Samstag, Juni 24, 2017

Frauenbodybuilding im Abwärtstrend?
Dazu einige Thesen ...


Als sei ich das diesbezügliche Orakel von Delphi, werde ich - was mich ehrt - immer wieder mal gefragt: "Ist eigentlich das Female Body Building / Frauenbodybuilding im Abwärtstrend? Und wenn ja, warum ist das so?"

Also liste ich mal zwecks etwaiger und gern gesehener Diskussion einige Thesen auf, die in dem Zusammenhang oft genannt werden - der geneigte Leser wird feststellen, dass das hier und da in der Summe der Aussagen widersprüchlich ist. Aber das liegt daran, dass es eben aus verschiedenen Ecken zusammengetragene Ansichten sind - nicht unbedingt meine:

  1. These: Das Female Body Building, abgekürzt FBB, ist in der Downspirale. Grund: Die internationalen, prestigeträchtigen Wettkämpfe à la Miss Olympia und Miss International sind "rasiert", abgesehen von der Wings of Strength-Geschichte. Die Miss I seit 2013, die Miss O ist durch die neu eingeführten Klassen (Bikini über Figure bis Physique) verwässert worden, nach 2014 wurde die Miss O dann vom Olympia-Wochenende gestrichen. Letzte Siegerin in beiden Klassen: Iris Kyle, die zweifelsfrei dominierende Wettkampf-Bodybuilderin der vergangenen 15 Jahre. Und jemand, der infolge prinzipiell ehrenhafter, persönlicher Bescheidenheit, vielleicht gar Schüchternheit mitunter das eigene Licht zu arg unter dem sprichwörtlichen Scheffel gehalten hat. Respektive, den man von interessierter Seite klein gehalten hat, um den Nachwuchs in dieser Sparte niedrig zu halten.
2. These: FBB ist nicht attraktiv für den Mainstream und damit schlecht für die Besucherquoten, so die bislang dominierenden Verbände NPC und IFBB. Dies die gern verkündete Ansicht vieler Verbandsoffizieller, die vor allem die Kasse und damit ihre Pfründe im Auge haben. Also, so die Denke in diesen Kreisen, weg mit dem FBB als Wettkampfart. (Nachtrag: Das bezieht sich vor allem auf die IFBB, bei den Verbänden NABBA, NAC, WBBF "ist die welt noch in ordnung...", wie mr gerade der mitlesende Christian Wenzel mitgeteilt hat).
3. These: Als Folge der gestrichenenen Wettkämpfe sinkt die Zahl der FBB. Wozu sich entsprechend im Training sportlich schinden, sich beim Essen kasteien, wenn die Plattform zur Darbietung und zum sportlichen Wettkampfvergleich fehlt?
4. These:  Insgesamt gibt es von jeher und damit per se im BB von jeher weniger Wettkämpferinnen als Wettkämpfer.
 
Soweit die Ansichten, die für die eingangs genannte These sprechen. Jetzt die dagegen stehenden: 

5. These: Guckt man ins Internet, entsteht der Eindruck, dass es NICHT weniger Muskelmaedels gibt, sondern mehr als in den Jahren zuvor.
6. These: "Strong is the new sexy", "strong is the new skinny" - mit solchen Slogans werben immer muskulöse Frauen für ihr Äußeres. Auch der Mainstream steigt ganz allmählich ein: Eine Rachel McLish, eine Carla Dunlap oder eine (leider kürzlich verstorbene) Lynn Conkwright würden anders als in den 1980er Jahren heute nicht mehr für heftige Debatten und die Frage nach "Ist das noch weiblich?" sorgen. Die heutigen Super Hardcore Girls sind freilich eine andere Kategorie. Aber, noch mal: Weibliche Muckis finden mehr Akzeptanz als früher.
7. These: Frauenmuskeln sind auch bei verhältnismäßig neuen Sportarten wie Crossfit gefragt.
8. These: Der Annahme folgend, dass es immer mehr Frauenmuskeln gibt, gibt es auch immer mehr Fans. Die aber interessieren sich auch für längst inaktive FBB und damit die Historie und Entwicklung dieses Sports. Und sie vergleichen auch das heutige "Angebot" mit dem gestrigen. Sie wissen also über die Entwicklung Bescheid und missbilligen das Vorgehen der Verbandsoberen. Die Fans würden sicher eine entsprechende Ergänzung des Wettkampfangebots bzw. eine Rückkehr zum alten Status Quo begrüßen.
9. These: Es gibt FBB, die gar nicht mehr in die Wettkämpfe gehen und/oder diese nur am Rande streifen und die dennoch mit Super-Duper-Muckis aufwarten. Ihr Antrieb bildet das Feedback der Fans, namentlich via Internet (Social Media, Video-Plattformen, u.ä.m.)
10. These: Der Begriff "Female Body Building" an sich bezieht sich in der gesamten Diskussion auf eine Wettkampfkategorie, nämlich die der sportlich in Wettkämpfen agierenden Muskelmaedels mit extrem ausgebildetem Body. Das Verschwinden dieser Wettkampfklasse heißt nun nicht, dass auch die Super-Muckimaedels deswegen verschwinden. Wie in der zuvor genannten These angeführt, scheint das Gegenteil der Fall zu sein.
11. These: Um beim Thema Wettkampfklassen zu bleiben: Gleichgültig, wie man die Klasse fürs "maximal Gewünschte" auch nennt, es werden auch da über kurz oder lang Maedels mit extremer Muskulatur auftauchen. Und dann können sich die Verbandsoberen wieder von Neuem aufregen - gut so, zeigt es doch, dass die Muskelmaedels und ihre Fans es wollen! 
12. These: Die Möglichkeit zu Super-Muckis auch für Frauen ist nunmehr seit gut 40 Jahren in der Welt. Auch gibt es eine feste (und ich wage zu sagen: stetig wachsende) Fan-Gemeinde. Also wird es diese Art von Athletinnen auch künftig geben.

Unter anderen: Theresa, Alina, Margie, Helle, Aleesha,alle
in roten (und hier sehr kleidsamen) WoS-Shirts.
 
Übersicht zu WoS-Events, darunter auch FBB.
Merke: Es muss nicht immer IFBB sein ...

Jenseits dieser 12 aus diversen Texten, Web-Postings und Foren-Diskussionen abgeleiteten Thesen, jenseits der vielleicht zu selten genutzten Option des Verbandswechsels, jenseits der Bemühungen etwa der Organisatoren rund um die Events à la "Wings of Strength" (kurz: WoS)  ist es meine feste Meinung, dass die Bodybuilderinnen endlich ihren eigenen Wettkampf organisieren sollten, dies unter frühzeitiger Bekanntmachung unter den Fans, eventuell auch mit frühzeitig anzuleierndem Web-Kartenverkauf, um so die entsprechende Resonanz noch früh genug zum eventuellen Gegensteuern erfassen zu können. Und um den von weiter anreisenden Besuchern auch die Chance zu geben, Hotels zu buchen, und überhaupt, um gegebenenfalls Urlaub planen zu können. Einziges Problem für mich als Europäer: Das wird vor allem erst einmal in den USA über die Bühne gehen; man wartet auf eine Veranstaltung in der Alten Welt.

