ein feminin-markant-hübsches Gesicht, ein schüchtern-träumerisch wirkender Ausdruck und eine zum Teil frappant harte Muskelmasse nicht ausschließen. Im Gegenteil. Denn in diesem Fall ergänzen sie sich sogar zu einem extrem erotischen Gesamtpaket. Zumal sie all das auch noch entsprechend aufreizend (das Adjektiv ist bei mir in diesem Fall ausdrücklich positiv besetzt) präsentieren konnte und immer noch kann.
Nur --- das ist das eine. Sportlich ist da die andere Seite. Nämlich die, dass KK unter Umständen beim nicht per Training beeinflussbaren Körperbau das letzte Quentchen zu dem gefehlt hat, das auf der Bühne über ganz vorn und etwas weiter hinten entscheidet. Sie ist schlank, hat im Moment anbetungswürdig-imposante Arme, von jeher unglaubliche Beine und einen Po Zum-In-Die-Massenproduktion-Geben. 

Aber ihr Rumpf ist, so kommt's mir vor, nicht der breiteste. Gemeint ist: von einer schlanken Taille nach oben hin sichtlich sich verbreiternd --- das V-shape halt.

Den ketzerisch klingenden Satz muss man in Relevanz zu anderen Muskelmaedels sehen. Nicht zum Rest der weiblichen Menschheit. Denn natürlich hat Katka Kyptova einen beeindruckenden Rücken und breite Schultern. Nur - andere FBB der Oberliga sind in der Mitte einen Tick schmäler und oben etwas breiter. Hat wie gesagt nichts mit Training zu tun, sondern mit der berühmten "Genetik". 

Und - so steht ja angesichts ihres Blog-Postings zu vermuten - vielleicht hat sie auch deswegen in den vergangenen Jahren ihre Schinderei am Eisen ein bisserl schnell und ein bisjen viel chemisch unterstützt.

Das tut der gesamte Leistungssport. "Doping" - das ist da eine Frage der Definition und des legal Statthaften/Verbotenen, nicht aber der Tatsache als solcher, dass mit leistungssteigernden Präparaten nachgeholfen wird. Das gilt beileibe nicht nur beim BB. 

Jedoch kommt gerade, so scheint mir, manche für den BB-Sport seitens ihrer physischen Voraussetzungen quasi "ab Werk" besser ausgerüstete Frau da mit weniger "drugs" aus. Temporär lässt sich da vielleicht kompensieren. Doch die ein oder andere Langzeitnutzerin kämpft dann eben mit Nebenwirkungen.

Egal wie und warum: Die Entscheidung, wo und wie man künftig sportlich tätig ist, die darf bitteschön wohl jeder noch selber fällen. Und wenn Katka Kyptova sich für einen anderen Weg entscheidet, dann geht das nur sie und ihr Umfeld etwas an, auch wenn wir Fans das schade finden mögen. 

In der Zeit, in der sie als FBB tätig war (und noch sein wird), war/ist Katka Kyptova auf jeden Fall eine Granate, in ihrer erotischen Ausstrahlung und in ihrer sportlichen Leistung. So soll sie auch ins Pantheon des FBB eingehen.

Und mal abwarten, was ihr das letzte Turnier noch an Platzierung beschert. Vielleicht sieht's dann schon wieder anders aus. Falls ihr Entschluss sich jedoch als endgültig erweisen sollte: Dann bleibt zu hoffen, dass ihr der neue Weg mehr Spaß und Zufriedenheit bescheren möge. Ich wünsche es ihr!

Ach ja, ehe ich's vergesse: Es gibt ein neues cineastisches Meisterwerk. Kann man über Katka Kyptovas oben genannte Website bestellen. Der Preis ist 29,90 Dollar (plus Porto). 

Was der Film zeigt? Katka und Alina in Öl.  Sozusagen.

Es geht darum, dass sich diese beiden Muskelprinzessinnen die kraftstrotzenden Leiber mit all dem schwellenden Fleisch gegenseitig und sensitiv massieren. Armdrücken und Muskelvergleiche, namentlich Waden, gibt's auch noch. Und das in steilen Absätzen ...

Ich bin nun eher der Fan von Mann-Frau-Action, im fiktiven wie im richtigen Leben (auch wenn ich da aus meiner Sicht insgesamt sehr zu kurz gekommen bin - aber wer kann was anderes sagen?). Bei Muskelmaedel-Muskelmaedel-Geschichten habe ich immer den Eindruck, ich als Typ würde da unfairerweise vor der abgesperrten Tür abgestellt und bliebe nur meiner Phantasie überlassen. 

