Samstag, 19. Mai 2018

Aufnahme mit Nataliya ...


... und zwar geht es um exakt dieses Bild, das mir gerade der Leser J.S. zugestellt hat. Es zeigt die in Kreisen der Fans von Hardcore-Muskelmaedels allseits bekannte Russin Nataliya (auch Natalia geschrieben) Kuznetsowa, geborene Trukhina:1991 geboren, 174 cm groß, Oberschenkelumfang 68 cm, Oberarmumfang im bislang gemessenen Maximum 48,5 cm und selbst in definierter Wettkampfverfassung noch über 90 Kilogrämmchen schwer ... ein richtig mächtiges Muskelmaedel, das auf Fotos zusammen mit männlichen Bodybuildern eben diese schmächtig aussehen lässt! 

Kein Wunder, dass sie die Welt provoziert, zumal offen im Umgang mit ihrem Chemie-Konsum. Jedenfalls, die Fans sind begeistert. Wie eine kleine  Zitatkollektion aus den Weiten des Web zeigt, schreiben sie über sie Sachen wie "Meine Göttin", "She-Hulk for real", "Ich würde so gerne diese steinharten Muskeln berühren, natürlich nur mit ihrer Erlaubnis" und "bitte nur einmal zwischen diesen Schenkeln schwitzen" sowie nicht zuletzt diese Aussage "vor ihr knien, zu ihr aufsehen, während meine Finger voller Öl langsam und voller Genuss über diese Muskelhügel streicheln". Nun, ja, hm.

Oben über meinem Geschreibsel zuerst die Originalversion des Bildes, unten dann eine, mit der ich etwas herumgespielt habe. 

Und das Bild sei deshalb hier wiedergegeben, weil es mehrerlei zeigt: Zum ersten ein Muskelmaedel nach dem Geschmack aller Fans, die auf massive Muckis stehen. 

Zum zweiten ist da dann das Ambiente: Ein spartanisch helles Fotostudio, Natalyia ebenfalls, bekleidet mit weißen und sehr dekorativ arrangierten Stöffchen. Und mit einem paar schwarzer High Heels, die zu alldem einen scharfen Kontrast setzen. 

Zum dritten ist da die Pose: Nataliya steht auf einem Sockel. Also erhöht und damit heroisierend, wenn man der klassischen kunstgeschichtlichen Interpretation folgen will. Klassisch ist auch die Haltung mit dem Kontrapost - sprich: das Becken wird nicht zugunsten einer symmetrischen und geraden Haltung steif senkrecht gehalten, sondern aus der Körperachse heraus zur Seite hin gekippt. 

Dies sorgt nicht nur für eine Gewichtsverlagerung, sondern bildet auch ein uraltes künstlerisches Gestaltungsmittel, seitdem alte und längst tote Griechen wie Polyklet aus Marmor menschliche Figuren herausgemeißelt haben. Der Kontrapost sorgte dafür, dass man sich mit Gegensätzen wie  Ruhe – Bewegung, Spannung – Entspannung, Hebung – Senkung befassen konnte - das bezieht sich auf die konkret abgebildete menschliche Muskulatur, aber auch darüber hinaus aufs Geistige (deswegen ist es ja Kunst). 

Nur, dass Nataliyas Hüftschwung auch dazu angetan ist, ihre unglaublichen Oberschenkelmuskeln in dem genannten Gegensatz von Sapnnung Entspannung zu zeigen. Klar, dass hier auch eigentlich zu entspannende Spielbein auch geflext ist, um die Muckis zu betonen. Geht ja auch kaum anders, wenn man Schuhe mit solch hohen Absätzen trägt und dann das Bein streckt. (Spielbein: das ist das eher ausgestreckte, im Gegensatz zum Standbein, dass die Haltearbeit verrichtet).

Und provokant daran ist natürlich, dass das Setting auch dazu angetan ist, dass es viele auf- und manche erregt. Ja, und von den zum Hinterkopf gehobenen Armen müsste man ja auch noch was sagen, zumal sie diese typisch weibliche, den Busen betonende Geste dadurch konterkariert, dass sie ihre superwuchtigen Bizeps herzeigt. Deren Umfang liegt im bislang ermittelten Maximum bei sage und schreibe 48,5 Zentimetern. Steht oben schon? Nun, kann man ja nicht oft genug wiederholen ...


Wer mehr von ihr wissen will, erreicht sie auf ihrer offiziellen Website: http://www.nataliya-amazonka.com/  

Donnerstag, 17. Mai 2018

Doris Barrilleaux (1931-2018)


Doris Barrilleaux im Jahre 1962 - damals waren solche
Bizeps-Posen für Frauen so gut wie revolutionär.
Sie galt als ‘First Lady of Bodybuilding’, blieb diesem Sport über Jahrzehnte hinweg verbunden:  Doris Barrilleaux, die vielen ihrer Bekannten als Quell schier unendlicher Energie erschien. Diese Quelle ist jetzt versiegt: Doris Barrilleaux ist gestorben.



Doris Barrilleaux

Doris Barrilleaux war in Kreisen des Sports hoch angesehene, bei Arnie the Governator ebenso wie beim einflussreichen Weider-Clan. Sie pumpte selber seit den 1950er Jahren, ehe sie 1978 die Superior Physique Association (SPA) aus der Taufe hob, die erste BB-Organisation für und von Frauen (sollte man malwieder drüber nachdenken). Zudem veröffentlichte sie die SPA News, ein Magazin ausschließlich fürs FBB, mit Infos zu Training und Wettkämpfen. Am 20. April 1979 hielt die SPA Floridas ersten  offiziellen Wettkampf mit 13 Frauen ab, ausgetragen in Brandon und beworben vom Megas Gym und Doris Barrilleaux. Die Siegerin war die legendäre Laura Combes.


Doris Barrilleaux und Arnold Schwarzenegger bei der
Aufnahme von DB in die Hall of Fame des Sports.
Soweit ich weiß, war das 2011.
Fraglos beeinflusst von ihr, gründete die IFBB anno 1979 das  IFBB Women’s Committee mit Christine Zane, der Frau des bekannten Bodybuilders Frank Zane, an der Spitze. Aber immer hübsch dran denken: Die SPA wurde von Frauen geleitet, die IFBB von Männern. Was dabei auf lange Sicht rauskam, war hier oft genug Gegenstand der Debatte.

Doris Barrilleaux mit der
legendären Rachel McLish

Man mag nicht mit allem einverstanden gewesen sein, was Doris Barrilleaux gemacht hat, aber das kann man hinterher leicht über jeden sagen, der irgendwas Außerordentliches getan hat: Nur das Selbermachen ist der Maßstab. Und dieser Maßstab ist bei ihr sehr groß! Jedenfalls ist ihre Pionierleistung  unbenommen, zumal sie über Jahre hinweg wohl extrem viel für den Sport gegeben hat. Oh, ja: Meines Wissens nach geht auf sie die Bizeps-Pose mit den gespreizten Fingern anstelle der geballten Faust zurück; sie hielt dies wohl für weiblicher ... nun, mag sein, aber ich selber finde nichts toller als eine Frau bei der Bizeps-Pose, das aber bitte mit Faust!

Wie enthusiastisch sie fürs FBB war, das zeigt so richtig toll und herzerfrischend dieses Bild, auf dem sie mit ihren Enkelinnen (!) zu sehen ist:

Abschließend noch ein Zitat von jemand, der sie wohl gut gekannt hat - Eddie Robinson:
“Trauriger Tag für die Bodybuilding-Welt! Ich habe gerade erfahren, dass Doris Barrilleaux verstorben ist. Doris war bekannt als 'The First Lady of Bodybuilding'. Sie organisierte 1979 den ersten Frauenbodybuilding-Wettkampf in Brandon, Florida. Es waren die Mühen von Doris,die dazu beitrugen,  dass sich die Tür für Frauen dazu öffnete, um mit Wettkämpfen in der Bodybuilding- Industrie zu beginnen. Es dauerte nicht lange, bis es mehr Sparten gab, in denen Frauen antreten konnten – Fitness, Figure, Bikini, Women’s Physique. Sie war eine Ikone des Sports. Ich kann mich noch als Mr. Teen Florida an Doris am Kampfrichtertisch erinnern, und seither gut mihr befreundet, ist mein Herz gebrochen. Um einmal mehr eine solche Neugkeitzu erfahren:Du wirst vermisst werden. Eine andere große Frau und eine Ikone des Sports ist von uns gegangen, aber wir werden uns immer wegen ihrer Unterstützung für diesen Sport an sie erinnern.  Ich werde deine Küssevermissen, meine Liebe. Bis wir uns wiedersehen, spitze schon mal deinen Mund für einen weiteren Kuss!! RIP” – Eddie Robinson.

Und wer mehr von ihr sehen will, der klicke hier beim Stark Center

Auch mit über 80 Jahren (!) noch fit: Doris Barrilleaux.

Samstag, 5. Mai 2018

Fibo - ein bisschen später



Fibo - ich war da und schreibe das hier mit reichlich beruflich und auch sonst bedingter Verzögerung. Also: Hinfahren, Auto gegen zehn Euronen Gebühr auf einem außerhalb liegenden Parkplatz deponieren, dann per Shuttle (lief alle zehn Minuten gratis) zur Messe fahren. Dann rein ins Getümmel, durch das man sich dank eines sehr übersichtlichen Leitsystems prima durchfand. Ziel war die Mucki-Halle, doch spähte ich auch mal in die anderen hinein, wenn man schon mal da war.

Die anderen Hallen boten das gewohnte Szenario, es gab Unmassen an aufs Kölner Messegelände verlagerten Trainingszentren mit allem Zipp und Zapp - sogar solche aus Holz. Ein großes Thema für Training, Reha und Physio waren die guten alten Faszien, denen man sich nun schon seit zwei, drei Jahren derart verstärkt widmet, dass ich an eine leichte Mode glauben mag. Es gab reichlich Trainingschallenges, vieles mit Blick auf Ausdauer, zunehmend immer mehr auf Balance und Köperkoordination ausgerichtet. Salopp formuliert, erinnerte manches davon an Hüpfburgen mit Wettkampfcharakter, in der Mucki-Halle dann auch Strongmen/women-Übungen und am Eleiko-Stand auch Crossfit-Kurse, letzteres sicher auch ein Thema, das in den vergangenen zehn Jahren enorm gewonnen hat.


Sie war schlicht traumhaft! Und dazu
dieses Gesicht und diese Augen!
Besser kann man nicht um
Nachwuchs für Fitness und Bodybuilding
werben als diese junge Dame!
Überhaupt tat man viel, um die Besucher zu locken. Und um beim Saloppen zu bleiben: An manchen Ernährungsständen flog das Essen in Form größerer und kleinerer Gebinde ins darob begierige Publikum, dass man einerseits darauf wartete, wann dann endlich jemand mit "Kamelle!"-Rufen anfing und wann dann "de Zuch kütt" (nicht vergessen: Köln!),  und dass man sich andererseits angesichts all der Athleten im Publikum vorkam wie bei Brot und Spiele, bloß ohne Peitsche und Löwen.

Nachdem ich ein paar Jahre mit der Fibo ausgesetzt hatte, ich wie auch der Restbestand meiner alten Trainingsgruppe, strebte ich dann gen Halle 10 (unterteilt in oben und unten, Hauptmotto: "Power"), um vielleicht die/den ein oder andere(n) weitere(n) Bekannten zu treffen und natürlich reichlich Muckimaedels zu erspähen. Aber ich als alter Sack hatte dann erst mal zu konstatieren, dass anders als noch in vergangenen Jahren immer weniger Leute mittleren Alters dort vorzufinden sind: Die Fibo (respektive die alte Bodybuilding-Ecke) wird immer mehr zu einer Sache, die bewusst auf Jugend getrimmt wird. Was man schon an der Beschallung merkt, die ist inzwischen kommunikationskillenderweise mal mindestens ebenso laut wie auf einem anständigen Heavy Metal-Konzert (okay, okay, liebe Kinder: Das ist diese Musik,die eure Alten auflegen, wenn sie mal richtig Remmidemmi wollen, die von diesen Langhaarigen von früher, die in schwarzem Leder, die auf diesen alten Vinylplatten...)

Ohne Worte - just purrrfect!
Das Wort "Bodybuilding" (das immerhin die zweite Hälfte des Kunstwortes Fibo beigesteuert hat) sucht man in der ganzen Selbstdarstellung der organisatorisch übrigens hervorragend gemachten und von höchst freundlichen und hilfsbereiten Leuten betreuten Messe vergeblich. Wegen meines Berufes konnte ich nur einen Tag nach Köln, so dass ich an Wettkämpfen nur den von lauter jungen Männern gesehen habe, die unter dem Label "Physique" in knielangen 80er-Jahre-Badehosen auf die Bühne kamen. 

Fazit: Oberkörper gut, zum Teil ästhetisch spitzenmäßig, Oberschenkel nicht feststellbar (diese unsäglichen Hosen: Man gebe sie wieder den Fischern von Jamaika und von den Bermudas zurück) und "Waden in wenigstens zwei Fällen nicht ansatzweise entsprechend zum Volumen der Arme", wie's ein alter Trainings-Buddy von meinereinem formuliert hat. Und der Rest der Wettkampfbewertung auch so, dass das Publikum leise zu murren anfing. Es wurde also defacto von der Hüfte aufwärts gewertet - was soll das?  Bodybuilding bezieht sich im Grundsatz auf den gesamten Körper, dann muss man den auch gesamt ausbilden und ihn hinterher so präsentieren, das ist doch der Witz der Sache!

Wer Blondinen für nordisch unterkühlt hält, der hat
die spanische Naturgewalt Regiana da Silva noch nicht
live auf der Bühne gesehen. Sie war so vor 15 Jahren
und sie ist noch heute so.Und zu diesem Traum-
Body gesellen sich eine Hammer-Energie und jede
Menge ansteckender Fröhlichkeit: Besser kann
man für den Sport nicht werben!

Was nicht heißt, dass es unter der Unmasse an fitten Leute nicht auch keine Muckis zu sehen gegeben hätte. Die wurden schon gezeigt und auch mal zum Knipsen angespannt. Auch waren überall Wettkämpfe - hier Liegestütze mit einer Palette ernährungsmäßig sicher relevanter Flüssigkeit auf dem Rücken, dort das möglichst lange Hochhalten von Säcken irgendwelcher Nahrungsergänzungsmittel, hier das Hantieren mit einer dieser übergroßen Hanteln. 

Alles gut und schön, aber ich vermisste das, was ich früher im Publikum zuhauf gesehen habe, nämlich die Muskelmaedels, die dann auch gern und stolz vorführen, was sie haben. Weil auch das den Reiz des BB an sich ausmacht. Vielleicht war ich auch nur am falschen Tag am falschen Ort, zumal ich diese WOS-Geschichte aus beruflichen Gründen nicht besuchen konnte und so sicher einige der "Real Muskelmaedels" verpasst habe. Dennoch, mir war's zu wenig, auch wenn mit ein paar hervorragend austrainierte Maedels vor die Linse geraten sind.

Unter anderem: Alina, Irene, Helle, Jay und Lisa - so viele
prächtige Maedels zusammen und ich nicht da. Das Bild
habe ich von einer Freundin zugestellt bekommen: kleiner Trost!

Nun, das war mein kurzer und arg später Eindruck - und ich weiß natürlich, dass andere Leute das wieder ganz anders wahrgenommen haben werden. Dennoch: Da es mein Blog ist und ich meine Eindrücke schildere, sage ich: Es hätte mehr an Muskelmaedels sein können. Naja, vielleicht klappt ett nextes Jahr dann besser - hier schon mal der Termin: 

Samstag, 24. März 2018

Nina Melidosian, der weibliche Bizeps und ein spezielles Messverfahren


Da hatte ich vor einigen Tagen eine Anfrage nach einem alten, zwischendurch online mal gratis zu findenden Video zu einer US-Bodybuilderin, die vor Jahren auf der Wettkampfbühne stand und sich durch ihre Hammer-Arme auszeichnete: Nina Melidosian. 


Traurigerweise konnte ich auf keiner meiner Festplatten, auf keiner DVD/CD oder auf einem sonstigen Datenträger Entsprechendes finden, da ich vor ein, zwei Jahren leider einen größeren Crash erlebt habe. Kostenpflichtig findet sich Videos mit Nina Melidosian hier bei WPW und hier bei Muscleville2 (wobei ich mir bei der zuletzt angeführten Fundstelle nicht sicher bin, ob die abgebildete Sportlerin überhaupt Nina Melidosian ist). Aber diese Leseranfrage nach Nina Melidosian brachte mich dann dazu, nach längerer Zeit wieder mal etwas zu schreiben.

Als das seinerzeit mit den Muskelmaedels losging, liebe Schmoes, damals, lange vor der Erfindung von Internet und Smartphone, also gefühlt ganz kurz nach dem Aussterben der Dinosaurier, da kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus: Von kleinauf hatte ich von starken Leuten phantasiert, bis sich meine Tagträume peu à peu auf starke Frauen konzentrierten. Zuerst nur sexy und selbstbewusst beim Vertrimmen von fiesen Kerlen, kam mir zunehmend auch der Gedanke, dass sie, wenn sie denn so viel Körperkraft besäßen, sie eigentlich auch danach aussehen müssten.



Wohlgemerkt: »müssten«, denn, dachte ich als Jungspund, Frauen mit Muskeln, geht das überhaupt? Hier und da mal sah man derlei mal im TV beim Hochleistungssport aufblitzen, zugegeben. Aber das wurde dann bei der Berichterstattung ignoriert, auch seitens der jeweiligen Besitzerin. Aus der Rückschau betrachtet, schien es so zu sein, als ob man diese mich so erregende körperliche Entwicklung als notwendiges Übel zur Ausübung der jeweiligen Sportart betrachtete. Keinesfalls aber als etwas, dem ein eigener, vielleicht gar ästhetischer Wert beizumessen sei – Gott bewahre.

Und dann war da das aus der Angst geborene Schlechtreden. Dies geschah stets unter Verweis auf entsprechende chemische Mittelchen – was ja im Falle diverser ostdeutscher Athletinnen (ob nun mit entsprechend aufgemuskeltem Körperbau oder ohne) auch stimmte, da das Doping dieser Sportlerinnen zumeist ohne deren Willen erfolgte. Das Schicksal der so »Geimpften« interessierte nicht. Einzig stand bei dem rücksichtslosen Agieren der durch sportliche Erfolge zu erzielende Glanz des dikatorischen Staatssystems im Vordergrund: ein vollkommen irres politisches Verständnis. Und das zog zum Teil bis heute andauernde, katastrophale Folgen nach sich.


Völlig richtig – und sicher war das damit zusammenhängende Doping eben nicht in absolut jedem Fall die Ursache dafür, wenn eine sportliche Frau Muckis aufwies. Dass zielgerichtetes sportliches Training und entsprechende Ernährung derlei auch bei Frauen bewerkstelligen könnten, das wurde außen vor gelassen zugunsten der geschlechtlich wie gesellschaftlichen wohlfeilen Formel: »Frauen mit Muskeln, nee, geht nicht auf normalem Weg, Hirngespinst«. Bis dann die Bodybuilderinnen kamen.



Ab dem Moment fühlte ich mich wie in einem Traum: Da waren sie endlich, Frauen bepackt mit harten, starken Muskeln und auch noch darauf bedacht, sie möglichst unübersehbar herzuzeigen, diese schwellende Pracht an ihren Armen, Schultern, Beinen, an Brust und Rücken. Und überhaupt,  dieses Stolz-Darauf-Sein, dieses Souveräne, gepaart mit dem Ewig-Weiblichen, diese Kombination fand ich damals so erregend wie heute noch.

So begann ich dann die Muskelmaedels zu studieren – und entdeckte bald, dass es da durchaus Unterschiede gab. Denn muskulös war nicht gleich muskulös. Die eine war trotz ihrer unübersehbar breiten Schultern und nervigen Arme eher zierlich, die andere hingegen wuchtiger. Dann gab es da den Unterschied zwischen »Off Season« und »definiert«, also dem Zustand in der normalen Trainingsphase und demjenigen unmittelbar vor und dann bei einem Bodybuilding-Wettkampf, für den man durch entsprechende Diät die einzelnen Konturen der Muskeln so genau wie möglich herausarbeitet. Tja, und dann waren da die Maedels mit den richtigen Muskeln, sozusagen – genauer: die mit den besonders ausgebildeten Bizeps’. Und damit dem, was solche Typen wie mich in Ekstase versetzt.


Davon gab es auch schon in früherer Zeit einige, Joan Lauth, Michele Maroldo, Renée Casella, Charla Sedacca, Susan Myers, Christa Bauch, Kris Luebke, Linda Bevelander, Tommie Moreau, Vickie Gates, Klaudia Larson, Sabine Wick, Laura Binetti und natürlich Marja Lehtonen, um nur mal einige zu nennen, einige – nicht alle! Alle mit regelrechten Bizepsklötzen – aber Nina Melidosian hatte an der Stelle etwas, das die Fans so bezeichnen: »Peak«. Und das sehen wir hier:



Heißt: Bizeps, die besonders hoch aufragen, noch höher als bei den auch  schon extrem muskulösen Maedels. Die dann auch von der Form her etwas anders ausfallen, nicht so spindelförmig wie oft sonst, sondern eben sozusagen Höhen-betonter, wenn man den schiefen Vergleich einmal verzeihen will. Exakt so war es der Fall bei Nina Melidosian. Denn sie hatte besonders steil aufragende Bizeps-Gipfel, um es mal alpinistisch zu formulieren. Denn nichts anderes bedeutet ja Biceps Peak auf Deutsch.
 

Von (dem Namen nach zu schließen) armenischer Abstammung und von Hause Krankenschwester, war die schlanke, eher kleine Frau mit dem an Schläfen und Nacken kurz gehaltenen Lockenkopf und der Mörder-Oberweite in den 1980ern und zu Anfang der 1990er aktiv. So gewann sie 1990 die Women’s Extravaganza und machte damals die Fans mit ihren Bizeps-Gipfeln verrückt. Irgendwann danach änderte sich ihr Nachname infolge einer Heirat von Melidosian in Forte. Dem Vernehmen nach lebt sie heute im US-Südwesten und hat sich wohl zumindest aus dem öffentlichen Teil des Mucki-Sports ganz zurückgezogen. Wenn ich auf Basis der mir zur Verfügung stehenden Angaben richtig gerechnet habe, dürfte sie jetzt auch um 63, 64 Jahre alt sein. So, und jetzt noch zweimal Nina Melidosian. In bunt. Und in Farbe:

 



Überhaupt kam ich angesichts dieser anbetungswürdigen Muckipracht darauf, mich mal speziell damit zu befassen – will sagen: mit dem Bizeps-Gipfel. Dazu habe ich diesen Beitrag von einem echten Hardcore-Fan gefunden, der das Ganze auch mal statistisch-mathematisch angegangen ist. Und das Rechen-experiment wollte ich der Welt nicht vorenthalten:

»Ich habe darüber nachgedacht, wie man die Frage »Wer hat den besten Biceps-Peak?« etwas objektiver beantworten könnte. Der Peak ist ein zweidimensional sichtbares Phänomen und sollte so anhand von Fotografien messbar sein. Vorausgesetzt, die Ansicht ist gerade und echt und nicht angewinkelt, ob nun rauf oder runter oder von der Seite, was die Geometrie verzerren würde. Ich zog zwei Messverfahren in Erwägung.

Das erste nenne ich den »puren Peak«. Das ist einfach die Höhe des Peaks, gemessen von einer horizontalen Linie, welche die Oberseite der beiden Biceps-Inserts (dem Fundament des Peak) mit dem höchsten Punkt des Piceps- Peak verbindet, dividiert durch die Horizontaldistanz zwischen den beiden Punkten, an den denen der Biceps-Muskel auf die Inserts trifft [ich nehme an, der gute Mann meint die beiden Punkte, wo die Biceps-Rundung vorn und hinten in den Arm übergeht.]. Man stelle sich ein umgekehrtes »U« vor. Es ist die Höhe des »U«, dividiert durch die Distanz zwischen seinen beiden Schenkeln.


Die zweite Messreihe nenne ich »komplette Armwölbung 1«. Das ist die komplette Vertikalhöhe des angespannten Arms an seinem höchsten Punkt dividiert durch die Vertikalhöhe des Arms an seinem niedrigsten Punkt, typischerweise das Insert genau über dem Ellbogengelenk. Man kann eine Variante dieser Vermessung benutzen, indem man die beiden kürzesten Vertikalhöhen ausmittelt, also die Inserts auf jeder Seite des Biceps-Muskels. Und ich nenne das »komplette Armwölbung 2«. Weil man bei dieser Messmethode mehr als nur die Spitze des Arms in Betracht ziehen muss, ist es nicht das, was die meisten eine Messung des »Peak« nennen würden, aber der »Peak« ist die Hauptkomponente der Messung und die Messung ist intuitiv gesehen ein wesentlicher Beitrag zur allgemeinen Ästhetik des angespannten Biceps.


Ich habe Messungen bei den meisten Frauen durchgeführt, von denen man sagt, sie hätten die besten Biceps-Peaks. Wo immer möglich habe ich Mehrfachmessungen durchgeführt, habe nur »Straight Shots« (also keine Aufnahmen aus Ober- oder Untersicht) und Fotos mit hoher Auflösung benutzt (was einige großartige Kandidatinnen wie Patricia Veldman ausschließt) und alles ausgemerzt, das nicht normal aussah. Trotzdem erbrachte mein Experiment einige interessante Ergebnisse. Die besten Frauen in allen Kategorien sind wie folgt aufgelistet.
 

[Vorher aber zur Auflockerung ein Bild --- Joan Lauth]


»Purer Peak«
 1-   Sedacca   0.33
2-   Wick    0.33
3-   Larson   0.33
4-   Toney   0.31
5-   Binetti   0.31
6-   MRussell   0.31
7-   Klee      0.30
8-   Bramble   0.30
9-   Bevelander0.29
10-   Mullinazzi    0.29
11-   De Jaeger   0.29
12-   Ferunkova   0.29
13-   Maroldo   0.29
14-   Sass      0.29
15-   McMaster   0.29
16-   Gaillard   0.29


[Zwischendurch dann wieder ein Bild --- Laura Binetti]
 


»Komplette Armwölbung 1«
1-   Binetti   1.64
2-   Klee      1.57
3-   Zampa   1.56
4-   Sedacca   1.52
5-   Toney   1.52
6-   Riehl      1.52
7-   Lindquist   1.51
8-   Bauch   1.50
9-   MRussell   1.49
10-   Lisa James   1.49
11-   Wick      1.48
12-   Ferunkova   1.48
13-   Kloepfer   1.48
14-   MMartin   1.46
15-   Bramwell   1.46
16-   Mullinazzi   1.46

[Und wieder ein Päuschen - da wäre noch das Bild hier: Charla Sedacca]


»Komplette Armwölbung 2«
1-   Sedacca   1.43
2-   Toney   1.43
3-   Binetti   1.40
4-   Wick      1.39
5-   Klee      1.38
6-   MMartin   1.38
7-   MRussell   1.36
8-   Riehl      1.35
9-   Bramwell   1.35
10-   Bevelander1.35
11-   Mullinazzi   1.34
12-   Melidosian   1.34
13-   Bauch   1.34
14-   MMorrison   1.34
15-   Ferunkova   1.34
16-   Zampa   1.33
17-   De Jaeger   1.33
18-   AYoung    1.33«

[Ach ja, ein Bild: Klaudia Larson]

 

Oooookay: Hier ist das dann diese Vermessung der Muskelmaedel-Welt erst einmal zu Ende. Jedenfalls hat sich der gute Mann eine jenseitsmäßige Arbeit gemacht, deren Sinn einmal dahingestellt sei. Anmerken möchte ich dazu aber, dass die Wirkung dieser und anderer Muskeln sich auch aus der Gesamtkörpergröße und -struktur der jeweiligen Athletin ergibt – und das zöge dann wieder ein anderes Rechen- und Messmodell nach sich ...

Falls man so etwas wie Muskulosität überhaupt auf diese schematische Weise fassen kann. Na, aber wenn dazu mal Helfershelfer gebraucht werden, also zu dem Unterfangen, das Ganze am lebenden Muskelmaedel praktisch und leibhaftig durchzuführen – hier, wo die Hand winkt: Ich melde mich direkt als erster freiwillig!




Montag, 25. Dezember 2017

Frohe Weihnachten!

Ehe ich Weihnachtsmuffel es ganz vergessen oder verdrängt habe, will ich mal nicht so sein: Daher wünsche ich allen:


**************** Frohe Weihnachten! ****************

Gaby More liefert
gerade aus ...
Auch an Weihnachten wird gepumpt ---
vorbildlich, damit die Form dieser
Hammer-Beine auch nur ja bestehen
bleibt: Evelin Rosa Vento.

Und weil sie so schön stark sind, hier
ein zweiter Blick auf diese Lexxxx ...

In Sachen Kleidung unverkennbar X-Mas,
wenn auch eher frei interpretiert:
Kira Neumann.
Elena Seiple - wenn auch nicht in Rot,
aber immerhin in Pelz...
Trudy Ireland post im Snow ...

Annie Riviecchio mit Santa-Mütze,
aber in wärmerem Klima.
 
Welcher Schmoe guckt da
noch auf den Baum? Carla Maria.
Latex steht Santa Clausine auch:
Marika Johannson.

Angela Salvagno - sexy wie immer.

Dena Westerfield, sogar mit Stiefeln

Und noch mal Dena!


Brandi Mae Akers + Yvette Bova strahlen
und posen weihnachtlich im Doppelpack ...



Ach, Geschenke auspacken - bitte, bitte:
Darf ich mal an den Schleifen ziehen?
Hier trägt Jana Linke-Sippl
das berühmte Pelzmützchen,
garniert mit jeder Menge sexy Muckis!

Debi Laszewski mit Pelz, Samt und Gun!
Fanny Palou hat schon eingeschenkt, das Glas
ist halb gefüllt, die Muckis voll gespannt ...
Carmela Cureton - der Blick, die Pose und
der starke, pralle Body heizen richtig durch!

Tatianna Butler - auch da wird mir warm...
Und wieder eher nordisch, aber ebenso
kraftvoll und sexy: Nikki Fuller.
er
Und blond geht's weiter: Ruthie Luchesi.
Ebenfalls zu dieser Fraktion zählt
die legendäre Maryse Manios, hier in
einer Pose, bei der auch Santa am Nordpol
ins Schwitzen kommen dürfte ...
Die nächste Mucki-Blondine: Paloma Parra.
Nicht blond, aber lebensgefährlich, vor allem
in dieser eher jahreszeituntypischen,
sparsamen Verpackung: Roxie Rain.

Samstag, 23. Dezember 2017

Christa und der Lippenstift ...

... und gerade - kaum glaublich, aber wahr -  bin ich "vom Emil" danach gefragt worden: "Hast du denn auch mehr Bilder von Christa Bauch beim Lippenschminken?" Nun, das ist dann tatsächlich so - zumal eins der fraglichen Bilder jahrelang potenzfördernder- wie phantasieanregenderweise in meinem Schlafzimmer hing. Daher hier nun eine kleine Collage mit dem gewünschten Motiv rund um die muskulöse Wucht und das Auftragen der Lippenstiftfarbe.


Und einmal dabei, habe ich mir auch vorgestellt, wie das wohl wäre, ein Luxus-Ambiente rund um diesen Luxusbody --- herausgekommen ist dann dieses Erzeugnis der bildverarbeitenden Tätigkeit ... uneitel, wie ich nun mal bin: Mir gefällt's ...