Zu dem Vorgehen diverser Verbandsfunktionäre die unmissverständliche Ansicht von Aleesha Young, die nun eindeutig in die Klasse der Super-Muskelmaedels gehört:

Die einzigartige Aleesha Young
"Das Feedback der Kampfrichter war: Verliere 20 Pfund an Muskeln und du fängst an, höher platziert zu werden .. (ist nicht passiert). Bei meinem letzten Check war das noch Bodybuilding, nicht Body Starving [to starve: hungern, verhungern, darben, Anm. v. mattmuscle] ... Ich mache gerade so weiter mit dem, was ich tue, und sie [die Kampfrichter, A.v.mm.] sind zu ihrer Meinung berechtigt. Ich bin im Begriff, von der Bühne zu gehen, aber ihr, alle echten Muskel-Fans, macht euch bereit und passt auf, denn dieses Muskelmaedel ist bereit zu wachsen und die beste Version von sich selbst zu werden."

(hier das Original für alle, die meinen Übersetzungskünsten misstrauen:)
"Feed back from the judges loose 20lbs of muscle and you'll start placing higher .. (not gonna happen) last time I checked this was bodybuilding not body starving ... I'm just going to keep doing what I do and they are entitled to their opinion... I'm going to step away from the stage but all you real muscle fans get ready and stay tuned because this girl is ready to grow and be the best version of myself."

Mein Fazit:

Mittwoch, Mai 24, 2017

Was gibts mehr: Muscle Worship bei Maedels oder Männern? Wovon will ich mehr, na?


Neulich, da habe ich mal wieder von einem meiner noch vorhandenen Leser Elektropost bekommen. Der Inhalt des Briefes in meinen Worten:

"Glaubt man den ganzen Einträgen im Internet, gibt es zig Tausende von Typen, die in jeder freien Minute davon tagträumen, wie es wohl wäre, die Muskeln dieser oder jener Bodybuilderin zu befühlen und zu bewundern. Typen also, die vollständig davon begeistert, ja besessen sind. Nur, glaubt man ebenfalls dem Internet, dann gibt es fast keine Frau, die in dieser Weise für Muskelkerle empfindet. Wenn das so wäre, hätte ich gern gewusst, warum es so ist."


Hm. Da ich kein Psychologe bin und auch sonst die das Seelische betreffende Weisheit leider nicht mit Löffeln zu mir genommen habe, kann ich das zu meinem Bedauern nicht  beantworten. Bloß dass ich das nicht glaube. Und das kann ich directissime beweisen. Man gebe einmal Begriffe wie "female muscle worship", "mann bewundert muskeln bei frau", "man admiring female muscle" in der üblichen monopolistischen Suchmaschine ein und harre der Dinge.


Was wird man bekommen? Nun, jede Menge nicht zur Frage gehörendes Zeug, einiges an Homo-Kram (nichts dagegen, bloß überhaupt nicht meine Sache), Bilder von Frauen, die die kräftigen Körper von Männern bewundern. Und recht wenig Bilder von Männern, die muskulöse Frauen bestaunen. Das aber stellt etwas dar, für das ich gern eine Erklärung gefunden hätte.

Denn in früheren Zeiten, als ich mein Faible, meine Macke oder meinen Fetisch so richtig ausgebildet habe, da gab es noch ganze underground-Firmen, die entsprechende Filme hergestellt haben. Filme, in denen muskulöse Frauen Männer jeden Typs und jeden Alters im Zweikampf  besiegen, sei es beim Armdrücken, sei es beim Balgen, sei es in den Action-Szenen von fiktiven Geschichten. Und es gab dabei auch immer Film- und Bildmaterial, die die Burschen dann beim Bewundern ihrer Muckis zeigten.

Liebe Muskelmaedels: Das ist dann schon etwas, das Kerlchen wie mich anmacht. Es wäre daher durchaus lobenswert, wenn man sich da bei den entsprechenden Bilderchen und Filmchen etwas einfallen lassen könnte. Klar, es gibt nun einige Portale, die derlei anbieten, selbiges kommerziell und sehr oft oft auch voll porno. Aber wenn die eingangs wiedergegebene These stimmt, dass es im Querschnitt mehr Männer gibt, die extrem und superstark ausgebildete Frauenmuskeln mögen als umgekehrt, dann ist der Ausstoß an - es sei betont: einfach zugänglichen, nicht unbedingt bis zumvollen Exzess gehenden - Fundstellen auf entsprechende Anfragen in den Suchmaschinen sicher nicht repräsentativ. Und daher nehme ich das auch als Indiz dafür, dass der Bedarf An Bildern und ähnlichem noch längst nicht abgedeckt ist.

Also, liebe Muckimaedels, worauf wartet ihr?

   

Sonntag, April 23, 2017

Altes Musikvideo mit Muskelmaedel:
"Reach" von "Martini Ranch"

Todesfälle gab's in diesem Jahr auch in unserer kleinen Welt schon wieder zu viele - das gilt für die in den 80er Jahren zur Bodybuilding-Legende avancierte Jackie Paisley, die wohl an durch ihre Brustimplantate hervorgerufenen Spätfolgen  verstorben ist. Oder für Nicole Bass, die hünenhafte Bodybuilderin, die es in den USA zur zeitweiligen Skandal-C-Prominenz brachte und auch als Wrestlerin Karriere machte: sie das Opfer einer Herzattacke (oder je nach Quelle) eines Schlaganfalls. Wie der auf dem OP-Tisch bei einer Herz-OP verstorbene Bill Paxton.

Bill Paxton in dem Video "Reach" seiner Band "Martini
Ranch" von 1988, das sehr aufwändig mit Spielhandlung 
gemacht war und das es damals in Deutschland nur
einmal zu sehen gab.
Moment. Bill Paxton (hier im Bild). Ist das nicht ein Mann? Nur, was hat das mit Muskelmaedels zu tun. Bitte etwas Geduld, einen Moment, die Antwort kommt gleich. Es hat was mit dem gerade in der Bildzeile oben drüber genannten Musikvideo "Reach" zu tun.

Paxton auf dem Motorrad - wer sich an "Terminator"
erinnert fühlt: der Regisseur des Videos und des Films
war ein- und derselbe...

Also, Bill Paxton. Aus Texas. Ein vielseitiger, sehr zu Recht fachlich geschätzter Hollywood-Schauspieler, ein wohl völlig bodenständiger und allseits beliebter Mensch, der seinen Durchbruch hatte mit dem Thriller "One False Move". Bekannt durch Filme wie die Agentenkomödie "True Lies" mit Arnold Schwarzenegger (der Paxton auch sehr gemocht hat) und Jamie Lee Curtis, durch Western wie den vorzüglich ausgestatteten Kinofilm "Tombstone" und die preisgekrönte TV-Miniserie "Hatfields & McCoys". Ruhm durch Katastrophenfilme wie den kultigen Action-Reißer "Twister". Durch den Science-Fiction-Klassiker "Aliens - die Rückkehr" und natürlich durch "Titanic" von 1996, die Mutter aller Schatzsucher-meets-Katastrophen-Filme kombiniert mit einer der längst klassischen Hollywood-Liebesgeschichten und das alles im Super-Blockbuster-Format. 

Das war das erste Bild, das jeden Muskelmaedel-Liebhaber
beim Betrachten dieses Music Clips in Bann schlug (die
Qualität der Screenshots ist nicht besonders, weil ich
keine hochauflösende Vorlage des Clips gefunden
habe - wenn jemand da weiterhelfen kann: danke!)
Genau diese beiden zuletzt aufgezählten Filme entstanden unter der Regie des unter Cineasten inzwischen wie eine Ikone verehrten James Cameron, mit dem Paxton seit seinen Anfängen als Handlanger beim Film zu tun hatte und mit dem er befreundet war. Doch exakt das führt uns wieder zu unserem Thema - den Muskelmaedels. Und das erklärt die Aufnahme Paxtons in diese Liste mit den Todesfällen aus unserer Szene. Jetzt jedoch ganz ruhig eins nach dem anderen.



Tolle Beine unter kurzem Leder mit Schlitz ...
Bill Paxton war nicht nur Schauspieler und Filmproduzent, sondern auch seit Mitte der 1980er Jahre ein Mitglied der New Wave-Band "Martini Ranch", einige Jahre zuvor gegründet von dem Musiker Andrew Todd Rosenthal. Paxton betätigte sich so schließlich auch als Sänger und als Songschreiber. Aber zuerst brachte er sein filmisches Know how ein, namentlich bei den Musikvideos. Und zu diesem Wissensschatz gehörten natürlich auch seine Kontakte nach Hollywood. Das wiederum schlug sich nieder bei dem Video "Reach" von 1988. Und um das geht es nun. Wer will, sieht es hier bei Youtube, ebendort zu finden unter dem Titel: "Martini Ranch / "Reach" (Official Video) Bill Paxton-Andrew Todd-Director James Cameron".

... dann gleitet die Kamera über den Mini nach oben.

Folglich entstand das in staubigem, hitzeflirrenden Wild-West-Wüstensetting mit dem damals so modischen Endzeit-Touch gedrehte Musikvideo unter der Regie des erwähnten James Cameron. Und da geht es um einen "Mad Max"- und "Terminator"-artig gekleideten, mit allerlei Stich- und Schießgerät mehr als reichlich bewaffneten Motorradfahrer (Paxton), den es in eine vom Zerfall gezeichnete Wüstenstadt verschlägt. Unter dem Klang von Italo-Western-artigen E-Gitarrenklängen rollt er langsam in die Stadt, vorbei an einem Kuhschädel mit daraus hervorkrauchender Schlange, vorbei an zwei Steampunk-artigen Sargmachern, vorbei an einem Typen mit dem Kopf im Holzpranger, an diversen Wracks (menschlichen wie KFZ-mäßigen). 

Und schon sieht man ihn, den starken
Arm einer starken Frau ...
Schnitt, Szenenwechsel. Die Kamera wechselt auf die örtliche Schmiedin(!), die im dekorativen Ambiente einer zerfallenden Scheune und im mindestens ebenso dekorativen Sexy-Minimal-Outfit (klar, ist ja auch warm da ...) am Amboss ein Brandzeichen zurechthämmert, es dann in die Esse schiebt und es gerade abschreckt, als der Motorradfahrer vorbeirollt und zu ihr hinübersieht. Wieder Szenenwechsel: Ein Wildwest-Bordell-Szenario mit heruntergekommenen Banditentypen und Huren in Minimalbekleidung. Unser Motorradfahrer kettet (!) sein Motorrad an so einer in jedem alten (und neuen) Western zu sehenden Querstange zum Pferdeanbinden fest, greift sich eine der Liebesdienerinnen und geht nach drinnen. Draußen aber kommt ein Schwung Spaghetti-Western-mäßig angezogener Kopfgeldjägerinnen, die ihn, den flüchtigen Räuber, suchen ...   

Starke Frau schwingt schweren Hammer ...
Der Filmregisseur James Cameron hat oder hatte - so darf man vermuten - wenigstens zeitweilig ein Auge auf oder ein Faible für außerordentlich muskulöse und/oder starke Frauen: Im zweiten Teil der "Terminator"-Reihe durfte sich so die an und für sich zierliche Linda Hamilton ordentlich aufmuskeln, in "Aliens - die Rückkehr" sind die Weltraum-Soldaten weithin großmäulige Möchtegern-Machos, während die Rolle der klaglosen und tapferen Heldin von Sigourney Weaver gegeben wird. Eine Frauenrolle, die sich der dramaturgischen Verdeutlichung halber im Auftritt einer Klimmzüge absolvierenden, ihr beeindruckendes Bizepspaar zeigenden Jenette Goldstein in der Rolle der Soldatin "Private Vasquez" fortsetzt.
 

Ich weiß nun nicht, wer für das Casting des genannten "Reach"-Videos von "Martini Ranch" verantwortlich zeichnete. So traten in dem Video außer dem Band-Gründer Todd Rosenthal und Bill Paxton samt seiner frisch angetrauten, zwoten Frau Louise noch auf: Die zeitweise mit Cameron liierte Filmregisseurin Kathryn Bigelow (unter anderem bekannt für "Blue Steel"mit Jamie Lee Curtis  - auch ein Starke-Frau-Film), der Schauspieler und Musiker Bud Cort (bekannt aus dem Klassiker "Harold and Maude"), Jenette Goldstein (da isse wieder, hier als Piratenkopftuch-tragende Messerschwingerin und noch mit ihren Muckis!), Lance Henriksen (Schauspieler, wie Goldstein ebenfalls bekannt aus diversen Cameron-Filmen), Adrian Pasdar (hatte im Vorjahr in einem Film von Kathryn Bigelow gespielt), Judge Reinhold (spielte u.a. in den "Beverly Hills Cop"-Filmen mit), Paul Reiser (u.a. "Beverly Hills Cop II"), Mark Rolston (u.a. "Aliens")  und Brian Thompson  auf. Ja, und Dorothy Herndon - doch, doch, die Bodybuilderin.

Im "Reach"-Video: Jenette Goldstein mit Umhang und
Kopftuch und Messer (die Schießeisen werden von
anderen Händen als den ihren gehalten).