Das kann man jetzt für Schwachsinn halten. Aber es ist die "submessage". Also das - in richtigem Deutsch formuliert -, was ich beim Ansehen diesbezüglicher Fotos, Videos und Stories nun mal unterschwellig wahrnehme. 

Aber diese Scheibe, die werde ich mir trotzdem bei Gelegenheit noch irgendwo besorgen und mich daran delektieren.

Samstag, Juli 23, 2011

Lisa Cross wird grün - Neues vom "She-Hulk"-Video

Ganz in Grün - und was für Muckis!
Gerade habe ich eine E-Mail von Lisa Cross bekommen. Darin teilt die umwerfende blonde Mucki-Schönheit von der Insel zuerst einmal mit, dass sie sich über all die Zuschriften von Fans von allen Ecken der Welt freue, dass sie zur Zeit hart an ihrer Idealform für die World Championships in Serbien arbeite; sie werde übrigens auch für Großbritannien bei der ersten Arnold Classic in Madrid antreten.

Ihre Vorbereitungen und die immer stärker, dicker und definierter werdenden Muckis will sie auch auf ihrer Seite dokumentieren. Und fragt schon mal selbstbewusst-anzüglich: „Glaubst du, du könntest mit all diesen harten sexy Muskeln umgehen?“ (Zumindest probieren würd ich's ja ...)


Dann folgt die Ankündigung, dass sie sich danach zur Entspannung zum Filmen mit Denise Masino träfe (die muss ich nun hier extra nicht vorstellen, vorausetzungsfreies Schreiben hin oder her).
 

Es wäre natürlich toll, so Lisa, wenn da die Fans auch dabei sein könnten, um das Öl aufzutragen. „Nun“, sagt sie, „einige hingebungsvolle Seelen werden sich finden. Es ist eine anstrengende Arbeit, aber irgendjemand muss sie ja tun!“ (Ich würde mich in jedem Fall freiwillig melden, wäre ich dabei, ganz vorn würde ich stehen. Alles an mir würde nach vorn drängen.) Sie sagt weiter, man möge sich vorstellen, wie scharf und erregt sie danach wohl sei – ihre Fans in Miami und New York wird’s freuen: „Miami und New York werden gar nicht wissen, was sie da getroffen hat.“

Doch nun zum Hauptanlass, warum ich diese augenzwinkernd-laszive Zuschrift hier veröffentliche – das She-Hulk-Video. 

Und weil's so schön ist, ein weiteres
Bild von Lisa als She-Hulk. Tolle Pose!
Ich hatte ja schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass es dazu Pläne gäbe. Ein Foto der grün gefärbten Lisa hatte ich ja auch schon dazugestellt.


Wenn Frauen hassen, werfen sie ja manchmal mit Geschirr
oder so. She-Hulk nimmt gleich das Inventar ...

Dieses Video scheint nun tatsächlich umgesetzt worden zu sein - Lisa: „Ich glaube kaum, dass deswegen irgendjemand so aufgeregt ist wie ich. Und ich kann nur um Geduld bitten, bis es endlich veröffentlicht ist. Man hat mir gesagt, es sei in den letzten Stufen der Fertigung. Und man schickte mir einige Standphotos, um euch auf die Folter zu spannen. Sobald ich Näheres zum tatsächlichen Veröffentlichungsdatum weiß, veröffentliche ich es in meinem Blog.“ Und ich tue das hier, sofern frühzeitig genug informiert.

She-Hulk im Comic
Das beiden Bilder zeigen Lisa als She-Hulk bei einer Kampfszene. Und dabei stört es gar nicht, dass die Comic-Version eine Wolke schwarzer Locken mit Grünstich hat, während die filmische mit nordisch-blonden Zöpfen aufwartet. 

Denn das, was natürlich auch etwas für sich hat, ist dieser Umstand: Immer wieder kehrendes Element der Geschichte um She-Hulk ist ja, dass sie beim Zornig-Werden schlagartig wächst, Super-Muckis bekommt und grün wird. Das von jetzt auf gleich Muskulös-Werden geht aber nur um den Preis dramatisch wegplatzender Klamotten und eines darob entblößten Leibes. Das passiert im Mainstream-Comic natürlich immer ganz statthaft und schicklich.

She-Hulk Need Stronger Bra
Und hier im Video? Lisa: „She Hulk braucht ’nen stärkeren BH! Tja, offensichtlich sollten wir mal über einen propere Halterung für diese massiven Möpse nachdenken. Schon komisch, dass sich wohl niemand beschwert hat, als der BH bei der Transformation aufsprang!“

Dann warten wir mal ganz gespannt, bis das mit dem Video soweit ist. Ich werde zwar nicht grün, aber die Gefahr des unbeabsichtigten Klamottenwegsprengens, die besteht bei mir auch – jedes Mal, wenn ich auf diese Bilder blicke ...


