Montag, September 30, 2013

Ms. O - die Ergebnisse




Sodele - das kommt vom Leben auf dem Land: Kurz vor Beginn der Ms. Olympia tritt meine Internet-Verbindung in Streik und ist bis heute nicht dazuzubewegen, wieder ihre Arbeit aufzunehmen. Und mein Computer-Fachmann ist noch ein paar Tage auf Reisen. Daher schreibe ich das hier von unterwegs.

http://www.bodybuilding.com/fun/images/2012/womens-bodybuilding-iris-kyle.jpg

Also: Iris Kyle hat die Ms. O zum neunten Mal gewonnen. Das ist Rekord, ich glaube nicht, dass das in irgendeiner Klasse beim vom IFBB ausgerichteten Bodybuilding jemandem schon gelungen ist, unabhängig vom Geschlecht. 



Die gute Botschaft für uns Europäer (und alle ihre ungezählten Fans, allen voran mich): Alina Popa hat es auf den zweiten Platz geschafft! Dafür den allerherzlichsten Glückwunsch und ein paar hugs'n kisses aus der Distanz. Brigita hat Brezovac es auf den fünften Platz geschafft - das ist auch klasse, wirkt im Vergleich aber irgendwie undankbar. Juanita Blainos sechster Rang ist ebenfalls eine Überraschung - die Platzierungen von Debi Laszewski und Yaxeni Oriquen hingegen nicht.  



http://nmlifestylemag.com/wp-content/uploads/2011/06/DSC_2831.jpg


Die Platzierungen der Finalistinnen:

1. Iris Kyle
2. Alina Popa
3. Debi Laszewski
4. Yaxeni Oriquen
4. Brigita Brezovac
6. Juanita Blaino
7. Jennifer Abshire
8. Monique Jones
9. Anne Freitas
10. Cathy LeFrancois
11. Maria Rita Bello
12. Tina Chandler
13. Tammy Jones (DNF, also Did Not Finish)

Mehr kommt, sobald mein Webanschluss wieder steht.

Mittwoch, September 25, 2013

Alles Gute zum Geburtstag, Brigita Brezovac!

Und bitte immer wacker abstimmen, oben bei der bis 26./27. 9. '13 laufenden Umfrage danach, wer Ms. O werden soll.

******************** 
 
BBBB = Big Biceps, Brigita Brezovac!

Heppi börsdai, oder wie das auf Englisch heißt, zudem mit einem Tag Verzug: Also, alles Gute, liebe Brigita Brezovac! Ich wünsche dir, dass du gut gefeiert haben wirst. Auch wenn das direkt vor dem großen Wettkampf eher unwahrscheinlich ist. Da ist man als FBB einfach platt, weil die extrme Phase der Diät erreicht ist und die Athletinnen um ihre Kräfte ringen müssen...

Nochmal ein Blick auf BB's Superarm, garniert
mit diesem bezaubernden Lächeln und
einem Blick aus diesen grünen Augen ...

Ich wünsche dir zum Geburtstag, dass du dieses Mal eine bessere und vor allem gerechtere Platzierung als im vergangenen Jahre erreichen mögest. Und nichts gegen die Leistung von Iris Kyle, sportlich ist das unangreifbar, zumal sie jedes Mal eine atemberaubende Verfassung präsentiert. Aber, ist das alles für eine Athletin, die wie in jeder Sportart mit ihrem Sieg ja auch automatisch eine Vorbildfunktion überrnimmt? Denn sie soll ja auch Werbung machen für diesen Sport, als Attraktion für den Nachwuchs dienen und das Bodybuilding nach außen vertreten...



BB - kameraffin ist sie auch. Und wie! Was
nicht unwichtig ist für jemand, der
als Aushängeschild des Bodybuilding dient!

Da fehlen mir in den vergangenen Jahren die Impulse.
Aber ich bin ja auch nur ein Fan.
Ich weiß auch nicht, was die zuständigen Funktionäre reitet, stets so zu entscheiden. Und dann staunen zu müssen, dass jegliche neue Impulse in diesem Zweig der Körperkulturistik ausbleiben. Ist es Geld? Krankhafter Nationalismus? Wie gesagt: Ich verstehe es nicht.

BB - sie macht sich einfach gut vor der Kamera:
Muskeln über Muskeln, kombiniert mit diesem
berühmten "weiblichen Etwas": umwerfend!

Ich glaube daher, dass Muskelmaedels wie du (und auch Alina Popa) da eine andere Wirkung entfalten könnten. Zumal du dich bei den beiden bisherigen Teilnahmen augenscheinlich auch mit der dir eigenen Mischung aus Fröhlichkeit, Charme, Witz und Intelligenz präsentiert hast. Und das ist - jenseits des muskulösen Bodys - etwas, das schlichtweg anziehend wirkt. 

Man sieht's an den Haarfarben und-längen, dass es
schon eine Weile her ist - aber das ist ein schöner
Schnappschuss von BB und Alina Popa, die jetzt am
Wochenende in Vegas miteinander wetteifern werden. 

Ich könnte mir daher etwas sehr viel Schlechteres vorstellen als das, dass du den Titel nimmst und folglich einfach durch deine unverstellte, offene Art mit diesem ansteckenden Lachen und mit deinen schönen grünen Augen für einen anderen Anschub beim Frauenbodybuilding sorgt. Iris Kyle ist nicht das falsche Rollenmodell aus sportlicher Sicht oder weil sie hässlich wäre - beides ist absolut falsch. Aber Ausstrahlung, die sehe ich bei ihr nicht, das hat die auf Messen stets freundliche, leise Amerikanerin meinem Dafürhalten nach einfach nicht
.  



BB - wie war das mit der Kamera-Affinität? Ich habe
Dutzende von BB abgelichtet, aber BB gehört sicher zu
denjenigen, die das Spiel mit der Kamera perfekt
beherrschen. Nicht unwichtig für jemanden, der in
diesem Sport an der Spitze unterwegs ist.  

Daher wünsche ich dir für das kommende Wochenende, dass du dieses Mal FAIR platziert werden wirst und natürlich auch, dass deine Vorbereitung punktgenau und damit perfekt auf den Wettkampfabend abgestimmt sein möge!  
 

Sonntag, September 22, 2013

Knigge für Fans: Bewunderung oder Stalking?

Und vor allem anderen: Wer noch nicht hat - bitte bei der oben stehenden Umfrage "Wer soll Ms. O werden?" abstimmen (bis Ende September 2013)!

***********************




In der letzten Zeit fällt mir beim Lesen in den berühmten sozialen Netzwerken eins auf - nämlich die Vorstellung, die sich anscheinend der ein oder andere vom Leben eines Muskelmaedels macht. Demzufolge sind unsere verehrten Biceps Babes ununterbrochen am Pumpen, haben nichts anderes im Kopf als das nächste Gewicht, die nächste Übung, die nächste Pose vorm Spiegel. 


Halt - natürlich, da ist noch etwas. Natürlich machen unsere starken Weiber nichts lieber, als zwischen den ganzen "Pump-das-Eisen"-Einheiten sich sofort von Kopf bis Fuß einzuölen oder - noch besser - einölen zu lassen, um sich dann in ein paar High Heels und eine in Sachen Stoffmenge wirklich nicht wesentliche Bekleidung zu werfen. Um sich dann vom Schatz zu Hause gebührend bewundern zu lassen, während sie ihn im Gegenzug dominiert und so richtig scharf macht und ihm zeigt, was für ein Schwächling er ist und dabei geflissentlich zu ignorieren scheint, dass der Stoff seiner Unterhose kurz vorm Wegfliegen ist ... 



Natürlich gebe auch ich mich liebend gern solchen Tagträumen hin, phantasiere vor mich hin, wie es wohl wäre, wenn mich diese oder jene Dame träfe und wenn man mal mehr als nur die berühmte Session-Stunde Zeit für dies oder das hätte, wenn man mal zusammen genüsslich und geruhsam seine und ihre Wünsche erkunden könnte. Und natürlich ist da auch immer die Nummer mit dem Öl, mit dem Worship, mit dem erotischen Spiel von Über- und Unterlegenheit und dem Vorführen von Weiblichkeit in Kombination mit diesen stahlharten, schwellenden, straffen Super-Muckis ...



So - und jetzt mal was aus dem richtigen Leben, und deswegen auch nur als Text und ohne animierendes Bilderwerk: Die meisten Muskelmaedels leben in einer Beziehung, ob nun mit Trauschein oder ohne, ob nun hetero oder sonstwie, ob nun kurz oder lang. Und wie in jeder Beziehung geht es da eben NICHT nur um das eine - in diesem Fall das vom Wecken bis zum Schlafen-Gehen dauernde Muscle Worship - sondern um das Miteinander zweier Menschen. 

Zwei Personen, die sich sehr mögen oder gar lieben. Die sich dennoch täglich zusammenraufen müssen -wegen tausenderlei Differenzen. Zum Beispiel, weil er immer die Socken liegen lässt, wo er sie auszieht, während sie kategorisch die Zahnpasta- und Tomatenmark-Tuben schon halb entleert zum Müll gibt. Zwei Menschen, die zusammenleben, weil sie einander verstehen, wissen, wann der eine Trost braucht und Zuspruch und wann einen Tritt in den Allerwertesten. Und die vielleicht auch Verantwortung haben für die gemeinsamen Kinder oder ein zusammen betriebenes Geschäft. Die gucken müssen, ob am Ende des Geldes noch genug Monat übrig ist oder ob es glücklicherweise mal anders herum läuft. Und die sich freuen, wenn ihre Clique zum gemeinsamen Spiele-Abend vorbeikommt und der Schwiegervater endlich, endlich die lange versprochenen Reparaturen am Balkongeländer durchführt ...

Warum ich das hinschreibe? Das scheinbar alles öffentlich machende, jedes Privatissimum abschaffende "Fratzenbuch" hat leider eine alte Unsitte verstärkt - nämlich sich das als harmlose Fanbewunderung gebende Internet-Stalking. Da fabuliert man öffentlich, aber anonym ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten der Auserkorenen über deren Körpermaße und wie es wohl mal wäre, wenn man sie befühlen, einölen dürfe oder gar - Traum der Träume - ihre Stärke vorgeführt bekäme, natürlich so, dass sie unmissverständlich sehen könne, was man deswegen gerade aber auch für ein Hammergerät in der Hose hat...

Noch mal: Ich träume auch von so etwas, auch ich flirte liebend gern mit Muckimaedels online, wobei es immer um virtuelles Worship geht. Bekanntlich nutze ich auch gelegentlich die Chance auf entsprechende Sessions, die sich mir bieten (wenn der Kontostand mitspielt). Hallo, das alles sind mit die Hauptgründe für diesen Blog. Ein anderer war und ist mir aber auch wichtig: Ich habe immer versucht, bei Portraits etwa von Muskelmaedels auch die Person vorzustellen, ihre sonstigen Interessen, ihren Charakter und so weiter. Denn für mich gibt es das eine nicht ohne das andere. Und somit meine ich auch, dass man die muskulösen Athletinnen nicht immer nur zum Objekt seiner Phantasien machen darf. Oder dass man zumindest so verfährt, die Phantasien für sich zu behalten und sie nicht unaufgefordert, aber aufdringlich der Betroffenen aufnötigen zu wollen. Sprich: Ich muss natürlich Rücksicht nehmen - was heißt müssen: Das gehört sich einfach so! 

Also, ohne Wenn und Aber: Tabu ist es, jedes toll gebaute Muskelmaedel mit mehr oder minder eindeutigen Phantasien zu nerven. Vor allem dann nicht, wenn eine Minimalrecherche in älteren Postings oder auf ihrer Website oder einfach im Web schon klar zeigt, dass die Betreffende NICHTS dergleichen haben will und sich regelrecht genervt von solchen versteckten Avancen fühlt. 

Klar, man kann nun argumentieren, "selber schuld, warum zeigt sie diese vielen Fotos mit ihren Pracht-Bizepsen und ihre massiven Schenkeln" - kann man so sehen. Aber das ist im Prinzip absolut dasselbe, wenn das Vergewaltigungsopfer selber Schuld an dem an ihm verübten Verbrechen sein soll und der Täter feige die Verantwortung für das eigene Tun von sich schiebt. Das ist jetzt sicher eine harte Ansage. Soll es auch: Vielleicht klingelt es ja jetzt mal bei dem ein oder anderen "Fan" laut und deutlich zwischen den Ohren!

Merke: Manch eine Bodybuilderin zeigt einfach deshalb ihre Muckis her, weil sie stolz darauf ist, stolz auf das, wofür sie sich monatelang geschunden hat, sie ist also stolz aus sportlicher Sicht. Und NUR so!  Und sie postet die Fotos und Filme, weil sie - wie Millionen anderer Menschen auch - via sozialem Netzwerk mit Gleichgesinnten in aller Welt schreiben, fachsimpeln, sich austauschen und vielleicht auch rumblödeln will. Und all das, OHNE dauernd von Fremden schmierig angemacht zu werden.

Übrigens: Natürlich gibt es auch Ladies, mit denen man online, im Chat oder per Skype solche virtuell-erotischen Spielchen veranstalten kann. Das ist dann aber eine klare Sache, bei der man das von vornherein weiß, ehe man sich mit zittrigen Fingern über die Tastatur her macht.  (Klar ist ja wohl auch, dass es sich da fast immer um eine geschäftliche Transaktion handeln wird.) Bei Muskelmaedels, bei denen man das nicht weiß, kann man allenfalls allerhöflichst anfragen - sollte dann aber auch genug Cojones haben, wenn es trotz der formvollendeten Anfrage eine deftige Abfuhr gibt: Vielleicht hat die Betreffende nämlich überhaupt keine Lust mehr, dauernd solches Zeug ihr völlig unbekannter notgeiler Typen mit ihr völlig verquer vorkommenden Vorlieben zu beantworten.

Sollte man auch mal aus dem Blickwinkel betrachten.
Und sich entsprechend verhalten.

Samstag, September 21, 2013

Comics, Political Correctness + Muskelmaedels: einige unsortierte Gedanken ...


VORM LESEN: BITTE BEI DER UMFRAGE (läuft bis 27.9.'13) ABSTIMMEN - DANKE!


Da gibt es doch tatsächlich Leute, die im Internet darüber diskutieren, dass die Superheldinnen in den Comics immer unrealistischer werden würden. Superschlanke Beine, grazile Hüften, aber unglaublich prall ausladende Möpse, dabei sichtlich extrem sportlich und so was alles. Da würden, so die Argumentation, den Jugendlichen die falschen Leitbilder geliefert - den Jungen, weil sie demanch ihre Vostellungen von Weiblichkeit ableiten. Und den Mädchen, weil sie diesen Bildern nachzueifern versuchen. Ja, noch schlimmer, in den Comic-Büchern und -Heften seien die Anliegen des Feminismus verloren gegangen, und die übermäßige Sexualisierung der Heldinnen befremde die Frauen.



Ah ja. Natürlich sind die Figuren von Superheldinnen und -helden nicht so wie die des normalen Bürgers - das ist ein Grund dafür, warum es Superheldin heißt und nicht Normalfrau. Hier geht es um eine Idealisierung, nicht um die Abbildung der Realität. Es dreht sich um "Eskapismus", also um Flucht aus der Wirklichkeit und damit um etwas, das die Philosophen und Literaturtheoretiker vor gut einigen Jahrzehnten hingebungsvoll gegeißelt haben. Denn es würde ja nur die geknechteten Sklaven des kapitalistischen Systems kurzfristig über ihr kümmerliches Dasein hinwegtrösten und sie so wieder bereit machen, sich weiter ausbeuten zu lassen - das ist die zugegebenermaßen leicht polemische Kurzfassung dieser Ansicht, die sich natürlich auch auf den Sport erstreckte. Und jetzt sind es Feminismus und falsche Leitbilder, gegen die verstoßen wird respektive die da vermittelt werden.  

Hallo, Erde an alle anderen - geht's noch? Nicht jeder sitzt bequem im Lehnstuhl der frommen Denkungsart und kann - gegen Bezahlung und voll abgesichert - über den Sinn des Daseins sinnieren. Die meisten müssen statt dessen ran, wohl wissend, dass ihr Tun weit von dem weg ist, was man sich mal erträumt hatte. Und natürlich braucht es da ein Korrektiv, damit man bestehen kann - da liegt der eigentliche Sinn von aller Arten von Utopia. Und damit auch derjenige der Comics.
 
Was genau sollen solche Comics voller fliegender Männer und starker Frauen mit Wunderlassos? Ihr Zweck liegt natürlich haargenau in dem, was hier kritisiert wird. Es geht um reinrassige Traumbilder, um nichts anderes. Superheldinnen mit extremst knapp bekleideten Figuren, von denen Halbwüchsige und viele Erwachsene phantasieren - und natürlich wissen, dass das nicht real ist, aber beim "Was wäre wenn?" einen Heidenspaß macht. 



Wer das aber fürs wirkliche Leben hält, der hat natürlich einen Schlag weg. Der verwechselt auch die aufregenden und haarsträubenden Auto-Zertrümmerungsorgien in Manier von "Alarm für Cobra 11" mit dem tatsächlichen und großteils völlig langweiligen Alltag eines Polizisten. Will man sich den im Fernsehen angucken, sehen, wie er stundenlang Berichte tippt, Akten wälzt und sich mit Formalkram herumärgert, so wie wir anderen alle auch? Nein. Aber will man spannende Action mit symathischen Helden aus einem irgendwie unkaputtbaren Stoff, Helden, die jeden Autocrash dekorativ lädiert, aber nie ernsthaft verletzt überstehen und die das Böse immer klein halten. Auch wenn wir alle wissen, dass das in Wirklichkeit so nicht passiert (und es mindestens genauso spannend ist zu spekulieren, wie "die im Fernsehen" denn diesen oder jenen Stunt absolviert haben)? Klar!

Es ist aus meiner Sicht komplett abwegig und überflüssig, diesen Comics ihren mangelnden Realitätssinn, ihre betont sexualisierte Darstellung vorzuwerfen und permanent den Verstoß gegen den derzeitigen heiligen Gral der öffentlichen Meinung anzuprangern - die politische Korrektheit mit seiner Zweigrichtung des Feminismus. Ja, Herrgottsakra, die dicken Dinger der Superheldinnen SIND das, was ein Großteil der Kundschaft haben will. Und man halte die Teenager nicht für dööfer, als sie es sind (war ja auch mal einer!) - natürlich wissen die ganz genau, dass das Phantasie ist und nicht das Leben. Wir haben ja in dem Alter auch darüber geredet und uns auch schon mal über Batman und Spiderman und Wonder Woman lustig gemacht - aber die Hefte eben auch genossen. Zumal ja auch die an den Zeichner-Nachwuchs adressierten Comic-Lehrbücher klar darauf hinweisen, wo und warum man was übertrieben darzustellen hat und somit klarmachen, wo die Realität aufhört und die Fiktion beginnt.



Wenn man schon von Rollenmodellen redet, die den jungen Leuten viel näher sind, weil es offensichtlich und nicht zu leugnende Menschen sind und keine Comic-Figuren aus per PC-Programm kolorierter Tusche, dann sind das Models. Die laufenden Kleiderständer. Und die Wirkung der permanent propagierten Hungerhaken halte ich für viel gefährlicher als die der Comics - aber das ist ein anderes Thema undnicht das dieses Blogs.

Freilich fragt es sich, wie die Apostel der politischen Korrektheit auf das reagieren, was ICH will - nämlich Comics mit starken, muskulösen und sexy Heldinnen. Solche, deren kleidsame Spandex-Anzüge die gewaltigen Proportionen noch betonen und sie nicht kaschieren. Solche, die sich einen Spaß daraus machen, die Mannswelt zu vertrimmen und körperlich zu dominieren. Aber eigentlich interessiert mich die Antwort auf die Frage nach den Ansichten dieser PC-Jünger nicht - ICH habe das Recht auf MEINE Phantasiewelt. Und, ja, die ist entsprechend sexualisiert, da gibt es superstarke, supermuskulöse Frauen, die herzeigen, was sie haben, und tun was sie wollen, mit wem sie wollen. So what? 



Der Blick ins Internet mit entsprechenden Suchbegriffen im "Gockel" zeitigen übrigens auch eine Fülle entsprechender Ergebnisse. Sprich: Ich bin nicht allein - was wiederum eine Antwort auf eine andere Frage liefert: Es muss ja einen Grund dafür geben, warum so viele Jungen und Männer supermuskulöse Frauen mögen - und zwar mehr Männer und Jungen als früher. Das hängt sicher mit dem im vergangenen Jahrzehnt regelrecht explodierten Angebot an Fotos und Filmen zusammen, aber nicht nur. Es ist meiner Ansicht nach auch eine Auswirkung gesellschaftlicher Prozesse und damit das, was ich einmal psychoszial nennen will.

Also, eine Websuche mit Worten wie "hypermuscular woman" macht schnell klar, dass a) viel mehr Leute als auf den ersten Blick angenommen solche Heldinnen in den Comics wollen. Und b), dass das selbst am Mainstream der Superheldinnen-Comics vorbeigeht - und der ist aber das, worüber sich die obengenannten Stimmen ereifern. Und c) dass das ja dann eigentlich wieder pc sein müsste - was es aber nicht tut und worauf zumindest ich auch verzichten kann.

Nun, ich habe in diesem Blog mehr als einmal gegen sozialwissenschaftlichen Käse angeschrieben - und dazu zähle ich es auch, wenn man versucht, selbst die Fluchträume unserer Phantasie zu reglementieren und den Leuten ein schlechtes Gewissen einreden zu wollen, wenn sie sich einmal einigen Tagträumereien hingeben. Und zu diesen Tagträumereien gehört auch unser Faible für Muskelmaedels.

Und weil das so ist und weil der Mainstream das ignoriert, läuft derzeit übrigens auch hier diese Aktion namens "Hollywood Rewrite". Es ist nichts Großes oder gar Wichtiges, aber ich finde das einfach nur mal witzig. Das Anliegen: Sich einmal zu überlegen, wie ein Film wohl wäre, wenn mal eine großartige muskulöse Frau am Steuer wäre. Mit Geschichten, Animationen und Zeichnungen.

Mal gespannt, was da rauskommt.

Wie es wohl wäre, wenn Marion Ravenwood zum Tempel des Todes ginge, um Indiana Jones zu retten? Oder Conan beim Armdrücken gegen Red Sonja verliert? Wenn Catwoman die Stadt rettet, nicht aber Batman und Robin? Oder wenn Jane lässig einarmig an der Liane hängt, Tarzan im Arm? Und natürlich ist da immer die Frage danach, was geschähe, hätte Lois Lane Superkräfte und nicht Clark Kent ...

David C. Matthews und seine
Vorstellung der FBB Melissa Coates
als Supergirl: yummieeee..

Und weil ich eh ein Faible habe für Superhelden, die gerade mit extrem starken Frauen zu tun bekommen und bei denen sich die Verhältnisse ins Gegenteil kehren, habe ich dieses Posting auch zum Teil entsprechend illustriert - mit alten Covern, zeitgenössisch abgewandelt. Die Quelle davon entspringt hier. Viel Spaß beim Gucken!


Freitag, September 20, 2013

Ms. O und ein Geburtstagskind

Hallo ihr Leser, ihr stimmt bitte erst einmal hier oben drüber ab, sofern noch nicht geschehen!

Wenn nun die Ms. O dieser Tage über die Bühne geht, dann werden zwei meiner Lieblings-Bodybuilderinnen mit am Start sein. Und hoffentlich wird die Bewertung anders ausfallen als in den vorangegangenen Jahren: Alina Popa ist da zweimal (nicht nur aus meiner Sicht) sträflich fehlplatziert worden, und auch Brigita Brezovac hätte 2012 klar anders eingestuft sein müssen. Die vor ihnen "gelandeten" Teilnehmerinnen Yaxeni Oriquen und Debi Laszewski hatten (ungeachtet aller Sympathien) aufgrund ihrer jeweiligen Verfassung ihre Ränge in der Form nicht verdient. Wie gesagt: meine Meinung, nachdem ich mir von dem Wettkampf so viele Fotos und Filme wie möglich "reingezogen", mir dann meine Notizen und Bewertungen gemacht und danach (die Reihenfolge ist wichtig!) noch zig anderweitige Kommentare durchgelesen hatte.  
 
Alina.

Die aus Rumänien stammende, für die Schweiz startende und in Colorado lebende Alina Popa hat nun dieses Jahr pausiert, um sich auf den berühmten Punkt genau vorzubereiten - mal sehen, ob es dieses Mal klappt und ob die Judges in Vegas wieder eins ihrer für die Fans und Besucher nicht nachvollziehbaren Urteile fällen. Könnte mir vorstellen, dass AP in den ebenfalls berühmten Sack haut, sollte sie erneut wider einer besseren Form auf einem Ferner-Liefen-Rang landen. Was außerordentlich bedauerlich wäre, angesichts ihres herausragenden Talents für diesen Sport, bei dem sie ahtletische Fähigkeiten mit weiblicher Schönheit, viel Charme und herausragender Bühnenpräsenz verbindet. Aber ein Rückzug vom Wettkampfsport wäre verständlich, niemand will sich gern ständig vera...en lassen. Auch due umwerfende Brigita Brezovac hat sich seit spätestens Mitte August voll auf dieses Ziel konzentriert; sie lässt augenscheinlich alles andere hintan stehen - auch ihren Blog, den sie ansonsten ja gern in ihrer freundlich-fröhlichen Art regelmäßig pflegt. Nun, die Daumen sind gedrückt.

Brigita.
Wer in Vegas on Stage nicht dabei sein wird, ist das Geburtstagskind des gestrigen Tages. Ich sage nur: ein engelsgleiches Gesicht mit den wohl verträumtesten eisblauen Augen der gesamten Muskelmaedel-Welt - aber ein mit machtvoll schwellender, klar skulpturierter Muskelpracht versehener Body, zu verdanken dem Umstand, dass diese Lady am Eisen mit stählerner Hingabe tätig ist. "Ich habe noch in keinem tschechischen Gym etwas gesehen, das mehr hardcore und intensiver gewesen wäre. Und das sage ich als jemand, der die besten Bodybuilder dieses Landes oft sieht", so urteilt ihr Landsmann Pavel Vacek über sie. 

Na, wer isses?
 Na, klingelt es? 
 
Jetzt sollte klar sein, wer da mit
ganz schweren Hanteln spielt ...

 Klar: Katerina "Katka" Kyptova, (hier ihre Website). Sie stammt aus Skoda-Town - also Mladá Boleslav oder auf Deutsch Jungbunzlau, einer im Nordosten Tschechiens gelegenen Stadt. "Skoda-Town" deshalb, weil da der tschechische KFZ-Hersteller seinen Sitz hat. Und ebenda wurde dieses Muskelmaedel vor genau 30 Jahren geboren. 

Katka, Biceps-Pose ...


Feiern tut sie bestimmt im Gym, das sie je nach ihrer Laune mitunter zweimal am Tag "heimsucht". Denn sie trainiert nun bestimmt halb solange, wie sie lebt. Passend dazu hat sie den Beruf, den viele andere Muskelmaedels auch haben - sie arbeitet als Personal Trainer. Nunmehr mit Blick auf "Physique" trainierend, sagt sie: Ich mag schwere Gewichte, schwere Workouts, aber auch jede Mange Cardio und andere Ausdauer-Aktivitäten. Deshalb ist das [also physique] optimal für mich, weil beides kombinieren kann, ohne Cardio zugunsten des Muskelaufbaus einschränken zu müssen."
 
Katka, männermordend.


Nun, was sie - die sich mal blond, mal dunkelhaarig zeigt - sonst noch mag, steht im Profil ihres Blogs (es sei der Einfachheit halber gerade auf Englisch zitiert, zumal viel davon eh längst als Fremdwort unsere Sprache verhunzt - äh, bereichert):  "My Loves Lifting heavy weight! Cardio.Competing. THE GYM. Cofee Heaven. Webcamming. traveling. the color pink., Hello Kitty, photoshoots. fast cars. R&B/neo soul/hip hop. dancing. Daniel Millman. Victorias Secret. High Heels. intellectual conversation. Sexual experiences.cooking. Las Vegas. sushi. espresso. dirty martinis.strawberry, coconut body lotion,chocolate protein shake..chillout music, sauna, roller skates..puffed rice..abercrombie & fitch, aeropostale...candles..herbs.Carnitin Drink!Dove. Loreal. Black XS.Monster Light.Subway. Starbucks. Iced Coffe. Martini with frozen strawberry. Puma. Nike. Under Armour. Macrobiotics. Jing and Janng. TCM."

 
Katka, super Back, super Shoulders and super Guns.

 Und ehe ich mich jetzt mit der Jahrhundertdose Kokosnuss-Körperlotion und jeder Menge Experimentalfreude gen Las Vegas begebe und dort Dirty Martinis und solche mit gefrorenen Erdbeeren (geht das?) bestelle, beende ich mit einem "Herzlichen Glückwunsch, Katka!" besser dieses Posting...

Katka, super strong.

 

Dienstag, September 10, 2013

Miss Olympia 2013 -- wer's wohl werden wird?

Klar ist das Bild älteren Datums und Kim Perez  (r.)
heuer nicht am Start - aber von der Ms O 2013
gibt's begreiflicherweise  ja noch überhaupt nix. Und
Alina Popa (l.) tritt auch in zwei Wochen an ...
Schaut man auf die Ergebnisse des bislang letzten Jahrzehnts, dann scheint die Frage eher akademischer Natur zu sein. Dennoch - hier ein Blick auf die glorreichen Dreizehn, also die Muskelmaedels, die Ende dieses Monats in Las Vegas bei der Ms. Olympia an den Start gehen wollen/werden/müssen/dürfen. Daher hier eine völlig subjektive Umfrage: Wer soll's werden - die Ms O 2013? Wer will, darf das gern unten begründen - die Kommentarfunktion ist aktiviert und steht jedem Leser von muskelmaedels.blogspot.com wie stets zur Verfügung. 

Also, es geht NICHT darum, wer's wahrscheinlich werden wird. Es geht darum, wer es nach dem persönlichen Wunsch des Abstimmers unbedingt werden sollte. Sei es, weil man als Fan da eine verkannte Größe am Start sieht, sei es, weil man die Betreffende mag oder weil man ihre Muckis am umwerfendsten findet oder weil man dieses oder jenes Muskelmaedel anbetet. Und weil wir uns alle gerade so schön ans Abstimmen gewöhnen (Stichtwort Bundestagswahl - häh? "Bundestag", was datt'n?) und um bei der Vergabe der einen erlaubten Stimme das Leben leichter zu machen, sei hiermit ein Blick auf die bisherigen Siegerinnen gewährt: 

Ms Olympia - Die Gewinnerinnen:

2012 Iris Kyle Las Vegas, NV
2011
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2010
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2009
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2008
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2007
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2006
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2005
Yaxeni Oriquen
Las Vegas, NV
2004
Iris Kyle
Las Vegas, NV
2003
Lenda Murray
Las Vegas, NV
2002
Lenda Murray
Las Vegas, NV
2001
Juliette Bergmann
Las Vegas, NV
2000
Valentina Chepiga (HW)
Las Vegas, NV
 
Andrulla Blanchette (LW)
Las Vegas, NV
1999
Kim Chizevsky
Secaucus, NJ
1998
Kim Chizevsky
Prague, Czech Republic
1997
Kim Chizevsky
New York, NY
1996
Kim Chizevsky
Chicago, IL
1995
Lenda Murray
Atlanta, GA
1994
Lenda Murray
Atlanta, GA
1993
Lenda Murray
New York, NY
1992
Lenda Murray
Chicago, IL
1991
Lenda Murray
Los Angeles, CA
1990
Lenda Murray
New York, NY
1989
Cory Everson
New York, NY
1988
Cory Everson
New York, NY
1987
Cory Everson
New York, NY
1986
Cory Everson
New York, NY
1985
Cory Everson
New York, NY
1984
Cory Everson
Montreal, Canada
1983
Carla Dunlap
Warmister, PA
1982
Rachel McLish
Atlantic City, NJ
1981
Kike Elomaa
Philadelphia, PA
1980
Rachel McLish
Philadelphia, PA

Montag, September 09, 2013

Erregt durch die Muskeln der Ruderin --- und so geht es weiter ...


Das Folgende ist die Fortsetzung einer Story, die ein Leser eingesandt hat und die ich vor ein paar Wochen eingestellt habe - wer die zuerst lesen will, sollte JETZT klicken und dann hier weiterlesen.



„Armdrücken“, Lisette hebt ihre Hand, sofort hüpft ein enormer Muskelstrang unter der Haut ihres Oberarmes hervor, „hier darf ich dir meine Freundin Lori-Ann vorstellen“, sagte sie lächelnd und zeigt mit dem Finger auf die Brünette neben ihr. Tom weiß nicht, wohin er schauen soll, auf den im Takt der Bewegungen hüpfenden Bizeps oder zu Lori-Ann.

„Hallo“ sagte er nur knapp, unruhig bewegen sich seine Blicke hin und her, enormer Bizeps da und dort Loris braune Augen, „schöne Augen“, schießt es ihm durch den Kopf, aber schon spricht Lisette weiter, Tom hört sie kaum.
„Wie?“, fragt er.
„Wer gewinnt, bekommt ein Bier vom Verlierer spendiert“, sagt sie.
„Bei was?“ fragt er.
„Na, beim Armdrücken“, sagt sie, sichtlich amüsiert über seine Begriffsstutzigkeit.
„Aber ihr habt doch schon ein Bier“, stellte Tom verwirrt fest. Und denkt sich, „das wird ungut enden, alles ein bisschen herauszögern“.
Lisette lacht: „Das hat uns der Barkeeper ausgegeben.“
„Äh, wieso, so schwächlich ist der Kevin doch nicht.“
„Hast du sein Gesicht gesehen, Lori“, lacht Lisette.
„Er wäre am liebsten vor Scham im Boden versunken“, sagt Lori grinsend.
„Und wie schnell er die Biere gezapft hat, nur um uns schnell loszuwerden. Und du,“ sagt Lisette herausfordernd, „bist du jetzt bereit, oder hast du Angst vor einer Blamage?“

Und stellt ihren angewinkelten Arm auf den Tisch in Position zum Armdrücken. Wieder hüpft ein großer Muskelhügel auf ihrem Oberarm hervor.
„Na klar“, murmelt Tom leise. Und denkt: „Bloß keine Blöße mehr geben.“

Noch nie war er den muskulösen Armen seiner Angebeteten so nah, gleich wird er ihre enorme Kraft spüren. Unbändige Erregung ergreift seinen ganzen Körper, wild pocht es in seiner Hose.

„Bloß ruhig bleiben, nicht zu sehr auf ihre Muckis starren. Die sind aber auch riesig, wunderschön geformt“, muss er neidvoll anerkennen.
„Bleib cool“, wiederholt er sich wieder, „sonst passiert in deiner Hose ein explosives Unglück.“

Tom schaut direkt in Lisettes überlegen blitzende Augen, packt ihre Hand und spürt sofort ihren festen Griff. „Bei drei geht’s los“, sagt sie. 
Ihr Griff wird fester: „Eins, zwei und drei“, zählt sie.

Mit aller Kraft legt er los, aber der Arm bewegt sich keinen Millimeter. Nur ihr Bizeps wächst nochmals an, wirkt noch riesiger, wie es ihm aus dem Augenwinkeln scheint. Spontan wollte er beinahe mit der linken Hand ihren fantastischen Bizeps berühren, aber im letzten Augenblick widersteht er diesem Impuls. Stattdessen schaut er wieder in Lisette lächelndes Gesicht. Scheinbar ganz entspannt fragt sie ihn, „ob er schon drücke“.

Diese Provokation mobilisiert nochmals seine Kräfte, Schweiß bildet sich auf der Stirn, aber ihr Arm bewegt sich um keinen Millimeter. Es scheint, als drücke er mit aller Kraft gegen eine Wand. Plötzlich spürt er Gegendruck, der seinen Arm langsam nach unten bewegt. Entsetzt schaut er in Lisette überlegen lächelndes Gesicht. Es scheint ihm zu sagen: „Gib dir keine Mühe, hast eh keine Chance.“

Plötzlich lässt der Druck nach, sein Arm kann sich wieder in die Mittelposition aufrichten. „Sie spielt mit mir“, schießt es ihm durch den Kopf. „Nicht mit mir“, sagt er sich wütend. Nochmals drückt er mit letzter Energie gegen Lisette Arm, ohne Erfolg. Lisette lacht nur, „los mehr, streng dich an“, feuert sie ihn an.

Schweiß tropft von seiner Stirn. „War das alles“, lacht Lisette verächtlich und drückt nun seinen Arm mit Schwung hinunter. All seine Anstrengungen nützen nichts, seine Hand knallt auf den Tisch.
„Verloren“, sagt sie spöttisch, während Tom sekundenlang auf seine niedergedrückte Hand starrt und leise murmelt: „Das gibt’s doch nicht, du bist so ungemein stark“.

„Das weiß ich“, sagt Lisette voller Stolz und hebt anmutig ihren angewinkelten Oberarm. Ballt ihre Faust. Sofort türmt sich auf ihrem Oberarm ein riesiger Muskelberg auf. Aber nur kurz, ehe er sich sogleich in einen dicken Muskelstrang verwandelt, weil Lisette ihren Oberarm waagerecht ausstreckt und danach sofort wieder anwinkelt. Erneut hüpft ein riesiger Muskel empor, formt sich zu einen enormen Kürbis. Aber wieder hält sie die Position nur wenige Sekunden, streckt wieder ihren Oberarm aus, um ihn gleich wieder anzuwinkeln. Spannen, entspannen, mehre Male hintereinander.

Fast im selben Rhythmus pocht es in Toms Hose. Es ist ihm, als würde der Stoff gleich zerfetzen. Aber alle Vorsicht ist jetzt vergessen. Wie hypnotisiert folgt Tom voller Bewunderung diesem einzigartigen Schauspiel der besonderen Art. Auch Lisette Augen wandern halb prüfend, halb genussvoll, voller Zufriedenheit, über ihre Muskelpracht. „Da steckt Power drin“, flüstert sie leise, wie zu sich selbst mit selbstverliebtem Blick auf ihre Bizepskugel.
Tom wirkt wie versteinert, stiert mit offenem Mund und starrem Blick auf Lisettes Oberarme, dann schluckt er, und flüstert leise, „wunderschön“.
Lächelnd sagt Lisette: „Dir gefallen meine Muskeln“.
„Ja“, hört er sich leise hauchen.
Erschrocken über sein Geständnis wird ihm mit einem Mal ganz schwindelig. „Nun ist es raus“, denkt er, „bin ich denn ganz von Sinnen?“


Zufrieden lächelnd sagt sie: „Ich habe es schon lange gemerkt, wie du auf meine Muskeln abfährst. Die anderen Kerle reagieren immer ängstlich, wenn sie merken, wie stark ich bin, als ob ich sie gleich verprügeln würde. Was ich manchmal gerne täte, aber ich prügele mich nicht mit schwächlichen Kerlen,“ lacht sie spöttisch.



„Genug der Worte“, mischt sich nun Lori-Ann ein, „ich will auch noch ein Bier!“
Und sie stellt ihren Arm in Position zum Armdrücken. Im gleichen Moment hüpft eine nicht unansehnliche große Muskelkugel auf ihrem braungebranntem Oberarm empor.

Tom weiß nicht, wie ihm geschieht. Wie in Trance packt er ihren Arm, hört sich sagen, „du bist aber mutig“, nur um etwas zu sagen und zu tun. Wirre Gedanken schießen durch seinen Kopf, warum hat er das nur gesagt zu Lisette, sie wird sich vor seinen Freunden über ihn lustig machen. Und nun auch noch Lori-Ann …