Nicht aus dem "Reach"-Video, sondern aus "Aliens - die
Rückkehr": Jenette Goldstein als "Private Vasquez" zeigt
beim Klimmzüge-Machen ihre tollen Muskeln.
PFC Vasquez mit schwerem Gerät in den
starken Händen (
leider hat Jenette Goldstein
aus Sicht aller Fans ihrer Muckis zu schnell
wieder mit dem Eisensport aufgehört)
.
Und Dorothy Herndons Traumbody wird in diesem Music Clip nachgerade so inszeniert, als habe da mal ein filmkundiger Schmoe für Ausstattung, Inszenierung und Kamera gesorgt: Die Kamera geht nah an Dorothy heran. Nah, näher, ganz nah. Gleitet von unten nach oben über Dorothys geölte Muskeln in all ihrer stählernen Prallheit. Wie die streichelnden Hände eines Muskelmaedelfans. Eine Dorothy, die mit wilden 80er-Jahre-Blondlocken und im geschlitzten schwarzen Fetisch-Ledermini in einer licht- und staubdurchfluteten Scheunenwerkstatt beim Schmieden am Amboss steht. Was neben dramatischem Hammergeklirre natürlich auch die Gelegenheit gibt, ihren gewaltigen Bizeps in Action zu zeigen. Später darf sie kaltlächelnd den Motorradfahrer am Schlafittchen packen und mit einem ihrer gut zu sehenden, nachgerade gewaltigen Arme cool lächelnd anlüften. Zum Abschluss sprengt sie gar die Haltekette vom Bike des besagten Motorradfahrers und folgt den Kopfgeldjägerinnen aus der Stadt in die Wüste ...    

Dorothy Herndon - damals: wow!
Und heute: auch wow!
Dorothy Herndon war eine der gewaltigsten Bodybuilderinnen ihrer Epoche, in ihrer Muskelmasse ihrer Zeit voraus und dazu mit einer warmen, freundlichen Ausstrahlung. Sie erinnerte mich immer an die Holländerin Hannie van Aken, war aber wohl um einiges größer. Bekannt geworden mit blonder Haarpracht, war sie aber wohl tatsächlich brünett. Sie stieg nach einem Vorfall aus dem FBB aus, infolgedessen sie es unmittelbar vor dem Turnier mit der Dehydrierung wie seinerzeit so manch anderer übertrieb und dann an den Folgen beinahe gestorben wäre. Dem Vernehmen nach war dieses traumatische Erlebnis des Beinahe-Todes nicht nur das Ende ihrer Aktivenzeit, sondern auch ihres Engagements im Eisensport an sich. Verständlich. Aber aus Sicht der Fans schade - wie gesagt: Sie sah aus wie der Traum jedes Schmoes!

Dorothys Wettkämpfbilanz stellt sich wie folgt dar:

- 1986: USA Championships - NPC, Schwergewicht, 12. Platz
- 1987: Ironmaiden - NPC, Gesamtsieg
- 1988: US-Meisterschaften - NPC, HeavyWeight, 1. Platz.

            USA Championships - NPC, Gesamtsieg
- 1989: Ms International - IFBB, 9. Platz

            Ms
 Olympia - IFBB, 14. Platz

            World Pro Championships - IFBB, 3. Platz
- 1990: Ms. Olympia - IFBB, 16. Platz
- 1992: Jan Tana Pro Classic - IFBB, 7. Platz
- 1993: Jan Tana Pro Classic - IFBB, 13. Platz.


Dorothy Herndon: Klasse-Rücken, Klasse-
Arme, Klasse-Popo, Klasse-Beine ...
Übrigens: Wer nun in Filmdatenbanken nach dem "Martini-Ranch"-Video sucht, wird leider nur allzu oft genug nicht Dorothy Herndons Namen unter der Liste der Mitwirkenden finden, trotz ihrer prominenten Rolle. 

Crista Videriksen mit sichtlich unterlegenem Typen.
Noch mal übrigens: Wer in "Reach" genau hinsieht, stellt fest, dass Dorothy Herndon nicht die einzige Bodybuilderin in dem Clip war (Goldstein als Schauspielerein lasse ich jetzt mal außen vor). Da war noch eine weitere blonde Muskelhünin zu sehen, und dann noch ein Muskelmaedel.  Bei der blonden Hünin mit dem weißen Cowboy-Hut handelte es sich um Crista Videriksen (hinter der man ganz links eine lachende Dorothy Herndon sieht), heute als Crista Videriksen Worthy Herausgeberin eines Flugmagazins und immer noch richtig muskulös. Die dritte hieß Val Streit (von der lässt sich kein Bild finden). Und die kamen dem Vernehmen nach zu diesem Video, weil Bill Paxton sie aus seinem Fitness-Studio kannte: Kann es sein, dass der wie sein Buddy James Cameron zumindest interessiert war am Thema der Muskelmaedels?  Jedenfalls leisteten sie mit dem Clip Pionierarbeit, indem sie muskulöse Maedels groß in Szene setzten und das nicht nur als die üblichen entarteten weiblichen Bösewichte.

Crista Videriksen Worthy heute - immer noch Muskeln,
hat sie nach dem  Studium erfolgreich eine
Karriere als Journalistin im Luftfahrt-Feld eingeschlagen.  
Ich kann mich noch genau daran erinnern, als ich dieses Musikvideo bei der deutschen Erstausstrahlung gesehen habe. Oder, wie ich besser sagen/schreiben sollte, bei der deutschen Einmalausstrahlung. Jeder, den ich damals dazu befragt habe, fand das klasse, weil es (auch unabhängig von den ganzen Muskelmaedels und den dominanten Frauen) toll gemacht war und dazu witzig mit diesen gegen den Strich gebürsteten Klischees. Und man hätte "Reach" gern noch ein zweites oder drittes Mal gesehen, um auch die Details mitzubekommen, die einem beim Erstdurchlauf entgangen waren. Aber damals zeigte man halt lieber das neueste Video von Knallchargen wie Rick Astley noch mal und noch mal und noch mal - es hätte sich ja auch gern statt dessen öfter mal der Music Clip zu "California Girls" von David Lee Roth angeboten, ebenfalls 1988 gedreht, mit dabei: Kay Baxter. Aber mich hat ja keiner gefragt.
 

Dorothy liftet Paxton ...
Eins noch: Oben habe ich den Film "Twister" genannt, einen tollen Action-Kracher, in dem Paxton einen Wirbelsturm-Jäger spielt. Das Script dazu stammt von dem zwischenzeitlich verstorbenen Schriftsteller Michael Crichton (richtig: der mit "Jurassic Park") und seiner Frau Anne-Marie Martin, die seinerzeit a) durch die Serie "Sledge Hammer!" in der Rolle der Dori Doreau zu Bekanntheit kam und b) infolge ihres Ballettrainings über ein Paar der erektivsten Waden der damaligen TV-Zeit verfügte. 

Zufall, dass in ihrem Skript eine von Helen Hunt gespielte, starke Frauenrolle auftauchte? Hm. Wer die Bücher von Michael Crichton liest, findet darin überraschend viele aktive oft dezidiert als muskulös beschriebene Frauencharaktere, die es dann aber in der da beschriebenen physischen Form so leider nie auf die Leinwand geschafft haben. Ich verweise dazu auf dieses alte Posting von niemand anderem als mir selber. Sind schon alles Zufälle, dass sich Paxton und Cameron zum einen und Paxton und Crichton da zum anderen zusammengefunden haben und dass da lauter muskulöse Frauen mit am Start waren...

Was ich damit der Welt und anderen Muskelmaedel-Liebhabern mitteilen will? Nun, das was ein alter Schlagertitel sagt: "Du bist nicht allein ..." 


Lange her: Dorothy beim Pumpen ihrer "Guns" ...

Mittwoch, April 12, 2017

Irene Andersen vs. Arnold Schwarzenegger



... nein, nicht so, wie man sich das als Schmoe nun wünschen würde, also, dass die starke Irene aus dem Nordland den Arnold aus der Steiermark mal so richtig in die Mangel nimmt, Beinscheren-technisch etwa oder beim Armdrücken mit ihren Superdupe-Armen...

Jedenfalls setzt sie ihm zu - mit Worten. Hier in diesem Video, auch wenn das eventuell nicht mehr ganz neu sein sollte. Aber - Disclaimer - ich kann ja nicht alles gleich vom ersten Tag an kennen können. Ich hab's jetzt erst gesehen, finde es bemerkenswert und inhaltlich in jedem Falle aktuell, auch wenn's älter sein sollte (angesichts des imVideo angesprochenen und für 2016 angekündigten Doku-Films zu vermuten). Jedoch habe ich's, wie gerade gesagt, jetzt erst gefunden und veröffentliche es daher eben auch jetzt. Falls der Link nicht funktionieren sollte: Zu finden isses bei Youtube unter dem Titel "Irene Andersen fires back at Arnold Schwarzenegger".



Denn Arnold S. ist ja einer der wichtigen "Player" hinter den Kulissen der Macht des Bodybuilding. Und da hat man ja nun bei der Ms. Olympia und bei der Ms. International (stattfindend im Rahmen von Arnolds eigenen "games") die Kategorie des Frauenbodybuilding gekippt, also die Kategorie der supermuskulösen Maedels.

Und genau dagegen verwahrt sich Irene Andersen, die ja auch in dem Film "TooBig For The World" klar und offen zu ihrer lebenslangen, mittlerweile auch mehrere Jahrzehnte überspannenden Leidenschaft als Bodybuilderin gestanden hat (so habe ich sie auch bei einem Treffen kennengelernt, zudem ist sie eine warmherzige, gescheite Frau, die sehr gern und viel lacht).  In diesem Video macht Irene Andersen in geschliffenem Englisch, in blitzsauberer Argumentation und in ruhig-sachlichem Tonfall klar, dass sie wie Arnold Schwarzenegger aus Europa kommt, auch den amerikanischen Traum gehabt hat, den eigenen, auch noch so ausgefallenen Lebenstraum gegen alle Neinsager und Unkenrufer zu verteidigen und ihn in die Realität umzusetzen.

Nun aber wirft sie ihm vor, muskulösen Frauen aber eben eine Chance zum Ausleben dieses Traumes genommen zu haben, indem AS die FBB-Klasse durch Fitness- und Poledance-Kategorien ersatz habe. "Ich weiß nicht, ob Sie Angst vor muskulösen Frauen haben. Denken Sie, es mache Sie weniger zum Mann, wenn ich 'bigger' bin als Sie? Nun, das tut es nicht." 

Irene bekundet Arnold ihren Respekt für seine Person, fordert ihn aber auch dazu auf, ihren Traum wie auch denjenigen anderer Muskelmaedels zu respektieren: "Bekämpfen Sie uns nicht". Abschließend lädt sie ihn nach Schweden zur Premiere von Too Big For The World ein.

Und dazu gibt es mehr hier:
www.toobigfortheworld.com
Ein Werbeplakat gibt's unten zum Abschluss.

Ich finde das bemerkenswert, weil endlich mal ein Muskelmaedel einen der Verantwortlichen namentlich benennt und ihn sachlich in die Pflicht nimmt. Nun ist es meiner Ansicht nach an AS, auf dieses in aller Ruhe vorgetragene Begehren einer betroffenen Athletin zu antworten.

Irene: Kompliment!


Samstag, April 01, 2017

Anna M. Strong --- mattmuscle trifft die starke Frau



Als mir die Frau mit den aufgesteckten blonden Locken in der Lobby des großen Hotels entgegenkam, konnte ich schon weitem ihre voluminös ausladenden Schultern und ihre kraftvoll ausgebildeten Arme erkennen - in natura viel, viel wuchtiger, als jedes Foto von ihr vermuten lässt. Selbst der dicke weiße Rollkragenpulli konnte ihre Silhouette nur ansatzweise kaschieren. Zumal sie unten rum ein paar schwarze, recht eng anliegende Hosen trug, die zusammen mit einem paar High Heels den prächtigen runden Schwung ihrer gewaltigen Oberschenkelmuskel konturierten und dafür sorgten, dass ihre Waden sich bei jedem Schritt und jedem Anheben eines Fußes sich in Härte wie Form zu felsig anmutenden Gebilden zusammenzogen.

Anna M. Strong.
Eine freundliche, sehr höfliche, attraktive junge Frau, die gerne lacht und mit einer leisen, angenehm warmen Stimme spricht. Jemand, der vor der Kamera sofort Posen einnimmt und sich da mit der Selbstsicherheit eines Profi-Models bewegt. Tochter russisch-moldawischer Eltern, von Kindesbeinen an aber international unterwegs. Heute in Rom ansässig, ist sie als gelernte Fachhändlerin im Import-Export-Feld mehrsprachig, spricht Englisch, Italienisch, Russisch und Rumänisch. Das alles aber war nicht der Grund unseres Treffens. Denn Anna M. Strong hat Muskeln, Muskeln und noch mal Muskeln --- und die wollte ich erkunden, während sie durchaus anderes im Sinn hatte.




Als ich mich ihr in der Lobby des Hotels näherte, sah ich erst so richtig, wie sehr ihr Oberkörper bepackt war mit Muskeln – im ersten Moment beschlich mich die Versuchung, doch mal einfach so den Rollkragenpullover anzufassen und mich zu vergewissern, dass das nur durch den Fall des Materials und seinen Schnitt zu einer derartigen aufgeplustert wirkenden Form geführt hatte. Doch nichts da. Wie die Bewegungen der Muskeln unter dem Stoff mitteilten, befand sich da keine Luft zwischen Wollgewebe und Haut, sondern da war vielmehr ein solider Körper, dessen Formen von enormer Kraft kündeten. Und das alles an einer Frau, die aus jeder Pore weibliche Erotik ausstrahlte!

Denn Anna M. Strong präsentierte ungeachtet aller Muskulosität einen Körper voller unübersehbarer weiblicher Rundungen, das konnte selbst die Straßenkleidung nicht verbergen. Schließlich ist sie nicht nur eine Bodybuilderin, also eine Athletin, die ihre Muskeln zu einem bestimmten Punkt hin trainiert und formt und auf eine insgesamt symmetrische Ausbildung des Körpers achtet. Dies alles, um es dann auf der Bühne in einen Wettkampf vorzuführen. Nein, Anna M. Strong trainiert neben dem Ausbilden der Muskeln auf Kraftzuwachs hin, »seit über zehn Jahren«, wie sie mitteilt. Auf das »Warum?« entgegnete sie mit einem Blitzen in ihren grünen (grünen!) Augen: »Um Männern wie dir meine Überlegenheit zu demonstrieren und sie zu dominieren, damit sie tun, was ich sage!«



Und da erinnerte ich mich an das, was sie selber zu sich geschrieben hat und wie sich selber darstellt: »...in prähistorischen Zeiten, wäre ich die wilde Frau gewesen, die mit den Männern um die Beute wetteifert, euch dabei nachts vor wilden Tieren schützend...
...zu Zeiten des Römischen Imperiums wäre ich eine Gladiatorin in der Arena gewesen, meine bloßen Füße auf den Nacken von zahllosen besiegten Kriegern ... und eure Schreie der Erregung hätten selbst den Himmel erzittern lassen ...
...im Mittelalter wäre ich der weibliche Paladin gewesen, der euch gegen Marodeure und Banditen verteidigt hätte, und ihr hättet sicher und ruhig im Schatten meines Schwertes schlafen können...
...im 19. Jahrhundert wäre ich eine Strongwoman gewesen, die mit unglaublichen Akten ihre Stärke im Zirkus vorgeführt hätte. Ich würde euch mit meiner Kraft beeindruckt und eure Seelen mit Träumen gefüllt haben...
...und heute? Heute bin ich die moderne Verkörperung der Walküre aus diesen Träumen, die euch ohne Gnade mit meinen eisernen Muskeln unterwirft und besiegt ... Heimlich, ohne Wissen eurer Frauen und Freundinnen wünscht ihr, mir zu dienen und unter meinen Füßen zu enden ...
Und in der Zukunft, in jeder möglichen Zukunft ... ich bin und bleibe die Ewige Amazone, die Unbesiegbare Frau; und ihr alle werdet für immer meine Sklaven bleiben, meine devoten und furchtsamen Diener."




Meine Gedanken kamen wieder zurück ins Jetzt, als sie ihre Kleidung ablegte, bis auf eine hochgradig erektive feuerrote Kombination aus Bikini-Oberteil und -Höschen und dazu einem paar schwarzer Plateau High Heels, die Anna fast auf meine Augenhöhe lifteten. Und die in puncto Stoffmenge bescheidene Bekleidung gewährte mir einen kurzen schnellen Blick auf ihren Prachtbody, dessen Rundungen oben vorn und hinten in der Mitte herausfordernd sexy in die Welt ragten und über dessen Rückseite sich unter anderem ein schwarzer Drache wand. Ein Tattoo-Zierat, der sich dann auch vorn im Bauch fortsetzte.

Das eigentliche Bemerkenswerte war der Blick auf ihren Leib: Was da im ersten Moment nur straff-gerundet aussah, erwies sich bei der vorsichtig tastenden Berührung als so hart wie Knochen und so unnachgiebig wie ein Bollwerk. Und dann ihre Ausmaße! Die sich weit zu beiden Seiten hin erstreckenden Schultern und die flussdeltaartige Breite ihres Rückens. Die Oberschenkel, deren Muskeln im Umfang unverschämt und in der Festigkeit felsenähnlich zu sein schienen. Die Waden, angesichts deren Form und Härte sich der Vergleich mit Diamanten aufdrängte. Und dann die Arme! Die Arme nämlich kamen im Angstmach- und Erregungs-Format, ihre Bizeps schienen mir gar noch umfänglicher zu sein als ihre alles andere als schmalen Waden (was sich später bestätigte: Bizeps 41 Zentimeter, Waden 39 cm). Ich schluckte. Was für eine Kraft musste sie haben!


Das sollte sich mir sofort zeigen. Sie stellte sich ganz nahe vor mich, dass ich ihre Wärme spürte und ihren Duft einatmete. Dann verschränkten sich – scheinbare spielerisch – ihre Finger mit den knallrot lackierten Fingernägeln in meinen. Sie lächelte, von Kopf bis Fuß die schiere Selbstsicherheit: »Jetzt gehst du in die Knie!«

Es spannten sich ihre Unterarmmuskeln (Umfang 32 Zentimeter, überzogen von einem wahren Venengeflecht und so hart, dass meine Finger keine Delle im Fleisch hinterlassen konnten), ihre Trizeps’ sprangen regelrecht hervor, nahmen eine eckige Hufeisen-Kontur an. Und die Kraft strömte hindurch, wirkte auf meine Finger. Der Schmerz schoss förmlich bei mir ein – ich hoffe einmal, dass ich nicht allzu arg aufgestöhnt habe, als meine Knie sich beugten und ich vor ihr niedersank.



Ich blickte zu ihr auf. Wieder lächelte sie: »Na, Angst?« Und binnen Sekunden hatte sie mich ganz zu Boden in die Rückenlage gezwungen (das Wort »gerungen« wäre zu viel der Ehre für mich) und begann, mich mit ihren Füßen und Waden ganz nach ihrem Gefallen hin und her zu bewegen, tätschelte mir gar mit den blanken Fußsohlen das Gesicht. Stellte in Siegerpose ihren Fuß auf mir ab und lächelte über meine vergeblichen Versuche, ihn von da wegzuheben. Sie brachte einfach etwas Spannung auf Oberschenkel und Wade, so dass der Fuß auf mir stand wie angenagelt.

Bis sie sich dann auf mich drauf packte und mir ihr warmer Körper auf der Brust den Atem nahm. Aber das kümmerte sie nicht weiter. Sie bewegte sich ganz nach Lust und Laune auf mir herum, fixierte mir Arme und Beine, versperrte mir mit sich selbst Sicht und Atmung, zwängte, presste, sperrte, klemmte mich ein, spielte mit mir. Und das alles, während ich japste und um Atem rang und sie im entspannten Plauderton mit ihrer leisen Stimme über mich spottete.


So erlebte ich denn von ihren harten und warmen Muckis so sicher fixiert wie in einer eisernen Jungfrau ihre Kraft, erfuhr, dass sie nicht ausschließlich bodybuildingmäßig am Tag anderthalb oder zwei Stunden trainiert, sondern viel länger. »Denn ich arbeite mit schwerem Gewicht, will immer ans Limit.« Ihre Top-Lifts sehen so aus: Kniebeugen viermal zu 240 Kilo, Beinpresse sechsmal zu 420 Kilo, Bankdrücken sechsmal zu 125 Kilo und Kurzhantel-Bicepscurls sechsmal zu 35 Kilo --- da schluckte ich wieder! 