Wann kommt DER Film???
Ach ja: Wie das Foto hier zeigt, hat Lisa auch schon mal für die Rolle von Wonderwoman geübt. Ich kann nur sagen: Hammer!

Link zur Website von Lisa Cross: http://lisacross.com. Wer Aktuelles von ihr wissen will, der klicke in der zweiten Reihe von oben auf "Blog".
Mein erstes Posting zu Lisa Cross als She-Hulk steht hier.
Und mehr zu She-Hulk steht an dieser Stelle.



Donnerstag, Juli 21, 2011

Namen, Namen, Wettkämpfe, Wettkämpfe ...

Die entzückende Brigita Brezovac gewann 2010
die Eruopa Battle of Champions

Wettkämpfe mit Muskelmaedels sind seitens meinereinem immer wieder gern besucht, wären die für Typen wie mich wirklich interessanten nicht so verflixt weit weg. Beispiel: Ende Juli findet die "Europa Battle of Champions" statt. Da gibt's ein IFBB-Turnier für IFBB-Bodybuilder beider Geschlechter, zudem solche Herrlichkeiten wie Wettkämpfe im Armdrücken, Grappling (= Mix diverser Kampfsportarten, Hauptaugenmerk liegt auf Haltegriffen), Powerlifting (vulgo: Kraftdreikampf), Crossfit und weiteres mehr, im vergangenen Jahr gab es gar den "Wettkampf der heißesten Mutter" ...

Angesichts des Wortes "Europa" im Namen der Veranstaltung sollte man meinen, dass sich die hochverehrten Muskelmaedels an attraktiven Örtern der alten Welt zusammenfinden. Davon gibt's ja zwischen Kaukasus und Atlantikküste einige, sieht man mal von einer gewissen nordukrainischen Katastrophenstadt ab. Also einfach halbwegs gut erreichbare Orte mit einer ansprechenden Mehrzweckeinrichtung und genug Hotelerie.

Davon hat die Alte Welt so viele, dass jede hier genannte Auswahl völlig unrepräsentativ wäre. Und da könnte man diese "Europa-Schlacht der Champions" prima veranstalten.

Könnte!



Denn tatsächlich findet das im Convention Center von Hartford statt. Hartford? Davon existieren nun geschätzte fünfundzwanzig Ausführungen, und ich meine nun weder das in Cheshire noch das in Camridgeshire. Sondern das in Connecticut.

Connecticut? Was hat das mit Europa zu tun? Das liegt doch in Amerika, oder? Sehr richtig. Und ob das als für die U.S.-Ostküste typische Versicherungs- und Industrie-Niederlassung (Hubschrauber-Firma Sikorsky, Revolver-Firma Colt) so das richtige Ambiente bietet? Das Ambiente einer europäischen Stadt von Athen bis Zagreb, von Amsterdam bis Zürich und - auf Deutschland bezogen - von Anklam bis Zittau? Man darf zweifeln.

Betty Pariso

Nun findet dieser Wettkampf mit dem im ersten Augenblick irreführenden Namen deshalb im Convention Center von Hartford statt, weil die Ausrichter Amerikaner sind: Ed und Betty Pariso. Erstgenannter ist der Mann, zweitgenannte ist die derzeit wohl älteste - mit imposanten 54 Lenzen - aktive Profibodybuilderin der Welt und eine Großmutter mit einem traumhaften Mucki-Body zum Niederknien und Anbeten.

Kim Perez

Im vergangenen Jahr hat das die dieserseits des Bildschirms sehr verehrte Brigita Brezovac gewonnen. Für dieses Jahr angekündigt sind bislang Teilnehmerinnen wie Kim Perez, Tammy Patnode oder Maria Segura, auch Stacey Pillari, Gina Quinn und Mary Ellen Jerumbo alias "The Pump Princess", die Frau, die das rückwärtige Ende eines Trucks anhebt! Sie alle treffen sich im als "Walstatt" auserkorenen Hartford Marriott-Hotel (Downtown) zu Hartford.

Aber warum, beim Teutates, heißt das Ding dann "Europa"?

Gina Quinn
Das liegt an der Nahrungsergänzungsmittel-Firma, die dahinter steckt: Europa Sports Products, gegründet von Eric Hillman und Jeff Compton vor 21 Jahren. Das Unternehmen expandiert stetig, hat mittlerweile gut ein halbes Dutzend Niederlassungen quer durch die USA. Und 2009 kam dann die erste von Europa Sports Products ausgerichtete Veranstaltung, damals noch in Orlando, Florida.


Tammy Patnode pumpt ihre Bizeps-Muckis auf ...
Nun wissen wir, warum das in Amerika stattfindet und dass Amerikaner dahinterstecken. Aber warum die einst ihr Unternehmen "Europa" getauft haben, da erschließt sich mir immer noch nicht ...

Anyway..
Jedenfalls findet dieser Profiwettkampf nun Ende Juli statt. Wird bestimmt eine tolle Sache.
Mal gespannt, wer gewinnt.

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Ach ja. Und hier noch, was man knicken kann: Die Phoenix Pro Show. Nix (mehr) für Muskelmaedel-Fans. Einmal mehr ein Wettkampf, bei dem es für Frauen nur "Figure" und "Bikini" gibt.

Wo ist Alice Schwarzer, wenn man sie braucht? Kachelmann ist raus, neue Aufgaben warten ... 



      

Freitag, Juli 08, 2011

Eine wahre Finnin: Kike Elomaa



Bodybuilding, Popkultur und Politik – wer jetzt »Arnold Schwarzenegger« sagt, der hat vergessen, dass bei dieser Seite »Muskelmaedels« drüber steht. Und die Betroffene ist genau wie der vom Termi- über den Gover- zum Sperminator gewandelte Exil-Austrier jemand,der ebenfalls zu den Pionieren des modernen Bodybuilding zählt: Kike Elomaa.

Kike was?

Fangen wir vorn an. Die Dame, um die es geht, ist keine Amerikanerin, sondern eine Finnin (eine wahre sogar, aber darauf kommen wir noch). Das sieht man auch – sie ist blond und blauäugig.

Geboren 1955, heißt sie mit vollem Namen Ritva Tuulikki Elomaa. Und sie gehörte neben Rachel McLish und Kay Baxter und Carla Dunlap und Georgia Miller-Fudge und Claudia Wilbourn und Lisser Frost-Larsen zu den Maedels, die das Frauenbodybuilding vor gut 30 Jahren geprägt haben.

Gleich der zweite Titel der Ms. Olympia ging an sie, nämlich 1981. Da startete sie mit einer Größe von 1,65 Metern und einem Gewicht von 53 Kilogramm --- das waren noch andere Zeiten. Denn heute ist das die Gewichtskategorie der Fitness-Girls.

Was sie da 1981 hinlegte, war nichtsdestotrotz schlicht sensationell: Sie gewann nämlich außer der Olympia die finnische Meisterschaft, die europäische und die World Games. So etwas nennt man anderswo Grand Slam. Damit verwies sie Größen wie Carla Dunlap und Rachel McLish auf die Plätze.

Jedenfalls startete sie bei BB-Wettbewerben bis ungefähr 1983, dann gab sie das dran, blieb aber sportlich (bis heute). Sie initiierte in ihrer Heimat auch ein eigenes Sportturnier.

So. Nächste Karriere. In Finnland avancierte sie in den nächsten Jahren zu einer äußerst erfolgreichen Popsängerin, die sich darüber hinaus auch schon im Opernfach erfolgreich bewährt hat. Das liest sich nüchtern. Aber Kike Elomaa ist in ihrer Heimat ein ganz großer Star. Denn zeitweilig galt sie als die populärste Frau in Finnland.

Außerdem hat sie sich politisch engagiert – nämlich bei den Perussuomalaiset. Auf Deutsch: Bei den ”Wahren Finnen”. Das ist eine – und da wird es je nach politischer Prägung erfreulich oder unerfreulich – durchaus nationalbetonte politische Gruppierung. 1995 aus der Auflösung einer anderen Partei entstanden, vergleichen politische Beobachter die echten Finnen gern mit der ultra-konservativen Tea Party-Bewegung der USA. Mit dem Unterschied, dass es hier auch um eine starke Betonung des Wohlfahrtsstaats geht. Und wie alle nationalistisch geprägten Gruppierungen haben sie logischerweise auch einige durchaus nachvollziehbaren Vorbehalte gegen die Globalisierung.

Kike Elomaa wurde nun bei den Parlamentswahlen als Vertreterin des eher städtisch strukturierten Wahldistrikts Finland Proper in die Eduskunta, das Parlament der Finnen, gewählt – bis 2015. Insgesamt sind die Wahren Finnen drittstärkste Kraft geworden.

Das zeigt mal wieder eins – nämlich, dass sich Muskelmaedels eben nicht nur auf ihren Körper reduzieren lassen. Und dass das gern genommene Vorurteil vom doofen Bodybuilder falscher nicht sein kann. In Kike Elomaas Fall allein schon deshalb nicht, weil sie sich zu einer Zeit als Europäerin ans Bodybuilding gewagt hat, als das in der AlteWelt noch als reine Männerdomäne gab und jede FBB sich Vorwürfen wie »Mannweib« ausgesetzt sah. Nun, egal zu welcher Zeit - sehr viel weiblicher als Kike Elomaa, das ging eigentlich nicht ...

Ihre Siege bei der »Olympia« und auch bei anderen Wettkämpfen ebneten aber dem Frauenbodybuilding in Europa den Weg. Das ist übrigens nicht nur meine unbescheidene Ansicht, sondern auch die der IFBB. Denn die hievten Kike Elomaa 2001 in ihre Hall of Fame – dies auch, weil die schöne Nordeuropäerin mit von den Amerikanern gern als typisch europäisch beschriebener Klasse auftrat und wohl auch über ein ordentliches Quantum Charme verfügt. Und wahrscheinlich noch verfügt ...

Na, dann sei Kike Elomaa mit der neuen Karriere alles Gute gewünscht - auch wenn ich persönlich wohl anders gewählt hätte. Aber ich sehe es so: Politisch mag man anderer Meinung sein. Aber deswegen kann man jemand anderen doch noch mögen, sie/ihn sympathisch finden dürfen, oder? Ausnahmen gibt's, logisch. Aber wenn es als Prinzip anders wäre, dann würde das meine Ansicht von Pluralismus mächtig stören!

Apropos Finnland. Da wäre dann auch Marjo Selin zu nennen. Aber das ist mal eine andere Story. Abschließend noch ein Foto von Frau Elomaa aus jüngerer Zeit. 



Sonntag, Juli 03, 2011

Pervers, oder was: Warum ist man ein Schmoe?

In den vergangenen Wochen und Monaten kamen mehrfach Mails an, aus deren Inhalt sich die eingangs stehende Frage „destillieren“ lässt. Zum einen fragten die Schreiber sich und auch mich, wieso es diesen Fetisch beim FBB (und anderen kraft- und muskelwachstumsförderlichen Sachen) gibt und nicht in anderen Sportarten, in denen die Frauen tätig sind. Zum anderen: Uübersehbar ist da bei so manchem die Verzweiflung darüber, diese Art von Trieb/Neigung/Fetisch/Spleen/Tick zu haben.

Zuerst einmal etwas Etymologie, also Wortgeschichte:
Schmoe = das ist der FBB-szeneübliche Begriff für all die Kerle, die sexuell auf sichtlich muskulöse Frauen stehen, am besten solche, die ihnen körperlich überlegen sind. Damit ist auch klar, warum es vor allem das FBB betrifft: Es geht ja den hier tätigen Maedels explizit darum, die eigenen Muskeln auszubilden und sie - sofern Wettkämpferin - auch zur Schau zu stellen. Bei anderen Sportarten stehen die Muckis quasi im Dienst der Sache (etwa dem Kicken, Boxen, Hürdenlaufen ...), beim BB sind sie das, um das es geht. Daher zieht das auch Leute wie uns an, die derlei bewundern.  

Der Begriff Schmoe stammt aus dem durchs amerikanische Englisch gefärbten Jiddischen. Er ist eine Ableitung von „Schmock“ und heißt so viel wie „Depp“ oder „Blödmann“. Als Bezeichnung für die erklärten Muskelmaedel-Liebhaber setzte sich das zirka vor fünfundzwanzig Jahren durch. Seine neue, zusätzliche Bedeutung bekam „Schmoe“ von Teresa Jean Bell alias „Pillow“ aus Alaska. Sie war in den 1980er Jahren als Weltklasse-Bodybuilderin berühmt und zudem als Varieté-Stripperin im Stil der 1950er Jahre tätig – doch, echt! Anderen Quellen zufolge soll Kay Baxter, ein anderes legendäres Muskelmaedel (1988 infolge eines Unfalls verstorben), den Begriff erstmals in der für uns relevanten Weise angewendet haben. Sprich: Mit Blick auf und als Sammelbegriff für die schüchtern-schwächlichen und nervig-notgeilen Frauenmucki-Fans ...

Also: Pervers, oder was: Warum ist man ein Schmoe? Ich maße mir mal eine Antwort auf die Frage an. Gegliedert in zwei Teile. Einen eher gesellschaftlichen und einen eher psychologischen. Das soziale zuerst.

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1) „Pervers, oder was?“
Dazu von mir als erstes dies: Es ist absolut nichts Schlechtes, Verwerfliches oder Verächtliches, wenn ein Mann Frauen mit richtig stark ausgeprägten Muskeln mag. Ja und? Am besten einfach genießen – Himmelherrgott, die von vielen hier vermutete Ächtung hat doch nur etwas mit gesellschaftlichen Konventionen zu tun. Bei genauem Hinsehen zeigt sich der Grund dafür, warum das viele Männer nicht öffentlich zugeben: Sie haben schlicht und einfach Angst, dass man sie beim Verstoß gegen diese gesellschaftlichen Regeln erwischt. Die Angst lässt sich in den Anwurf zusammenfassen: „Du bist ja wohl pervers“ und eine damit verbundenes, eventuelles Absinken in der Achtung der anderen.

Ich würde lügen, würde ich sage, dass ich das Gefühl nicht kenne.

Aber noch mal: Ja und? Diese ganz enge Art der Begriffsdeutung des Wortes pervers (auch: deviant) stammt ursprünglich wohl aus der Vergangenheit des Wilhelminismus und soll auch da bleiben. Verkürzt gesagt: Demgemäß wich alles von der Norm ab, was nicht zur Missionarsstellung und zum Arterhalt passte. Prostitution war mancherorts verboten und auf bestimmte Ecken beschränkt; Homosexualität und andere sexuelle Praktiken (zwischen eigenverantwortlichen Erwachsenen, ich rede absolut von nichts anderem) waren strafbar – nichts da mit „Ich bin schwul, und das ist auch gut so...“

Toleranz und Akzeptanz sehen anders aus.

Heute haben wir uns wenigstens in Mitteleuropa gesellschaftlich darauf verständigt: Das, was hinter der Tür zwischen Erwachsenen in gegenseitigem Einvernehmen vorgeht, ohne dass jemand Schaden nimmt, das geht niemanden etwas an. Mehrere Ehen/Beziehungen im Laufe eines Lebens sind doch völlig normal; die Soziologen haben für die daraus ergebenden Folgen den Begriff „Patchwork-Familie“ geprägt. Wir haben offen homosexuelle Politiker und sonstige Prominente. Und ganz aktuell schaut Deutschland wie der Rest der Welt einigen höchst sportiven jungen Damen beim Kicken zu, von denen manche (auch oder ganz) gleichgeschlechtliche Neigungen haben.

Darf ich etwas Negatives sagen, wenn jemand wie ein Satyr herumpoppt, seine Partnerinnen wie das sprichwörtliche Hemd wechselt oder zum x-ten Mal heiratet?
Nein, natürlich nicht!
Zum Andersrum-Sein?
Wieder entschieden: Nein!
Schmälert das Bi-Sein Leistung, Ansehen oder Vorbildcharakter zum Beispiel einer Nadine Angerer?
Nein, natürlich und selbstverständlich nicht im mindesten. Die Frau ist eine nachgerade brillante Torhüterin, hat eine makellose sportliche Karriere absolviert und ist zudem ein mir sympathischer Paradiesvogel mit viel Sinn für skurrilen Humor und Selbstironie.

Ich darf mich auch nicht (vollkommen zu Recht!) einmischen, wenn jemand eine schwule Beziehung lebt, stets in Seidenbettwäsche Sex haben will, als Frau vorzugsweise auf behaarte Südländer steht, als Mann nur dicke Frauen mag oder solche aus Zentralafrika, weil er auf die dunkle Haut abfährt (das beschreibt so ungefähr das, was ich im weiteren Umfeld alles schon an individuellen Vorlieben mitbekommen habe, unter anderem).

Diese tolerante Einstufung sexueller Ausprägungen ist doch inzwischen in Mitteleuropa gesellschaftlicher Konsens!


Wenn das so ist, dann gilt folglich auch: Warum soll mir irgendjemand etwas anhaben dürfen, wenn ich Muskelmaedels mag?

Die Antwort ist klar: Dürfen tut’s niemand, passieren tut’s doch. Weil es überall – hier passt das deftige Wort – Arschlöcher gibt. Die machen sich in ihrem kleinen intoleranten Geist einen Spaß daraus, diese Neigung als Schwäche auszulegen, hintenrum die Betroffenen schlecht zu machen und ihnen nur allzuoft wahrheitsverzerrend bestimmte Dinge wie „schwule Tendenz“ oder „wohl ein Weichei“ zu unterstellen.

Hier hilft nur eins, wenn es zum Schwur kommt: Selbstbewusst und offensiv dazu stehen. Und auch dem intriganten Gegenüber klar machen: „Das geht dich nichts an, wie mich auch dein Sexualleben nichts angeht.“ Und es gilt die Ansage: „Wenn du mich magst, dann mit allen meinen Facetten. Mich gibt es nur ganz oder gar nicht.“

Denn Sexuelles ist in den meisten Fällen Gott sei Dank privat, auch wenn altersgeile Lustgreise wie Signore Bunga-Bunga und Mister Playboy das anders sehen. Ihre Sache. Abgesehen davon: Ein bisschen neidisch bin ich irgendwie schon.

Aber im übrigen möchte ich eigentlich nicht im Detail wissen, mit was sich meine Bekannten vergnügen und was sie so inspiriert. Wenn ich’s erfahre: okay. Wenn nicht, auch gut. Und wenn man Computerfachleuten glauben darf, wenn man das entsprechende Angebot im Web hinzunimmt: Das sexuelle Tun beschränkt sich eben nicht nur auf den Verkehr als solchen. Wer das sagt, der lügt oder hat keine Ahnung.

Die zunehmende gesellschaftliche Toleranz in diesen Dingen speist sich auch aus der Erkenntnis, dass zum normalen Sex vielerlei gehört und viele da ihre eigene Art haben. Und eben auch ihren Fetisch.

Es ist doch wohl ein himmelweiter Unterschied zwischen folgenden zwei Dingen. Zum einen solche für den Rest des Umfeldes völlig harmlose, wenn auch von der angeblichen Norm etwas wegtendierende Neigungen in einem ansonsten selbstbeherrscht geführten Leben. Und zum anderen ein ganz und gar nicht harmloses Dasein als schändender oder gar mörderischer Triebtäter! (Ich habe auch Kinder in meinem Umfeld und möchte nicht darüber nachdenken, was ich mit dem täte, der ihnen was täte!) Wer diesen Unterschied nicht rafft und einen deshalb herabsetzt, dem würde ich die Freundschaft aufkündigen.

Also: Bangemachen gilt nicht – aber Diskretion schadet auch nicht. Ich denke, wer so verfährt, sollte einigermaßen damit klarkommen, ein Schmoe zu sein. Eigentlich ja nicht viel anders als sonst auch, oder?

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2. „Warum ist man ein Schmoe?“
Die Antwort darauf ist die, die bei allen Menschen gleich ist: Irgendwann im (meist ganz frühen) Leben gibt es entsprechende Prägungen. Die reagieren sozusagen mit dem, was man bei der Zeugung mitbekommen hat. Zuerst wirkt sich dieses Aufeinandertreffen von äußeren Einflüssen auf die Veranlagung wohl nur psychisch aus. In der Pubertät kommt dann der Effekt auf die Sexualität hinzu.

Noch einmal: Dies beschreibt – in sehr vereinfachter Form – das für alle Menschen identische Grundprinzip, wie sie zu ihrer sexuellen Ausrichtung kommen, auch wenn sie Teile davon erst sehr viel später ausleben sollten.

Hat man das Prinzip kapiert, weiß man eigentlich auch, warum man ein Schmoe geworden ist:
- Es gibt eine bestimmte Grundveranlagung.
- Es fanden entsprechende Prägungen statt.

Welche Prägung, wie und wann? Wenn es anderen Betroffenen so geht wie mir, dann dürften sie über diese Frage noch und nöcher nachgegrübelt, ja, sich regelrecht das Hirn zermartert haben. Und dies, ohne die alles entscheidende, erklärend-erlösende Antwort zu finden.

Warum ist das so? Ganz einfach: Die meisten dieser entscheidenden Grundprägungen finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem wir als Kinder noch gar nicht um deren Bedeutung wissen und uns das daher auch überhaupt nicht bewusst merken. Aber das Unterbewusstsein registriert das sehr wohl. Es kommt meiner Meinung noch hinzu: Das sind meistens keine singulären Ereignisse oder Erlebnisse. Solche Prägungen erfordern über längere Zeit ein entsprechendes Klima.

Von und für Schmoes immer wieder gern genommen, weil so schön offensichtlich: Dominante Mütter respektive sonstige in dieser frühen Phasen prägende Frauenspersonen. Neben Großmüttern, Tanten oder älteren Schwestern etwa die herrische Kindergärtnerin, die kräftig-rabaukige Nachbarstochter oder irgendeine andere ältere und/oder körperlich und/oder geistig überlegene Frau, die einem kleinen Jungen Respekt/Angst einflößt.

Isses das?

Die Antwort reicht je nach Fall von „nö“ über „vielleicht“ bis „ganz sicher“. Wie gesagt: Es hängt auch von der eigenen Veranlagung (Disposition) ab. Der eine reagiert auf solche frühkindlichen Lebensbedingungen so, der nächste auf dasselbe anders.

Und: Es muss ja auch nicht etwas sein, das man selber erfahren hat. Es kann ja auch etwas sein, das man in der Altersphase bei anderen beobachtet oder sonst wie mitbekommen hat: Viel Spaß beim Nachgrübeln aber auch.

Egal wie: In dieser allerersten Phase wird nur die Basis für unser Faible gelegt – also noch nicht die konkrete Neigung für muskulöse Frauen oder die Vorliebe für körperlich normale, aber herrische Frauen oder die Vorliebe für Sado-Maso und was es sonst alles noch gibt. Solche konkreten Neigungen brauchen meinem Dafürhalten erstens und unabdingbar diese Grunddisposition aus zumeist unbewusster Prägung und individueller Veranlagung. Das ist die erste Phase.

In der zweiten, vielleicht auch noch in mehreren weiteren Phasen erfährt man dann einen oder mehrere entsprechende Reize – in unserem Fall das Faible für Muskelmaedels. Und mit Einsetzen von Phase zwei weiß man zumeist auch, dass da etwas für die eigene Neigung Entscheidendes passiert. Daran erinnert man sich meistens auch später noch.

Der Ablauf dieser Phase ist in meinem Fall ganz klar: Ich war ein schwächliches Kind, der beginnende Aufbau und die Steigerung der Körperkraft kam bei mir erst am Übergang vom Teenager zum Twen (sagt man das heute noch?). Ich weiß, dass ich schon mit sieben, acht Jahren von kraftvollen Frauen phantasierte, mir aber auch immer wünschte, selber stark zu sein. Zu Beginn der Pubertät habe ich kurz davon fantasiert, wie es wäre, ein richtig muskulöser Kerl, ein Superheld zu sein, und mich in solche Figuren hinein fantasiert, auch sexuell, das machte mich an: die Erregung, geboren aus dem Wunschbild, auch so aussehen zu wollen. Hat schon was Narzisstisches, das weiß ich. Dieser Teil von Phase 2 hat mich auch lange ganz arg in meinem Selbstverständnis als (werdender) Mann beschämt.

Dann kam bei mir in meinem Denken immer mehr zum Tragen, dass sich doch Frauen mit schönen Beinen, Brüsten und Popos für solche Phantasien (und natürlich auch für bestimmte praktische Tätigkeiten, so von Mensch zu Mensch) viel, viel, viel besser eignen. Vor allem mit kurzen und/oder engen Röcken, tiefe Dekolletees und hohen, engen Stiefeln… Parallel dazu begannen meine sexuellen Phantasien auch um körperlich starke Frauen zu kreisen – das Wort „auch“ ist hier ganz wichtig.

Solche kraftvollen Frauen tauchten allenfalls in den Comics mit Superheldinnen auf und mit Figuren wie „Emma Peel“ auch mal im TV. Doch sah man die stets in klassisch weiblicher Form. Also ohne, dass ihr Äußeres auf ihre Fähigkeiten hingewiesen hätte. Richtig ausgeprägte Muskeln bei Frauen, das galt in meinem Umfeld als biologisch unmöglich. Allenfalls in den Underground-Geschichten von Robert Crumb gab es Hinweise auf solche Wesen. Aber das waren ja nur Comics, nicht wahr?

Dann kamen die ersten Fotos von Bodybuilderinnen. Ab dem Moment hing ich, mal als Angler gesprochen, am Haken. Das war mir anfangs natürlich auch nicht recht: „Wieso habe ausgerechnet ich solche Vorlieben?“ Und mit Blick auf die ein oder andere Flamme: „Was ist, wenn sie davon erfährt, dass ich Frauen mit solchen Supermuckis anbete?“

Heute sehe ich’s so: „Wieso denn nicht?“ Denn es macht bei allem damit verbundenen seelischen Driss eben auch Spaß. Manchmal sogar ganz viel! Und den gedenke ich damit noch zu haben, solange es mir als mittelaltem Menschen noch irgendwie möglich ist.


Das ist das, was ich jedem anderen Schmoe auch empfehle. Dies als meine Antwort auf die „große Frage“ – zumindest auf diejenige in unserem vergleichsweise kleinen Fall. Denn wie uns der Prophet Douglas Adams mitgeteilt hat, lautet die Antwort auf die wirklich und tatsächlich ganz große Frage ja bekanntermaßen: --- „42“ …