Sonntag, August 11, 2013

Sharon Marvel (1964-2013) *man lese unten den Nachtrag


Leute - lest bitte auch den Nachtrag ganz unten. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher, ob die Nachricht stimmt. Wollen wir hoffen, dass es so ist. Ich möchte den Beitrag aber stehen lassen, damit der ein oder andere ihn eben NICHT gerüchteweise weiter verbreitet:

Derzeit läuft die traurige Nachricht im Web um, bei Lori Braun ebensowie bei zuvor bei Curt James von rx muscle, Sharon Marvel sei gestorben, allem Dafürhalten nach gegen Ende Juli. Wenn das stimmt, dann wäre sie gerade einmal 49 Jahre alt geworden.



Sharon wer?

Nun, das war eins der Muskelmaedels vergangener Jahre, eine der Damen, die es so richtig ernst meinte mit extremer Muskulosität. Austrainiert blieb sie stets sehr voluminös, dabei stahlhart und sehr symmetrisch. In Off-Season hingegen wirkte sie unglaublich prall und super, super stark - zum Hinknien! Und jenseits ihres superprallen Hintern, ihrer massiven Schenkel und ihrer unglaublichen Arme hatte diese Muscle Lady auch noch ein nachgerade schönes Gesicht, mit mehr oder minder blondem Haar, hellen, lustigen Augen und zwei wunderbar schief stehenden Eckzähnen in einem sehr sympathischen Gesicht.


Sie gehörte zu den Maedels, deren Popularität sich aus Magazinen wie Women's Physique World Magazine (WPW) und aus diversen Videos speiste, darunter auch solchen, in denen sie - sparsam bekleidet - ihre Supermuckis an schächlichen Kerlen ausprobierte. So weit sich das feststellen ließ, beteiligte sie sich an vier Filmen von Impulse Productions Videos: 
- "Don't Harass me"
- "Blonde rage 2"
- "Sharon Marvels Heavy Metal Workout"
- "Amazon Iron Belles".

Alles ganz bestimmt nicht auf Goethe- und Brecht-Niveau, sicherlich auch nicht Oscar-verdächtig, aber fraglos sehr ansprechend für jeden, der gelegentlich seine niederen Instinkte pflegen will ... 


Ihr Nachname Marvel hat nichts mit den Marvel-Comics zu tun, den bekam sie einfach durch eine Heirat. Ältere Fans des FBB kannten sie auch unter ihrem Mädchennamen Sharon Arrildt. Und entgegen ihres sehr amerikanisch-kalifornisch anmutenden Äußeren stammte sie auch nicht aus der Neuen Welt, sondern aus der Alten. Um es präzise zu sagen, aus Brackley in der Grafschaft Northamptonshire - also aus England.

Sharon spielte in ihren jungen Jahren Softball (siehe Foto) und betrieb Leichtathletik, vor allem Geländeläufe. Um sich dafür besser in Form bringen, begann sie 1982 mit Gewichtstraining. Ab Mitte der 1980er Jahre beteiligte sie sich dann an diversen Bodybuilding-Meisterschaften:


1986 Eastern Shore State Championships, 1. Platz
1986 Maryland Sate Championships, 1. Platz
1987 NPC Jr. Nationals, 1. Platz
1989 NPC Nationals, 1. Platz Klasse "Middleweight"
1990 Ms. Olympia, 6. Platz
1991 Ms. Olympia, 1. Platz
1992 Ms. Olympia, 13. Platz
1993 Ms. Olympia, 8. Platz.


Danach wurde es aus sportlicher Sicht allmählich ruhiger um sie. Sie hielt noch über Jahre hinweg ihre Muckis auf frappierend hohem Niveau, hatte sich aber aus dem Wettkampfgeschehen zurückgezogen. Dann war eine Zeitlang wohl nicht mehr viel mit Bodybuilding. Ungefähr zu der Zeit, als muskelmaedels.blogspot.de vor sechs, sieben Jahren an den Start ging, begann sie wieder zu trainieren und zumindest ansatzweise zu ihrer alten Form zurückzufinden.  Tja, und nun diese Nachricht, von der ich nicht weiß, ob sie zutrifft oder ob es sich um eine Fehlinformation handelt.