Wer das mit Annas Kraft nicht glaubt, der schaue
hier --- und mache es dann einfach einmal nach:


Und als mir dann noch die im Zusammenhang mit Anna M. Strong bekannten Geschichten von verbogenen Eisennägeln und zerdrückten Eisenpfannen einfielen, da wurde mir angst und bange in meinem Gefängnis, in der warmen Klemme ihrer weiblichen Schenkel, deren leisester Druck, deren sanftestes Pressen schon enorme Kräfte freisetzte und mir die blanke Aussichtslosigkeit meiner Lage vollends klar machte ...

Habe ich eigentlich schon gesagt, dass ich es genossen habe?


Freitag, März 17, 2017

Female Muscle Worship - was tut die Wissenschaft?


Okay, soweit isses noch nicht ganz...
Die nächsten drei Titel sind aber echt.
Wieso ich da noch nicht selber drauf gekommen bin --- ich meine diese mir neulich gestellte Frage:
"Hat sich die Wissenschaft eigentlich schon mal richtig methodisch mit "unserem" Thema befasst, also
mit der erotischen Anziehungskraft von Muskelmaedels
auf manche Männer?"

Ob's wohl was mit Armmuckis zu tun
hat, wie hier denjenigen von Avis Ware?
Die Antwort lautet: Na, ja, zumindest indirekt, das aber in zunehmender Weise. Der Aufhänger ist nämlich meist das Frauenbodybuilding per se, denn das ist wohl auch ohne Berücksichtigung der daran hängenden Fankultur wohl immer noch so besonders, dass sich die Beschäftigung lohnt: Frauen, die ihre Körper derart verändern, die ihre Muskeln so herausarbeiten, dass sie stärker sind und besser ausgebildet als selbst diejenigen der meisten Männer, da stellt sich für die Gesellschafts-, Geschlechts- und Seelenkundler halt die Sinnfrage. Aber darüber findet sich dann der wissenschaftliche Einstieg zu den Fans und allem, was nun mal damit zusammenhängt.



Als einer der ersten ist hier Dr. Niall Richardson von der Universität von Sussex zu nennen, der sich des Thema "Female Muscle Worship" mehrfach angenommen hat (überhaupt des Bodybuilding). Er selber beschreibt sein Interesse so: "Meine Forschungen fokussieren sich auf die Repräsentation des Geschlechts, der Sexualität und des Körpers in zeitgenössischen Film, Medien und der Popkultur. Besonders interessiere ich mich für die Darstellung von Minderheiten-Gruppierungen in Film und Medien."

2008 veröffentlichte Richardson sein Buch "Transgressive Bodies: Representations in Film and Popular Culture", in dem es ein Kapitel mit der Überschrift: "Flex Related! Hyper-Muscular Bodies: Resistance or Erotic Spectacle?" gibt. Und darin liefert er eine der ersten soziologisch-psychologisch wissenschaftlichen Arbeiten zu dem Thema. Vermutlich ist er der erste gewesen, der sich des Themas Frauenbodybuilding/Female Muscle Worship komplex angenommen hat.

Vier Jahre später erschien dazu ein eigener Aufsatz aus der Feder von Nicholas Chare: "Getting Hard: Female Bodybuilders and Muscle Worship", der veröffentlicht wurde innerhalb des von Adam Locks und Niall Richardson (da isser wieder!) herausgegebenen Buches "Critical Readings in Bodybuilding". Chare hat das Thema ganz am Rande auch gestreift in: "Sportswomen in Cinema: Film and the Frailty Myth".




Zu den neueren Werken gehört das im April 2013 publizierte Buch von Dr. Tanya Bunsell: "Strong and Hard Women: An Ethnography of Female Bodybuilding", hier sei vor allem auf das Kapitel "The 'Dark Side' of Female Bodybuilding" verwiesen --- als Apropos möchte ich vermerken, dass dieses Beispiel hübsch zeigt, wie sehr sich populäre Mythen und Formulierungen heutigentags in der Wissenschaft wiederfinden (hier "Die Dunkle Seite der Macht" aus "Krieg der Sterne"). Bunsell arbeitet dabei auch ganz aktuell heraus, welche wichtige Rolle das Internet beim Potenzieren des Muskelmaedel-Faibles oder -Fetisches und beim Selbstvermarkten der Muskelmaedels spielt.




Bei alldem geht es zuerst einmal um die üblichen Geschlechterrollenfragen, dann darum, warum das so ist mit den Muskelmaedels und warum sie tun, was sie tun, und wie sie diesen Lebensstil durchführen. Und über diese indirekte Linie kommt man dann auch zur Welt des den erotischen Subkulturen zugeordneten Female Muscle Worship, welches dann gerade bei Bunsell in allen Facetten dargestellt und ergründet wird. Das mag nun jedem halbwegs intelligenten Muskelmaedel-Fan mit einigermaßen geübter Fähigkeit zur Selbstreflektion und einem halbwegs funktionierenden und diesbezüglich öfters benutzten Internet-Zugang nicht gerade neu erscheinen, aber für die in wesentlich größeren Zyklen funktionierende und denkende Sozial-, Sexual- und Seelen-Wissenschaft ist das Thema sicherlich noch ganz, ganz neu.
 

Von ihr dominiert werden, während sie sich auf dir
spreizt und dir ihre überlegenen Muckis vorführt ...
Manches in den genannten Essays und Büchern (es gibt fraglos noch andere) wirkt daher auf den Insider in der Formulierung und Interpretation verzerrt, wenn nicht gar komisch. Der gute alte Freud wird ebenso bemüht wie die traditionellen Geschlechterrollen und die von ihnen abgeleitete Bewertung zwischenmenschlichen Zusammenlebens. Es finden sich aber auch neue soziologische Ansätze, bei denen diese Art erotischen Begehrens als Reaktion auf die heutige anonymisiert-städtische Lebenssweise, als Flucht aus der zunehmend immer stärker als durchrationalisiert empfundenen Wirklichkeit dargestellt wird. 

Ach ja, vor der Mucki-Herrin zu
knien, ihr untertänigst zu huldigen ...

Manches an diesen Thesen wirkt auf den wissenschftlich vorbelasteten Muskelmaedels-Fan nervig, wie etwa der derzeit modische Hang, solche Forschungen stets unter dem Label "Gender Studies" durchzuführen. Das ist dann - ich pauschaliere, vielleicht unzulässig - ungefähr so sinnstiftend, wie das ehedem im Ostblock übliche Vorgehen, fast jede wissenschaftliche Arbeit unter marxistisch-leninistischen Blickwinkel zu stellen. Oder das Vorgehen der deutschen Literturwissenschaft, die lange nicht ohne selbstzerfleischenden methodenkritischen Ansatz auszukommen glaubte.

Ihre Muckis auf dir ...
So. Wer da mehr wissen will: Die Bücher gibt's bei den einschlägigen Web-Versendern, auch als E-Book. Und falls nun ein Wissenschaftler teutonischer Zunge sich des Themas bemächtigen will und eine Web-Recherche anstellt und dann auch hier bei muskelmaedels.blogspot.de reinstolpern sollte: Zitieren darf man gerne und ausführlich, aber bitte nicht in einer Art und Weise, die durch einen ehemaligen deutschen Verteidigungsminister zu unrühmlicher Bekanntheit gekommen ist! Ansonsten gibt's ja immer die Schangse zur Kontaktaufnahme mittels der im Blog genannten Elektro-Post-Adresse (ganz oben rechts).

Dieser Blick, dazu DER Arm, da muss man ja ...

Samstag, Februar 25, 2017

Letzter Wille? Frau mit Brille?
Mit Muckis? Aber immer!

Alina Popa trägt Brille und Muckis
und viiiiiiiiel Sex Appeal!
Brille und Muckis und Frau --- ich könnte dazu jetzt schreiben, dass ich vor meiner Tastastur sitze und beim Blick auf entsprechende Bilder gerade darauf warte, dass mir der Hosenstoff wegfliegt. Aber da ich ein sittlicher und anständiger Mensch bin, lasse ich so etwas Anstößiges natürlich nicht über die Tastatur in die Welt hinaus, wie könnte ich auch nur auf die Idee dazu kommen?  

Brandi Mae Akers, immer sexy!
Liebe Kinder: Es war einmal eine Zeit, in der es für eine Frau etwas ganz, ganz Schlimmes war, eine Brille zu tragen. Denn das wurde immer als extrem unsexy empfunden. Galt es doch als Garant dafür, dass die so ausgerüstete Frau als das wahrgenommen wurde, für was eine Brille damals das Symbol war - als Blaustrumpf, wie man eine solche Frau früher nannte. Also als eine weltfremd-vertrocknete, nur auf Bildung bedachte Frau, die das Opfer von übersteigertem Intellekt war. Einem Intellekt, der sich auf Kosten der Körperlichkeit und der weiblich-sinnlichen Selbstwahrnehmung entwickelt hatte. 

Nun mal Victoria Dominguez mit Gläsern ...
Folgerichtig schrieb man damals (unausgesprochen) das Tragen einer Brille in jungen Jahren stets dem Umstand übersteigerten Lesens zu, weil das als augenschädigend empfunden wurde. Hm. Einschub: in meinem Fall war es, jenseits des von wem auch immer Ererbten, weniger das Lesen als solches als vielmehr das dabei benutzte miserable Licht, das mich schon als Teenager zum einzigen Brillenträger in einer Familie von lauter Habichtaugen machte. 

Hier zeigt's Jana Linke-Sippl...

Nun mag das mit dem vielen Lesen stimmen oder auch nicht (als alleinige Ursache tut es das sicher nicht, da bekanntlich viele Leute ja angeborene Augenfehler haben, die in früheren Zeiten mangels Geld und Möglichkeiten einfach unberichtigt geblieben sind) - Tatsache aber ist, dass man dem vielen Lesen bei Frauen einen Bildungsgrad zuschrieb, den man(n) als unweiblich und damit unattraktiv empfand. 

Jessica Lynn
Warum? Die kluge Frau galt wie heute die muskulöse latent als Bedrohung des Mannes, ungeachtet der Tatsache, dass es durch die Geschichte hindurch natürlich jede Menge höchst kluge und gebildete und fraglos auch (dennoch oder gerade deshalb) sinnenfrohe Frauen gegeben hat. Aber es geht hier um Wahrnehmungen oder Perzeptionen, wie die Soziologen sagen: Nicht umsonst ist es ausgerechnet Marilyn Monroe, die in der Filmsatire "Wie angelt man sich einen Millionär?" so blind ist wie ein Stockfisch und ihre Brille immer nur anzieht, wenn's möglichst niemand sieht ...

Maria Carolien Wattel
Tja - heute ist es anders, zumindest etwas. Und mehr in Europa und Asien als in Nordamerika, wo man immer noch lieber zu Kontaktlinsen greift oder gleich zum Augenlasern geht. Längst hat freilich auch dort die Optikindustrie erkannt, dass Brillen kleidsam sein können, sonst hätten sich Stars wie Jennifer Aniston, Brad Pitt oder Kevin Costner oder auch hierzulande Götz George nie privat mit derlei auf der Nase aufnehmen lassen. Und Jean-Claude van Damme hat nie einen Hehl aus seiner starken Fehlsichtigkeit gemacht und bewiesen, dass das Brillentragen physische Aktivität nicht torpediert (vielleicht lag's ja genau daran, dass seine von Whittni Wright verkörperte, kleine Filmtochter in dem Action-Film "Sudden Death" auch eine Brille getragen hat?)

Roxanna Harte
Und bei Frauen können Brillen voll sexy sein können, wenn sie den Typ ihrer Trägerin betonen und nicht einfach nur als häßliches Ding auf der Nase wahrgenommen werden. Und das machen sich auch immer mehr Damen zunutze. Auch solche mit Muskeln, wie die beigefügten Bilder zeigen. Und --- oh ---beinahe wäre jetzt das mit der Hose ...

Und wieder Maria Wattel ---
Mann, Mann, Mann!
 Warum ist das heute so sexy, gerade bei Muskelmaedels?

Jen Scarpetta
Nun, aus meiner Sicht ist das ein Spiel: Hier die Muskeln, da die Brille, die irgendwie einen Akzent aufs Geistig-Gebildete setzt, auf das Ausgeliefertsein gegenüber der starken Lehrerin, Chefin oder Krankenschwester. Das damit ebenso Assoziationen diesbezüglicher Überlegenheit weckt wie es vielleicht auch eine Art Schulmädchen-Charakter betont. Und wie gesagt: wenn dazu pralle, starke Muskeln kommen und das alles gekonnt präsentiert wird - hui, hui, hui!

Denise Masino - man spürt die Hitze ...
Eine der ersten, die damit perfekt umgegangen ist (beziehungsweise bei der ich das wahrgenommen habe), ist Alina Popa, die in diesem Blog keinem Leser wohl groß vorgestellt werden muss. Tatsächlich wurde ich das erste Mal auf sie aufmerksam durch ein (infolge Daten-Crash leider verlorengegangenes) Bild, das sie mit damals kurzem und blondiertem Haar über ihrem schönen Gesicht beim Vorführen ihres mächtigen Biceps' zeigte - mit Blick über eine Brille hinweg. Ich hing sofort am Haken. Ich habe das bei diversen Begegnungen selber erlebt, wie nett-kokett sie mit der Brille spielen konnte.

Annie Riviecchio
Inzwischen habe ich ein paar andere Bilder gefunden, die Muskelmaedels mit Brille zeigen, auf denen die Abgebildeten die Gläser zum Teil sehr, sehr gekonnt zur Inszenierung ihrer Muckis - äh, oh, Jesses, da fliegt sie hin, die Hose ... 

So hätte ich mir das gewünscht ...
Das Foto ist von Robby Brand - ich hoffe, er
sieht es mir nach, dass ich das für diesen
Zweck stibitzt habe!