Sollte die Nachricht von Sharon Marvels Tod stimmen, dann wäre es einfach nur sehr, sehr traurig, vor allem für ihre Familie und ihre Freunde, die sie so jung verloren haben. Aber auch traurig für uns, ihre Fans, denen dann nur die Erinnerung an eine jener superstarken Athletinnen  bliebe, die bei ihrem Tun stets auch den Kontakt zu den Verehrern von Muskelmaedels gewahrt hat. Also, falls es sich mit dem Wahrheitsgehalt der traurigen Nachricht so verhält, wie es leider zu vermuten steht: Alles Gute, Sharon!



(Und wenn das nicht stimmen sollte, sei allen Verbreitern solcher journalistischen Enten einmal sehr kräftig, wenn auch leider nur virtuell in den Allerwertesten getreten!)

Nachtrag: Als ob ich es geahnt hätte - dies schrieb Curt James schon am 13. August (leider habe ich es jetzt erst gesehen):

"Curt James August 13, 2013 at 9:45 pm
(...) I heard the news on Heavy Muscle Radio as reported by Dave Palumbo, however he did not specify his source and I have not verified that sad news. Also, I deleted the thread I had posted on Rx as well as another thread I had posted on IronMagazineForums dot com. I would MUCH prefer to go by Craig Breuwet’s report. Again, I have not confirmed the death of anyone. I — in a knee-jerk, emotional reaction — re-posted the news I had heard. A wiser man than myself encouraged me to seek a more thorough verification and to delete the threads. Let us all hope that Sharon Marvel is alive and well."

So.

Ich lasse mein Posting STEHEN. Mir und uns allen zur Mahnung, mit solchen Nachrichten vorsichtiger umzugehen - schließlich geht es hier um Schicksale...

Mittwoch, August 07, 2013

Bier - geworfen, nicht gezapft:
Strongwoman Heini Koivuniemi

http://www.girlswithmuscle.com/images/full/273671147.jpg 
Tja, die einen trinken es lieber, und dann auch aus kleineren Gebinden... Nun, diese blonde Wikinger-Nachfahrin nutzt eins der hier gezeigten Bierfässer, um ihre enorme Kraft zu demonstrieren. Selbst wenn das Fass leer sein sollte, dürfte es immer noch so um die zwölf, dreizehn Kilogramm wiegen. Und solche Behälter wollen ja dann auch so leicht und lässig wie hier mit der gespreizten Hand gehalten sein, so, dass der Arm nicht irgendwo abgestützt ist. Großartig anzustrengen scheint die ganze Übung nicht, so entspannt wie das blonde Muskelmaedel lächelt.

Ein Fake? Nun, bei der starken Dame handelt es sich um Heini Koivuniemi. Und die Finnin ist sicher kein Fake. Sie spielt in derselben Liga wie etwa Jill Mills und Vecca Swanson - sie ist eine Strongwoman. Und als solche hat sie auch schon bei den entsprechenden Wettbewerben gezeigt, was sie so drauf hat. Etwa mit Bierfässern: Da gibt es die Disziplin des Bierfass-Hochwerfens - klingt recht sinnentleert, macht aber wahrscheinlich einen Heidenspaß. Dazu muss das Fass über eine Hochsprung-ähnliche Latte geworfen werden. Heini Koivuniemi schaffte mit einem 12,3 Kilogramm schweren Fass eine Höhe von 3,46 Metern. Wer's besser kann - aussehen tut das so:



Mittlerweile 40 Jahre alt, hat die Dame aus dem Land der tausend Seen bis noch vor sieben, acht Jahren in diversen Kraftsportbereichen auf sich aufmerksam gemacht. Sie trug Titel wie Finnlands stärkste Frau beziehungsweise Europas stärkste Frau (ich weiß aber nicht, ob die starke Schöne noch aktiv ist). Ach ja: Wem die Nummer mit dem hochgeschleuderten Bierfass schon ehrfurchtgebietend erscheint, der möge sich mal wie Heini Koivuniemi an der folgenden Übung versuchen: